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Man könnte doch Beiträge aus einem Blog - oder noch besser: aus mehreren Blogs - zusammenfassen, aber nicht einfach lieblos RSS-Feeds aggregieren, sondern mit redaktionellem Konzept und mit der Idee, eine Marke zu bilden. So ähnlich dachten wohl die Macher von The Issue. Herausgekommen ist ein schön anzusehendes, spannendes Produkt - nennen wir es Blogzeitung. Entdeckt hat das Ganze gestern Robert Basic, der nicht nur Gefallen an der Idee gefunden hat, sondern rasch eine recht positive Diskussion ausgelöst hat. Spannende Überlegungen, bei denen das Konzept vor allem als Präsentationsform für Citizen Journalism diskutiert wird. Zwei ergänzende Gedanken noch dazu:
- Mit einem Modell dieser Art ließen sich vermutlich auch hervorragende Fachmagazine gestalten. Bekanntlich gibt es profilierte Experten, die zu einem Fachthema bloggen, und mein Eindruck ist, dass insbesondere Neulinge in der Welt der Blogs zentrale Anlaufstationen für ihre Themen suchen und sich ihre Lesemenus nicht unbedingt selbst im Reader zusammenbasteln wollen. Eine Blog-Fachzeitung könnte also Unübersichtlichkeit verringern und durch einen konsequent durchgehaltenen Anspruch Qualität sichern. Gleichzeitig ist aber gut vorstellbar, dass solche Fach-Publikationen den klassischen Fachzeitschriften bzw. deren Online-Angeboten deutlich Konkurrenz machen könnten.
- Eine andere Überlegung: Eine solche Blog-Zeitung erscheint mir auch mit Blick auf Corporate Publishing spannend. Ich gehe davon aus, dass in nächster Zeit einige größere Unternehmen eher auf einen Strauß themenspezifischer Blogs oder einen Stall voller Mitarbeiterblogs setzen werden als nur ein Business Blog für Themen aller Art. Mit dem Blog-Zeitungsmodell könnte man für diese fragmentierten Publikationen wiederum ein gemeinsames Dach schaffen, das aus meiner Sicht deutlich attraktiver wäre, als eine schlicht aggregierte Seite wie z.B. hier. Die Idee ginge also dahin, einzelne Kanäle intelligent zusammenzufassen und - auch von der Optik her - eine Art Magazin zu schaffen. Natürlich fragt sich, ob eine solche Corporate Blog-Zeitung irgendjemand interessiert. Ich glaube schon, dass Unternehmen oder NGOs inhaltliche Konzepte entwickeln können, die im beschriebenen Sinne ihre Zielgruppe finden könnten. Zu einem großen Teil dürfte ein solches Blog-Magazin übrigens die Mitarbeiter eines Unternehmens oder Ehrenamtliche einer NGO ansprechen.
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Getaggt: aggregieren, Blogzeitung, Corporate Publishing, Fachzeitschriften, Online-Magazine, RSS
14 November 2007 · 1 Comment
So ärgerlich der Bahnstreik, so spannend diese Idee: Auf Twitter gibt es seit heute nachmittag den Kanal Bahnstreik, in dem aktuelle Infos zum Thema gesammelt werden sollen. Das Besondere: Das Ganze ist als offener Kanal gedacht - jeder kann mitmachen (User: bahnstreik, Passwort: bahnstreik). Aber denke keiner, die Bahn habe das gestartet…
(via OliverG auf Twitter)
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Seit gestern ist Thomas Gigold vor Ort in Frankfurt und bloggt zur Internationalen Automobilausstellung (IAA), die morgen eröffnet wird. Betrachtet man die Zahl der Kommentare im Blog und die Diskussion zum Blog sowie die 19 technorati-Links, so sind die Reaktionen noch nicht gerade hektisch. Nur ein paar Blogger nutzen das IAA-Blog als Quelle, um IAA-Neuigkeiten weiterzutragen; eine Diskussion des Blogs an sich gibt es bis jetzt kaum. Nun denn, dann mache ich mit ein paar ersten Gedanken den Anfang:
Das IAA-Blog ist ein Eventblog. Obwohl Thomas schon einige Wochen vor der IAA einiges darin geschrieben hat und das Blog unter der Adresse des ersten ähnlichen Projektes 2005 fortgeführt wird, bleibt die große Herausforderung, Leser in ein solches Blog zu ziehen. Normalerweise muss sich ein Blog Reputation und Wahrnehmung mit langem Atem verdienen. Auch wenn es für ein endgültiges Urteil zu früh ist: Nach meinem Eindruck müsste noch mehr für die Sichtbarkeit eines Eventblogs getan werden, damit dieses wahrgenommen wird. Anders ausgedrückt: Rund um ein Eventblog sollten sich vielfältige PR-Aktivitäten ranken.
Das Blog wird von BMW finanziert. Es ist also klar eine PR-Maßnahme eines Herstellers, der in einem Teil der Online-Community positiv wahrgenommen werden möchte. Ich schreibe bewusst “in einem Teil der Online-Community”, denn ich unterstelle, dass sich viele schlicht für die IAA nicht interessieren - oder sich an den bekannten Medienmarken, die es ja gerade zum Thema Auto auch im Netz gibt, orientieren.
Thomas Gigold scheint in der Berichterstattung ziemlich frei zu sein. Zumindest ist mir gleich beim ersten Ansteuern des Blogs das Schlagwort “VW” in einer Überschrift ins Auge gestochen. Und auch über andere Hersteller berichtet er. Dennoch wird es vermutlich immer Kritiker geben, denen zu viel BMW im Blog stattfindet. Meine Mini-Statistik: In 9 der letzten 30 Beiträge tauchen BMW oder Mini auf. Ob das viel oder wenig ist, muss jeder für sich beantworten.
Insgesamt geht es im Blog um Neuigkeiten einer Messe, bei der auch BMW präsent ist. Im Prinzip ein Blog, das man auch von der Redaktion einer Fachredaktion erwarten könnte. Überspitzt gesagt wird ein PR-Projekt zur Konkurrenz von Fachmedien. Dies ist eine Entwicklung, die sich nach meiner Einschätzung in den nächsten Jahren noch deutlich verstärken wird - was nichts an der Diskussion zur Unabhängigkeit eines solchen Projektes ändert.
Gleichzeitig wird auf der anderen Seite die Frage nach dem Nutzen des Ganzen gestellt werden. Eigentlich wäre es logischer, wenn die Messegesellschaft oder wegen mir der Automobilverband Sponsor eines Projektes mit genau diesem Konzept wäre und nicht ein einzelner Aussteller. Unabhängig davon ist natürlich die entscheidende Frage, welches Kommunikationsziel BMW mit dem Blog verfolgt und welche Zielgruppe das Unternehmen damit erreichen will und dann auch konkret erreicht. Fragen, über die ich als Außenstehender natürlich nur spekulieren kann. Verglichen mit dem Interesse an BMW-Videos (bis zu 50.000 Downloads pro Clip) scheint mir das Blog bisher jedenfalls noch wenig Wahrnehmung zu genießen. Suchmaschinenoptimierer dürften die Sache positiver sehen. Ein Beispiel: Sucht man in Google nach “BMW ConceptCS” (das ist der Name eines auf der Messe vorgestellten Modells), so steckt schon hinter dem ersten Treffer im Moment das IAA-Blog. Das kann schon auch etwas wert sein.
Soweit meine zwei Cent - bin gespannt, wie sich das Blog entwickelt - und die Diskussion um Eventblogs.
Vielleicht sollte ich nachtragen: Ich halte Eventblogs grundsätzlich für eine attraktive Idee, denke aber, hier gibt es noch besonders wenig Erfahrung bzw. verallgemeinerbare Erkenntnisse.
Ähnliche Artikel aus dem Textdepot:
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Wieder mal ein Dienst von Google, den ich bisher noch nicht beachtet hatte: Google Zeitgeist. Wirft schon seit Monaten nette kleine Ranglisten aus, die zeigen, welche Suchwörter in einzelnen Ländern besonders oft verwendet werden. “Erdbeertorte”, “Rap” und “Oktoberfest” standen in Deutschland im Mai in den Top Ten - nur zur Erklärung der seltsamen Überschrift dieses Posts. Erbeertorte? Oktoberfest? Im Mai? Gibt’s nichts Wichtigeres zu suchen?
Und jetzt warte ich mal ab, ob das Verwenden dieser Begriffe ganz neue Leser hierher führt (vermutlich kaum, schließlich gibt’s zu diesen Schlagworten viele, viele Seiten im Netz). Sollte jemand hier doch nach Erdbeertorte, Rap oder Oktoberfest suchen, so entschuldige ich mich und bitte um Nachsicht für dieses kleine Experiment. Vielleicht hilft das hier, dies oder jenes weiter.
Noch eine Randbemerkung: Mich hat erstaunt, welch große Rolle die Suche nach Marken in Indien spielt. Dort sind FedEx, Ford Fiesta, Nikon, Pepsi unter den Top Ten. Da lacht das Herz der SEO-Experten…
(via PR Professionell)
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Auch das noch: Sabine Christiansen wird zum Avatar in Second Life und will dort eine Sendung machen, schreibt die Welt. Für eine Vertreterin eines Massenmediums sicher eine ganz neue Erfahrung - vermute, das SL-Publikum wird erstmal recht überschaubar bleiben. Aber im Gegensatz zum Broadcasting sollen die Zuschauer mitreden können. Das wird spannend.
Ach ja, noch ein SL-Häppchen: Das Textdepot ist ebenso wie die PR-Fundsachen oder das PR-Journal seit einer Weile auch in SL lesbar - über eine Blogroll, die die Agentur Trimedia auf ihrer Insel eingerichtet hat. Das schmeichelt mir natürlich, auf der anderen Seite bin ich mir nicht sicher, ob SL-Besucher wirklich ein RL-Blog lesen wollen 
Categories: Experimente · Medien
Ich weiß schon, einige Leute sind - vielleicht verständlicherweise - schon ziemlich genervt oder verständnislos, wenn sie nur das Wörtchen Twitter hören. Wobei ich ja finde, dass man eine neue Sache nicht gleich wegen ihres gegenwärtigen Zustandes abtun sollte, sondern darüber nachdenken kann, wie sie sich entwickeln könnte. Also - da ich vor ein paar Tagen nun einmal damit herumzuspielen begonnen habe, fühle ich mich in der Bringschuld, über ein paar Einschätzungen, vermischt mit meinen Erfahrungen, zu berichten - wie schon viele andere vor mir auch. Ich will dabei auf drei Aspekte eingehen: Twitter in Journalismus, PR und sozialen Netzwerken.
1. Twitter und (Online-)Journalismus: Die BBC führt vor, wohin das führen kann. Sie hat auf Twitter (mindestens) zwei Kanäle eingerichtet, nämlich BBCworld und BBCtech. Wer möchte, kann die News der BBC quasi abonnieren. Dabei handelt es sich genau genommen um Teaser zu den wirklichen News. Wobei mir diese häufig für eine erste Information genügen. Auf 140 Zeichen hat ein bisschen mehr als eine Headline und ein Link zur kompletten Story Platz - eine schöne Übung übrigens, diese Teaser zu schreiben. Im Moment leistet sich die BBC extremes Micropublishing: BBCworld haben knapp 300 Leute, BBCtech etwa 350 abonniert. Aber das Ganze ist ja in einem frühen Laborstadium. Was mir daran gefällt: Diese Twitter-News sind im Web publiziert, per RSS abonnierbar, von Suchmaschinen schnell indiziert und ich kann mir - wenn es mal noch mehr redaktionelle Anbieter gibt - ein schnell verfügbares News-Menu zusammenstellen. Und besonders schön ist natürlich, dass das Ganze auf Wunsch direkt per SMS auf’s Handy geliefert wird. Womit Redaktionen ein kostenloses Tool für zwei Ausspielkanäle - Web und Mobilfunkt - haben. Zero-Budget Crossmedia
Selbstredend kann man Twitter-Posts per Widget wiederum auf der eigenen Website einbinden bzw. Dritten dies erlauben - was dem Betreiber einer Website Aktualität und dem Absender der News zusätzlichen Traffic bescheren kann.
2. Twitter und PR: Hier gilt zunächst Ähnliches wie unter Punkt 1, nur, dass es um einen andern Absender geht. Eine konkrete Anwendung: Apple twittert schon fleißig, verweist z.B. auf neue Patente, Presseinfos oder Software-Releases. Ein Unternehmen kann also via Twitter News oder Aktionen kurz anreißen. Offen ist aus meiner Sicht, ob die geringe Zahl von 9 Abonnenten an mangelnder Wahrnehmung oder nicht vorhandener Akzeptanz solcher Twitterei liegt - ein Urteil kann man sich nach zwei Tagen sicher aber noch nicht erlauben. Mittelfristig könnte ich mir in der PR unterschiedliche Kanäle eines Unternehmens vorstellen - etwa einen für Investor Relations (wunderbar: so bringt man ad hoc-Meldungen unters Volk!), einen für Journalisten und vielleicht einen Unterhaltungskanal mit Hinweisen auf Gewinnspiele, Votings etc. Der Campaigning-Einsatz von John Edwards dagegen überzeugt mich bisher nicht wirklich, v.a., weil ich es nicht rasend spannend finde, zu erfahren, wo er gerade in ein Mikrofon spricht. Wunderbar müsste sich Twitter übrigens für das Campaigning von NGOs eignen, die so rasch Aufmerksamkeit herstellen oder Aktionen koordinieren könnten.
3. Twitter und mein persönliches Netzwerk: Das ist der Punkt, der normalerweise diskutiert wird, wenn es um Twitter geht: Die meisten User berichten, was sie gerade tun. Das kann furchtbar trivial sein, d’accord. Es ist einfach nicht spannend, zu erfahren, dass irgendjemand, der mit mir vertwittert ist, gerade Kaffee kocht. Sehr spannend dagegen ist für mich, womit sich die Leute meines Netzwerkes gerade in ihrer Arbeit beschäftigen. So erfahre ich von neuen Ideen und Projekten oder bekomme Hinweise zu aktuell veröffentlichten Artikeln. Wenn das Netzwerk gut funktioniert, kann das also ein wirklicher Gewinn sein. A propos: Und wenn ich gerade mal mit einer Aufgabe nicht weiterkomme, kann ich kurz nach Ideen in mein Netzwerk rufen - crowdsourcing, wie das so schön heißt. Und wie es sich für eine Web 2.0-Anwendung gehört, ist es unglaublich einfach, über Twitter ein Netzwerk aufzubauen, das eben im Gegensatz zu den Lesern meines Blogs vollkommen transparent ist - mit allen Vor- und Nachteilen natürlich. Wer sich für mein Tun und meine Projekte interessiert, nimmt mich auf seine Liste, und ich tue es mit anderen genauso. Wobei das für mich nur funktioniert, wenn ich englisch twittere und das Netzwerk (und damit die Zahl der Posts) überschaubar bleibt.
Nachtrag: Beim Webworkblogger gibt’s ein prima Twitter-Handbuch für Einsteiger.
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Together with my students I had the opportunity to play a bit with Edelman’s Storycrafter, a CMS helping to build Social Media News Releases. Beside playing and giving feedback to Edelman we published our first SMNR with StoryCrafter. Additionally we published a hand-made SMNR for comparison. The hand-made way is quite flexible but it wouldn’t be useful to manage a bunch of SMNR.
If you like to have more information on the StoryCrafter itself please refer to Robert French whose students also played with it. Over there I gave some impressions in German.
>> Das Textdepot: Social Media News Release: Unsolved Problems
Categories: Experimente · Online-PR · Socialweb · Tools · english
Also irgendwie bin ich jetzt schon etwas genervt: Vor gut drei Monaten habe ich bei technorati ein paar Watchlists und bei Google Blog Search einige Blog Alerts eingerichtet. Sinn der Sache: Beide Blogsuchmaschinen wollen es ermöglichen, dass man beliebige Suchabfragen automatisiert ablaufen lässt und die Ergebnisse per RSS abonniert. Und was kommt raus? Großer Käse.
Eigentlich dachte ich, es sollte gar nicht so schwer sein, bei den beiden größten Anbietern der Blogsuche, ein paar Themen zu abonnieren. Ist es eigentlich auch nicht. Und so habe ich bei Google z.B. das Schlagwort “Nonprofit-PR” abonniert, ebenso “Online-PR” und “Pleil”. Die letzteren habe ich zum Vergleich auch bei technorati abonniert, hinzugenommen habe ich dort noch “Onlinejournalismus Darmstadt”. Doch die Enttäuschung: Die Ergebnisse beider Suchmaschinen sind absolut nicht nachvollziehber und erscheinen im Dauertest ziemlich zufällig. Seltsamerweise finden sie zum großen Teil auch ganz Unterschiedliches. Heute lieferte mir technorati unter “Journalismus Darmstadt” Posts, die älter als zwei Monate waren, unter “Pleil” war das jüngste Post vom 22.12, bei Google gar vom 16.11.. Hey, ich habe seitdem einiges geschrieben und kommentiert. Seltsam auch: Alle paar Tage tauchen Ergebnisse in meinem Reader auf, die mir die beiden Gesellen schon Tage zuvor serviert haben.
Aber auch die manuelle Suche ist nicht viel besser: Gebe ich “Thomas Pleil” (ja, das klingt eitel, aber da weiß ich wenigstens, was gefunden werden sollte) in Google Blog Search ein, ist auch dort das neueste Post vom 22.12. Bei diesem Vergleich ist mir mehrfach aufgefallen, dass eine direkte Suche in den Maschinen wesentlich aktuellere Ergebnisse liefert als der RSS-Feed. Wobei auch diese Ergebnisse noch nicht zufrieden stellen.
All das bestärkt leider meine schon zuvor nicht allzu gute Meinung von diesen Blogsuchmaschinen (die übrigens Kommentare in Blogs generell auszuklammern scheinen.) Wenn ich PR-Praktiker wäre, der wissen möchte, was über mein Unternehmen oder meine Marke geschrieben wird, dann wäre ich mit diesen Tools ziemlich hilflos.
Hat jemand ähnliche oder andere Erfahrungen gemacht?
Disclaimer: Grundlage dieses Beitrags ist keine systematische und wissenschaftlich haltbare Inhaltsanalyse, sondern Erfahrungen aus dem täglichen Arbeiten mit den genannten Tools.
>> Blog Rankings: Vorsicht, PR-Falle!
Categories: Experimente · Tools
10 November 2006 · 1 Comment
Mein Spieltrieb bringt mich immer wieder dazu, ein paar Tools auszuprobieren. In den letzten Wochen habe ich nun mit ein paar Tools aus der Google-Welt zu spielen begonnen. Gmail-User bekommen oben links immer angeboten, auch den Kalender oder Docs und Spreadsheets zu nutzen. Eine Wikifunktionalität kommt demnächst dazu.
Den Kalender nutze ich inzwischen gern. Gut gefällt mir vor allem das rollenbasierte Konzept: Ich kann also einen privaten Kalender führen, einen gemeinsam mit einer studentischen Projektgruppe etc. Allerdings hakt das Ding manchmal: Zwei von 20 Studenten konnte ich trotz mehrfacher Versuche nicht für einen eigens geschaffenen Kalender freischalten. Die anderen 18 können aber eigenständig Termine eintragen, und wir sparen uns z.B. mühsame Diskussionen, wer wann ein Referat macht oder einen Job übernimmt.
Meine Eindrücke von Google-Docs (ehemals Writeley) in ein paar Stichworten:
Gut gefällt mir:
- die Zusammenarbeit, inkl. Versionskontrolle und RSS für Überarbeitungen, das hat schon etwas von einem Wiki. V.a. kann ich entscheiden, mit wem ich an einem Dokument arbeiten will
- Veröffentlichungsmöglichkeit, entweder im eigenen Blog (sogar inklusive Tags) oder unter einer Google-URL
- Hochladen von Word-Dokumenten bzw. Speichern von Google-Docs im Word-Format sind ok. Außerdem kann man ein Dokument als RTS, pdf, OpenOffice oder HTML speichern.
- Dokumente werden recht oft automatisch zwischengesichert. Wenn ich es richtig sehe, sollte man aber ein frisch angelegtes Dokument gleich einmal manuell zwischensichern
- Wie auch die Spreadsheets kann ich Docs mit Tags versehen, das wünsche ich mir für mein Windows-Dateisystem schon lange - endlich wäre ich die dämlichen Ordner los.
- Ich kann in jedem Internet-Café Excel- oder Word-Attachments öffnen und weiterbearbeiten - auch wenn Office nicht installiert ist - und: ich kann die neuen Versionen einfach im Web speichern.
- Man kann sogar im Dokument kommentieren, das erleichtert die Zusammenarbeit
- Umbenennen ist ganz einfach: Nur auf den Dateinamen klicken
Nicht gut gefällt mir:
- Wenn der Browser zur Unzeit abstürzt, sind die letzten Änderungen weg. Word hat dagegen eine Recovery-Funktion. Abhilfe: Die Erweiterung “Session Manager” des Firefox hat mich auch hier schon gerettet
- Formatierungen aus Word wird Google Docs zum großen Teil nicht mehr los
- Eine Zeile füllt standardmäßig das gesamte Fenster, wenn ich kürzere Zeilen will, muss ich den Umweg über Tabellen machen
- Es gibt keine Dokumentenvorlagen
- Ich kann die Ansichtsgröße nicht verändern
- Als häufiger Bahnfahrer (vulgo: Offline-Arbeiter) muss ich natürlich daran denken, Dokumente manuell herunterzuladen, damit im Zug dann daran weiterarbeiten kann
Ist das Ganze also mehr als eine Spielerei? Kommt sehr auf die Anforderungen des einzelnen an. Wer häufig Briefe schreibt und dazu auf Dokumentenvorlagen zurückgreifen muss, wird wenig Freude damit haben. Die Zusammenarbeit im Team ist dafür für viele interessant, v.a., wenn sie außerhalb eines großen Unternehmensnetzes arbeiten. Als ich selbständig war und mit anderen Freiberuflern kooperiert habe, hätte ich mir solche Funktionen gewünscht. Hauptproblem: Es gibt viele Lösungen dieser Art, und man muss sich auf eine einigen.
Weitere Infos:
>> Hendriks Blog: Auch ein Erfahrungsbericht zu Writeley
>> Drei Online-Office-Alternativen zur Google-Welt: ThinkFree, Zoho (inkl. Powerpoint-Alternative) und - demnächst - Mindquarry
P.S.: Dieser Beitrag ist mit Google Docs geschrieben und von dort ins Blog übernommen worden. Update: Das klappt erstaunlich reibungslos, allerdings sind ein paar Break-Befehle nicht übernommen worden. Der Text ist auch im Google-Web unter der Adresse http://docs.google.com/View?docid=dcpk5cmf_2dqjjh5 veröffentlicht.
Categories: Experimente · Tools
Vor einiger Zeit habe ich nebenan ein paar Gedanken zu den Möglichkeiten von Social Bookmarking in der PR niedergeschrieben (hier auch). Deshalb fand ich es eben besonders spannend, dass ich in den frischen Bookmarks (also auf der Startseite) bei Mr. Wong Folgendes fand:

Hinter eWeezle steht übrigens ProMarkt - und der Mr. Wong-User, der das abgespeichert hat, Ralf Belusa (Blog), ist Mitglied der Geschäftsleitung der Promarkt Online GmbH, der hier offensichtlich Social Bookmarking zum Recruiting einsetzt und Leute gewinnen will, die den Onlineshop technisch weiterentwickeln und Content produzieren. Dass sich solche Leute in Social Bookmarking-Diensten tummeln, liegt nahe.
Ein spannendes Experiment - wobei natürlich die entscheidende Frage ist, wie die anderen User solcher Bookmarking-Dienste darauf reagieren. Wird das als eine neue Art des Spams wahrgenommen oder eher als positive Möglichkeit der Vernetzung? (Mir gefällt die Idee.). Und natürlich ist spannend, ob ProMarkt auf diese Weise Mitarbeiter gewinnt.
Wie sehen Sie das? Und: Kennen Sie ähnliche Beispiele?
Categories: Experimente · Lesetipps · Online-PR
Neulich hatte ich berichtet, dass ich auf Basis von Blogdigger ein kleines Experiment gestartet habe, die PR-Welt. Wer möchte, kann den Feed zu PR-Themen ergänzen oder bereinigen. Soweit die Idee. Doch gerade sehe ich, dass der Blogdigger-Feed noch immer Feiertag hat und zuletzt am dritten Oktober akualisiert wurde. Das ist natürlich nicht so doll. Schon ein paar Mal hatte ich das Gefühl, dass dieses System gelegentlich unter Schluckauf leidet. Damit ist das Tool wohl weniger geeignet, um aus verschiedenen Feeds eine Art Themendienst zu basteln.
Wenn ich ein bisschen Muße habe, werde ich eine andere Plattform suchen. Vielleicht was mit Pageflakes oder Crispynews…? Vorschläge sind willkommen.
Categories: Experimente · Tools