Lesedepot: Die Tipps der Woche (weekly)
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Opt out of PRISM, the NSA’s global data surveillance program – PRISM BREAK
Freie Alternativen zur Software der Großen
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Die isländische Gruppe stellt ihr neues Album per Stream zur Verfügung und fordert die Fans auf, ihre Meinung etc. dazu über verschiedene Kanäle zu sagen. Das Ganze wird dank Hashtag der der Website aggregiert (danke @kulturmanager)
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“BildPlus”: Der Rohrkrepierer | Timo Niemeier, Online-Journalist
Habe ja wie so viele große Zweifel, dass es ausgerechnet der Bild gelingt, Inhalte zu bringen, für die (Bild-)Leser online bezahlen möchten. Der hier verlinkte Post stammt von einem unserer Studenten.
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Die Recherche – Sie voten, wir recherchieren – Süddeutsche.de
Einfache, aber schöne Idee der SZ: Die Leser wählen aus drei Themen das für sie interessanteste und das Gewählte wird dann recherchiert und zu einem Dossier verarbeitet. Der Prozess dazu wird im Rechercheblog begleitet.
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Dear NSA, let me take care of your slides.
Also, irgendwie sehen die NSA-Slides zum Grausen aus, dachte sich ein Präsentationsprofi – und bastelte die Top-Präsentation der Woche auf Slideshare.
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Facebook’s Graph Search ist ja schon seit längerem angekündigt (bisher aber nur in der engl. Version freigeschaltet). Günter Exel hat die Sache ausprobiert und ist ziemlich erschrocken. Denn: Facebook serviert einen guten Teil seines bisher nicht jedem Nutzer gut zugänglichen Datenschatzes nun jedem. Will heißen: (Auch privat) Geteiltes wird nun viel einfacher zugänglich. Denke, es ist am einfachsten, wenn man eh davon ausgeht, dass auf Fb irgendwie alles öffentlich ist…
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Facebook-Hashtags – Warum sie gut für Unternehmen sind » t3n
Facebook-Hashtags sind gut für Twitterer, die ihre Inhalte gern möglichst unerkannt auf den blauen Planeten werfen wollen – das war mein erster Gedanke. Aber: Richtig eingesetzt können Hashtags schon auch in Fb sehr nützlich sein. t3n bringt Beispiele aus der Unternehmenskommunikation
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Ein ziemlich großer Fundus an Material – zu einem Großteil allerdings mit US-Perspektive
Blogger, Blogleser und so etwas wie Mediadaten
Was sind das für Leute, die bloggen? Und vor allem: Wer sind die Leser von Blogs? Oder aus Blogger-Sicht: Was weiß ich über meine Leser und Diskutanten? Und: Möchten professionellere Blogger gar so etwas wie Mediadaten bereitstellen? Viele Blogger haben wahrscheinlich ein sehr gutes Gespür für ihre Leser bzw. kennen viele sogar. Mit der Zeit – und zunehmender Leserschaft – geht dieses Gespür vielleicht aber verloren. Oder es besteht der Wunsch, die Leserschaft anderen gegenüber zu beschreiben. Drei unserer Masterstudenten des Studiengangs Medienentwicklung arbeiten deshalb im aktuellen Semester an diesen Fragen. Ein Schritt in ihrem Projekt ist eine Befragung unter Bloggern selbst, die jetzt online ist. Wer also selbst bloggt und mitmachen möchte, ist zum Mitmachen eingeladen. Die Befragung ist nur ein Arbeitsschritt im Projekt. Dessen eigentliches Ziel: Blogger sollen am Ende einen Fragebogen zur Verfügung bekommen, den sie für eigene Leserbefragungen nutzen können. Wenn sie möchten, können sie die Ergebnisse auch für so etwas wie Mediadaten für Blogs verwenden.

Kleiner Einblick in die Versuchsküche der Medienforschung
Das Projekt hat mehrere Ausgangspunkte: Zum einen die Feststellung, dass über Blogger und ihre Motivation im deutschen Sprachraum eigentlich seit einiger Zeit wissenschaftlich nicht mehr so viel Neues erarbeitet wurde. Vor allem Jan Schmidt hat in diesem Feld sehr verdienstvoll gearbeitet, das ist aber schon ein Weilchen her. Mittlerweile haben sich zumindest in einigen Bereichen einige professionelle Blogger etabliert. Nach der Definition der Studenten sind das Blogger, die hauptberuflich bloggen und davon – ggf. zusammen mit damit verbundenen Tätigkeiten – leben können. Diesem Themenfeld sind die Studenten qualitativ – durch beispielhafte Interviews mit einigen Autobloggern – nachgegangen; dabei wurde bewusst ein enges Themenfeld gewählt, da Blogger und Blogleser je nach Thema höchst unterschiedlich ticken dürften. Ein wichtiger Aspekt dieser Interviews war entsprechend die Beziehung der Blogger zu ihren Lesern.
Wir wissen wenig über die Leser von Blogs
Über die Leser von Blogs und ihre Erwartungen wissen wir wenig. Natürlich wird es da riesige Unterschiede geben. Es dürfte auf die Themen genauso ankommen wie auf die Positionierung eines Blogs: Von einem professionellen Blogger erwarten die Leser vermutlich quasi-journalistische Leistungen (also Kontinuität, Themenabdeckung, Tempo etc.), während einem Hobby-Blogger punktuelle Beiträge zugestanden werden dürften und an die Aufbereitung von Themen vielleicht auch andere Erwartungen bestehen.
Ein weiterer Ausgangspunkt für das Projekt waren Diskussionen zu Blogger Relations, die ich in den vergangenen Monaten mit Autobloggern und Social Media-Verantwortlichen aus der Autozunft hatte. Hier sind wir mehrfach an den Punkt gekommen, dass es gerade aus Sicht von Blogger Relations bei professionellen oder semi-professionellen Blogs spannend wäre, mehr über die Leser zu wissen. Unternehmen könnten Blogs besser beurteilen und im Einzelfall einfacher entscheiden, mit welchen Bloggern sie zu welchen Themen lieber zusammenarbeiten möchten. Ein Hintergrund dazu: Zu vielen Themen gibt es weit mehr Blogger, als Unternehmen systematisch betreuen können. Im Fall eines Autoimporteurs heißt dies zum Beispiel, dass das Budget nur soweit reicht, dass ein Teil der Autoblogger bei einem Event einbezogen werden kann. Das von mir einmal vorgeschlagene Schema zur Bewertung von Blogs wird dort zwar angewandt, doch wäre aus Unternehmenssicht hilfreich, wenn über die Leser der jeweiligen Blogs mehr zu erfahren wäre. Anzunehmen ist natürlich, dass neben Social Media Managern wie angedeutet auch Vermarkter Interesse an Informationen zu Lesern haben.
Blogger, die das möchten, könnten deshalb mit einem genaueren Wissen über die Leser ihr Blog besser an deren Interessen anpassen, vielleicht sogar auch besser vermarkten. Nebenbei: Dass IVW und AGOF für die meisten Blogger kaum etwas bringen dürften, hat Robert Basic neulich ausführlich erklärt.
Ziel: Bloggern helfen, Leserbefragungen zu machen
Dies jedoch nur als Hintergrund. Die Studenten werden sich aus Fragen der Blogger Relations und Vermarktungsfragen heraushalten. Stattdessen haben sie ein etwas einfacheres Ziel: Sie wollen Bloggern helfen, ihre Leser kennen zu lernen. Was diese mit diesem Wissen dann tun möchten, ist eine andere Frage.
Die erwähnten Interviews zeigten: Das Interesse, mehr über die Leser zu erfahren, scheint zumindest bei Autobloggern recht groß zu sein. Die nun online gestellte Befragung unter Bloggern (hier sind jetzt nicht nur Autoblogger angesprochen), soll ein paar weitere Informationsbausteine liefern. Die Ergebnisse dieser Schritte werden dann zusammengeführt. Auf Basis dieser Ergebnisse und kombiniert mit Bausteinen üblicher Leserbefragungen journalistischer Medien wollen die Studenten dann einen Fragebogen entwickeln, mit dem jeder interessierte Blogger eine individuelle Leserbefragung durchführen kann. Dabei ist daran gedacht, einige Fragen vorzugeben, aber jedem Blogger zu ermöglichen, dass er ganz spezielle Fragen zu seinem Blog ergänzen kann.
Am Ende soll eine kleine Plattform entstehen, auf der die Ergebnisse des Projektes und vor allem der Fragebogen unter CC-Lizenz stehen. Dies kann einfach der persönlichen Neugierde dienen. Und Blogger, die möchten, könnten die Ergebnisse ihrer Leserbefragungen mit Daten aus der Webanalyse (z.B. Google Analytics) kombinieren und hieraus so etwas wie Mediadaten basteln.
Ich bin sehr gespannt, wie gut das Projekt funktioniert. In erster Linie ist es natürlich ein Lernprojekt ohne Erfolgsgarantie was das Endergebnis betrifft (ein Lernerfolg sollte sich natürlich in jedem Fall einstellen), gelingt es, freuen wir uns umso mehr. Die Chancen stehen sicher nicht schlecht. Zu klären wird natürlich auch sein, wer dann Interesse hat, die kleine Plattform mitzugestalten und/oder weiter zu betreiben.
Hier nochmal der Link zur Umfrage unter Bloggern.
Textdepot-Archiv: Weitere Beispiele zu Lehrforschungsprojekten:
Content Strategie: Die Unternehmensperspektive
Content Strategie, die Zweite: Nach unserem Barcamp #cosca13 am vergangenen Wochenende, an dem besonders viele Agenturleute beteiligt waren, hat es toll gepasst, das Thema nun mit Unternehmensvertretern zu diskutieren: Das Web Excellence Forum (WebXF) hatte mich zu einem Vortrag zu seinem Fachtag geladen (ich fürchte, die Folien sind nur im Vollbildmodus wirklich gut zu lesen, sorry).
Das Web Excellence Forum ist in meiner Wahrnehmung in Deutschland die wichtigste Arbeitsgruppe zu Onlinekommunikation, wenn es um Vertreter großer Unternehmen und Marken geht. Agenturen schließt die Gruppe aus ihrem Kreis nach meinem Wissen aus. WebXF dient damit dem Erfahrungsaustausch; gleichzeitig werden aber auch gemeinsame Projekte verfolgt, beispielsweise zum Benchmarking oder der Erfolgsmessung der Onlinekommunikation.
Buzzword? Oder nicht?
Die ersten Vorbereitungen zu meinem Vortrag habe ich schon vor einer Weile getroffen, und zwar unter dem Titel “Content Strategie – mehr als ein Buzzword?” Ich muss zugeben, dass ich in den Monaten der Vorbereitung zu unserem Content Strategy Camp oft hin- und hergerissen war, ob das Ganze wirklich mehr ist als ein neues Buzzword, das gerade durch Digitalien getrieben wird. Jetzt, nach unserer Veranstaltung, habe ich das Gerüst meines WebXF-Vortrags mit einigen Eindrücken unserer Diskussionen gefüllt – und das Fragezeichen im Titel gelöscht.
Ja, ich glaube nun wirklich, dass Content Strategie mehr ist als ein Buzzword. Es ist nur nicht etwas völlig Neues. Oder besser gesagt: Es kommt auf den Hintergrund der Person an, die darüber spricht, wie ein Teilnehmer der WebXF-Veranstaltung in einem kurzen Nachgespräch anmerkte. Will heißen: Viele Elemente einer Content Strategie mögen vielen Profis aus der Unternehmenskommunikation nicht neu sein bzw. selbstverständlich angewendet werden. Für Kommunikationsabteilungen, in denen dagegen noch stärker in Printwelten gelebt wird, mögen Dinge wie User Experience oder Datenmodelle – um nur zwei beispielhafte Bausteine einer Content Strategie zu nennen – eher neu sein. Und erst recht für den Online Advertiser oder manchen Pressesprecher.
Content Teams nicht nur für Online

Die Silos – ein wiederkehrendes Motiv in der Diskussion um Content Strategie
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des WebXF-Forums, so war mein Eindruck in der Diskussion, beschäftigten sich letztlich schon lange mit Content Strategie – und vor allem einzelnen Fragen daraus. Natürlich taucht in einer solchen Diskussion unweigerlich der Begriff des Silos auf, also der Frage, inwiefern unternehmensinterne (Abteilungs-)Grenzen sich als Bremsen für eine konsistente Content Strategie darstellen. Zwei Unternehmensvertreter haben davon berichtet, seit wenigen Monaten dezidierte Content-Strategie-Teams aufgebaut zu haben. Hier wird nicht mehr in Kanälen, sondern in Themen gedacht, und die Teams haben – wie es in der Diskussion verlangt wird – den Hut für die Content Strategie auf. Bemerkenswert dabei übrigens, dass hier – im Gegensatz zu einigen Diskutanten in den USA – von vornherein nicht nur Onlinekommunikation, sondern auch z.B. Corporate Publishing und Pressearbeit einbezogen sind.
Content rules – aber Budgets scheinen knapp
Ein anderer – fast unvermeidbarer – Widerspruch kam in der Diskussion auf: Während wir ja oft diskutieren, dass die Onlinekommunikation strategisch immer bedeutsamer wird und in einzelnen Studien sogar die Rede davon ist, dass sich Werbebudgets in Richtung Kommunikation verlagerten, scheint diese Entwicklung bei vielen großen deutschen Unternehmen offenbar noch nicht angekommen zu sein. Zwar gibt es einzelne Beispiele für starke Investitionen in Content, doch nahm ich aus der WebXF-Runde eine andere Grundstimmung mit: Die Kommunikation werde immer komplexer, die Erwartung, immer mehr Kanäle zu bedienen, steige – dabei würden Budgets in den Kommunikationsabteilungen gleichzeitig gekürzt, stellten einige fest und fragten nach einem Ausweg. In Teilen, so argumentierte ich, kann eine Content Strategie hier helfen: Zum Beispiel, wenn erst Bedürfnisse von Zielgruppen und deren Mediennutzungsverhalten genau analysiert werden, um dann klare Prioritäten zu setzen – in Bezug auf die bedienten Kanäle oder den Umfang der Website. Klar scheint mir aber, dass die beste Content Strategie nicht jede falsche Weichenstellung abpuffern kann. Denn letztlich halte ich es für fatal, sollten Kommunikationsbudgets stark unter Druck geraten anstatt ausgebaut zu werden – in einer Welt, in der zum Beispiel der Nerv-Faktor von Werbung zunimmt und die Möglichkeiten, nützliche Inhalte zu entwickeln, zunehmen. Klar ist aber auch, dass es ohne vernünftige Erfolgsmessung nicht geht – die wiederum von der Qualität der Zielformulierung abhängt.
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