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After the conference re:publica in Berlin the Twitter hype has been reaching Germany, too. The number of users is rising faster than before and some days ago the first German Twitter charts (based on the number of followers) have been published. But this week two occurrences also showed to PR people that they should care about Twitter:
- The Comcast-story showed that Twitter monitoring (and reacting on relevant Tweets) could be very reasonable (via). It is obvious, that Twitter can be used as an early stage warning system for organizations - in other words: If you talk about blog monitoring you should include Twitter monitoring, e.g. based on keyword searches. Even more since the story spreat from Twitter to blogs to mass media.
- The second story concerns identity: Yesterday many German Twitterati and Bloggers reported a Hamburg based newspaper (Hamburger Morgenpost - MoPo) started to use Twitter. But today, we learned: It is a fake account. Someone grabbed the account www.twitter.com/mopo and uses it as a tool of guerilla communication - including the logo of MoPo and a link to the official website. The background is a conflict between the publisher and the editorial staff of MoPo.
The MoPo story shows four things to me:
- Twitter can be used in campainging very well,
- information may spread very quick - not only within Twitter but also within further channels,
- many users trust their first and quick impression (concerning identity and content),
- and a similar story might happen to nearly every company which hasn’t registered an account with its name (and this problem doesn’t concern only Twitter). Ehm, I refrain from registering Twitter accounts for any company.
I have to admit: These cognitions aren’t new at all - but concerning services of the social web it would be useful if PR people won’t forget them…
If you wish to do so you can follow me on Twitter here. Without any fake.
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Getaggt: Comcast, fake, monitoring, MoPo, PR, trust, twitter
Die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom hat eine Studie zur Nutzung von Social Networks auf der Insel vorstellt (pdf-Download). Die Nutzungszahlen sind beeindruckend: 22 Prozent der über 16Jährigen nutzen Social Networks und haben irgendwo mindestens eine Profilseite eingerichtet, unter den 8 bis 17-Jährigen ist es sogar die Hälfte. Doch abgesehen von den Quantitäten finde ich die Ergebnisse der qualitativen Forschung interessant. Die Forscher haben verschiedene Nutzertypen von Social Networks herausgearbeitet:
- “Alpha Socialisers (a minority) – people who used sites in intense short bursts to flirt, meet new people, and be entertained.
- Attention Seekers – (some) people who craved attention and comments from others, often by posting photos and customising their profiles.
- Followers – (many) people who joined sites to keep up with what their peers were doing.
- Faithfuls – (many) people who typically used social networking sites to rekindle old friendships, often from school or university.
- Functionals – (a minority) people who tended to be single-minded in using sites for a particular purpose.”
Die häufigsten Gründe, die Finger von Social Networks zu lassen, sind Sicherheits- und Datenschutzbedenken, technische Unerfahrenheit und die bewusste Ablehnung, vor allem, weil sie als Zeitverschwendung gesehen werden.
Für viele Nutzer von Social Networks haben diese nicht nur die Funktion, existierende soziale Netze abzubilden und zu pflegen, sondern auch, diese zu erweitern. Letzteres gilt umso mehr, je jünger die Nutzer sind: Etwa jeder fünfte der 16 bis 24-Jährige Nutzer kontaktiert in den Social Networks auch Personen, die er bisher noch nicht kennt. Bemerkenswert finde ich auch die Bindungskraft solcher Plattformen: Jeder zweite Nutzer loggt sich mindestens alle zwei Tage in sein(e) Netz(e) ein. In Gruppendiskussionen zeigte sich übrigens, dass Datenschutz und Privatheit von vielen Nutzern zunächst nicht thematisiert und als Problem wahrgenommen werden. Wenn ich die Zusammenfassung der Diskussionen richtig interpretiere, lässt sich dies vor allem mit einer gewissen Naivität begründen.
(via mediations)
Ähnliches im Textdepot:
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Getaggt: Großbritannien, Ofcom, Social Networks, Studie
Was mich immer wieder beim Lesen meiner Feeds fasziniert, ist die gefühlte Gleichzeitigkeit der Informationen. Da lese ich, dass Pepsi zur Fußball-EM ein Social Network geschaffen hat, steige kurz in die Diskussion ein, ob Marken mit solchen Ideen überhaupt Blumentöpfe gewinnen können (ich bin skeptisch) - und kehre zurück zu meinem Feedreader. Und was finde ich dort? Die Information, dass allein auf der Social Networking Plattform Ning mehr als 200.000 Social Networks laufen, schon bald sollen es 300.000 sein. Wenn das keine passenden Mosaiksteinchen sind…
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Getaggt: Pepsi, Social Networks
Zwei Themen bewegten heute auffällig viele Blogger: Die neuen AGB des StudiVZ, die in Augen von Kritikern nur den Schluss lassen, seinen Account schnellstmöglich zu löschen und eine Ankündigung von Google, die sich wie ein Frontalangriff auf Wikipedia liest. Zu StudiVZ wurde schon allerorten und viel geschrieben. Kurzfassung: Es wird mit je nach Leseart grenzwertigen oder grenzüberschreitenden Mitteln versucht, Geld mit den vielen Mitgliedsdaten zu verdienen. Hierzu kann sich jeder sein eigenes Bild machen. In der Diskussion um das Google-Projekt Knol kommt mir jedoch eine Frage zu kurz: Missbrauchen die ihre Macht?
Worum geht es? Google möchte eine Plattform aufbauen, auf der jeder zum Experten werden und Artikel zu beliebigen Thema schreiben kann. Also eine neue Online-Enzyklopädie. Allerdings ohne Wiki-Gedanke - sprich: Die Artikel können kommentiert und bewertet werden, aber die Autoren werden stark in den Vordergrund gerückt. Das Kalkül ist einfach: Die Knol-Autoren können digitale Reputation erwerben, und das ist natürlich einiges wert und könnte viele motivieren mitzumachen. Sogar ein paar Werbeeinnahmen winken. Neben Hobbyautoren und echten Experten dürften sich in diesem Umfeld bald eine Menge SEOnauten tummeln. Ob SEO-Artikel in Knol durch Bewertungen und Kommentare zuverlässig relativiert werden, bezweifle ich - spätestens, wenn man sich thematisch im Long Tail bewegt, dürfte vieles unbeobachtet bleiben.
Noch seltsamer erscheint mir aber: Ein marktdominierender Suchmaschinenbetreiber wird hier zum Informationsanbieter. Der sogar ganz offen zugibt, dass die auf der eigenen Plattform produzierten Informationen in der hauseigenen Suche bevorzugt werden sollen. Damit überschreitet Google für mich eine Grenze: Denn bisher hatte Google wie jeder Suchmaschinenbetreiber vor sich her getragen, alles zu tun, um möglichst gute Suchergebnisse zu liefern - zumindest der Anschein versuchter Neutralität dürfte in den Köpfen der meisten Nutzer existieren. Werden nun aber eigene Inhalte bevorzugt, wird das Prinzip Suchmaschine in meinen Augen ad absurdum geführt. Irgendwie erscheint mir das, wie wenn ein Automobilhersteller eine wichtige Autobahn kaufte und für die Fahrer seiner Marke die Überholspur reservierte.
Ob diese Google-Idee von den Nutzern akzeptiert wird? Mir scheint es, als ob gerade viel zu viele Online-Läden ihre Grenzen austesten wollen - ob sie nun Google, Facebook oder StudiVZ heißen. Aber klar, der Druck, endlich mal Geld zu verdienen (oder noch mehr), wächst.
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Getaggt: Facebook, Google, Grenzverletzung, Knol, Missbrauch, SEO, StudiVZ, Wikipedia
Heute Vormittag war ich nahe dran, meinen Facebook-Account ein für allemal zu löschen - nachdem ich dies gelesen habe. Ich habe keine Lust, laufend unter Beobachtung zu stehen, und das sogar, wenn ich in den Einstellungen zur Privatsphäre ausdrücklich widersprochen habe, dass Daten z.B. zu meinem Online-Shopping-Verhalten an das Social Network geliefert werden. Dass ich nun bis auf Weiteres doch drin bleibe, liegt an einer netten Entdeckung: Eine Firefox-Extension, mit der sich u.a. der Datenfluss von anderen Websites hin zu Facebook unterbrechen lässt (Anleitung). Regelmäßig Cookies löschen und den “Remember”-Button nicht zu aktivieren, ist auch sinnvoll, wie Wired schreibt. Dort steht die ganze Geschichte etwas ausführlicher.
Aber um es ganz klar zu sagen: Die Firefox-Extension ist noch kein Grund, die Politik von Facebook zu akzeptieren. Lediglich, um eine Bewährungsfrist einzuräumen.
[Update 6.12.07: Endlich ist Facebook zurückgerudert, kein tolles Beispiel für Krisen-PR, aber für die Macht der User/Kunden] .
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Getaggt: Überwachung, Beacon, Datenschutz, Facebook, Social Networks

Gerade eben bin ich (nach langer Zeit) wieder bei Spiegel Online gelandet. Liebe Leute: So schnell komme ich da nicht mehr vorbei. Warum? “2010 droht der Infarkt des Internet” plärrt mir als Aufmacher entgegen. Was steckt dahinter? Mal wieder eine Studie. Und ihre Ergebnisse werden von SpOn treu und brav zusammengefasst. Mehr nicht. So, so. Hatte ich nicht gestern schon was dazu gelesen?
Richtig, bei netzpolitik zum Beispiel:
“Man sollte sie aber hinterfragen. Dann findet man heraus, dass Lobbyorganisationen dahinter stehen, die diese Zahlen ganz bewusst in die mediale Debatte werfen.Man nennt das auch “Astroturfing“. Diese Organisationen werden finanziert von Telekommunikations-Unternehmen, die ein Interesse daran haben, die Kontrolle über das Netz zurück zu gewinnen. Und schon ist man mitten drin in der Diskussion rund um Netzneutralität. In diesem Fall werden die Zahlen genutzt, um von der US-Regierung mehr Steuergelder und vor allem Zugeständnisse beim Abbau von Netzneutralität zu bekommen.”
Ganz ähnliche Hinweise gab es zuvor schon bei Save the Internet, wo eine vergleichbare journalistische (Nicht-)Leistung zu dieser Studie bei USA today kritisiert wurde. Hier gibt’s noch einen dritten kritischen Bericht.
Ehrlich gesagt bin ich langsam ziemlich gelangweilt von all den “Studien”, die einem jeden Tag um die Ohren gehauen werden. Ein großer Teil von ihnen ist schlichtweg interessensgesteuert, und ich frage mich, warum das noch immer so gut funktioniert. Hat es sich noch nicht in die Redaktionsstuben herumgesprochen, dass Studien bei Lobbyorganisationen als Geheimtipp für erfolgreiche Interessensvertretung gelten?
Anscheinend nicht: Während manche Redaktionen schnell mal eine Medienpartnerschaft eingehen, um eine Studie exklusiv auf den Titel heben zu dürfen, kann ich im aktuellen Fall des SpOn-Artikels keine kritische Auseinandersetzung mit der Studie selbst erkennen. Hat der Autor sie überhaupt in der Hand gehabt? Nicht einmal die zitierte Internet Innovation Alliance wird vorgestellt. Auch scheint es keine Recherche zu den Reaktionen auf die Studie gegeben zu haben. Das wäre mit zwei banalen Google-Abfragen möglich gewesen. Fazit: Sobald irgendwo “Studie” draufsteht, mit ein paar Zahlen hantiert wird, stehen alle redaktionellen Pforten offen. Dass das auch für den Aufmacher von SpOn gilt, ist da nur eine kleine Enttäuschung mehr.
Update: netzpolitik hat sich angeschaut, wie andere Medien mit der selben Studie umgehen
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Getaggt: Astroturfing, Internet, schlechte Recherche, SpOn, Studien
Dass das Füttern von Suchmaschinen und das Produzieren von E-Mails die am häufigsten genutzten Internet-Aktivitäten sind, bestätigen Nutzungsstudien zum Internet seit einigen Jahren. Nun bin ich jedoch über den dritten Rang überrascht: Hier steht die Kommunikation in Social Networking Sites, wiederum gefolgt von Instant Messaging und Musik herunterladen. Zu diesen Ergebnissen kommt jedenfalls eine Studie der European Internet Interactive Advertising Association (eiaa), die gerade veröffentlicht wurde. 42 % der europäischen Internetnutzer seien demnach in Social Networks zu finden, und 27 % der Internetnutzer beteiligen sich laut der Studie an (Produkt-)Bewertungen oder -Besprechungen. Ebensoviele beteiligten sich an Foren. Für die Autoren der Presseinformation zu den eiaa-Zahlen ist die Schlussfolgerung klar. Sie sprechen von:
“… further evidence of just how powerful word of mouth can be on the web.”
Ebenfalls bemerkenswert: Erstmals gibt es mit den 16-24Jährigen eine Nutzergruppe, die das Internet intensiver nutzt als das Fernsehen:
“82% of this younger demographic use the internet between 5 and 7 days each week while only 77% watch TV as regularly (a decrease of 5% since last year). 16-24 year olds also spend 10% more time surfing the internet than sat in front of the television and almost half (48%) claim their TV consumption has dropped off as a direct result of the internet.”
Quer durch alle europäischen Zielgruppen sind nach der Studie Nachrichten, regionale Informationen (!) und Reiseinformationen die beliebtesten Angebote im Netz - wobei die Deutschen zwar auch Nachrichten an erster Stelle, aber Preisvergleichsangebote und Auktionsplattformen an zweiter und dritter Stelle sehen.
Für die Studie wurden in Europa etwa 7.000 zufällig ausgewählte Personen telefonisch befragt, 1.000 davon in Deutschland. Die Liste der genutzten Internet-Aktivitäten und der hohe Anteil von Social Networking, IM etc. erstaunt mich jedoch. In der deutschsprachigen eiaa-Presseinfo wird etwas differenziert: Danach sind 37 % der deutschen Onliner und 51 % der anderen europäischen Nutzer in Social Networks. Zum Vergleich: Die aktuelle ARD-/ZDF-Onlinestudie kommt zu dem Ergebnis, dass gerade einmal 9 % der deutschen Internet-Nutzer in Onlinecommunities anzutreffen sind. Bei genauerem Hinsehen entdecke ich eine mögliche Teilerklärung für die enorme Diskrepanz: Die ARD-/ZDF-Studie fragt nach regelmäßiger Nutzung (”mindestens einmal in der Woche”), während es bei der eiaa eine solche Einschränkung nicht zu geben scheint. Eine ähnlich wundersame Diskrepanz findet sich auch zum Thema Onlineshopping: Laut eiaa (pdf, vgl. S. 11) shoppen 78 % der europäischen Onliner im Netz, laut ARD/ZDF tun dies aber nur 13 % der deutschen Onliner regelmäßig. Mir ist bewusst, dass der Vergleich zwischen den Studien etwas hinkt, doch scheint es mir wichtig, die jetzt herausgegebenen Zahlen mit anderen Ergebnissen zu kontrastieren.
(via PR-Journal)
Nachtrag, 14:00: Neville verweist via Twitter auf eine Jupiter-Studie, nach der die Briten die aktivsten Nutzer von Social Networking Sites seien - allerdings sind es dort nach Jupiter knapp 20 % der Onliner - ein weiterer Grund, die eiaa-Zahlen zu hinterfragen…
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Categories: Netz-News
Getaggt: ARD/ZDF-Onlinestudie, eiaa, Internetnutzung, Studie
Na sowas: Am kommenden Dienstag (25. September) sollen bei IBM die Streikposten aufziehen. Nein, nicht vor den realen Werkstoren (gibt’s wahrscheinlich gar nicht), sondern bei IBM im Second Life. Boing Boing:
“”Italian workers with IBM are protesting a $1,377 paycut, and they’re organizing a September 25th protest in Second Life, where IBM has a large corporate campus and marketing site. (The company’s UK division has been using SL as a ‘3D web’ development platform for over a year.)”
Und nun hat sich eine italienische Gewerkschaft der Idee des virtuellen Protests verschrieben und erwartet ein paar hundert Avatare, die flashmobähnlich Leben in die schöne Avatar-Welt bringen sollen. Mehr dazu hier. Und wie das Ganze für die Streik- (oder Demo-?)Willigen funktioniert, sieht man dort. Mich wundert allerdings, dass die Resonanz auf die Aktion bislang weitgehend im Netz bleibt. Wird sich bestimmt noch ändern

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VW möchte mit rechtlichen Schritten die Identität eines YouTube-Users herausbekommen und gegen diesen vorgehen. Der Hintergrund: Unter Pseudonym hatte ein User des Social Networks einen Werbespot von Volkswagen parodiert und dabei Nazi-Anklängen hineingebracht. VW hat zunächst dafür gesorgt, dass der Clip von YouTube verschwunden ist. Nun will das Unternehmen die Verletzung seiner Urheberrechte am Werbespot reklamieren.
Eine schwierige Sache: Natürlich ist einzusehen, dass ein Unternehmen einen solchen Film nicht im Netz sehen möchte und dagegen vorgeht. Die Idee, YouTube zwingen zu wollen, die Identität des verantwortlichen Users offen zu legen, dürfte jedoch eine größere Diskussion um die Privatsphäre der Nutzer von Social Networks auslösen. Hier ist die Frage, wie sicher die Identität eines Nutzers bei solchen Plattformen ist. Und - unabhängig von rechtlichen Fragen - finde ich schon diskussionswürdig, ob ein Unternehmen, das selbst Plattformen wie YouTube aktiv für seine Kommunikation nutzt, gut daran tut, diesen juristischen Weg zu gehen. Dass das Video verschwindet, hätte wahrscheinlich auch schon genügt. Kann mir gut vorstellen, dass das Ganze für die Reputation des Unternehmens noch zum Bumerang wird (via wired).
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Die neueste ARD/ZDF-Online-Studie ist veröffentlicht. Die ausführliche Vorstellung gibt’s wie immer in den Media Perspektiven. Wichtige Ergebnisse: Das Wachstum bei der Internet-Nutzung ist bei Frauen und Silver Surfern am größten (der - statistische! - Nachholbedarf legt dies auch nahe). Und:
“Das Internet dient der Mehrheit der Anwender weiterhin vor allem der Informationsbeschaffung. Ein Unterhaltungsmedium, das in Konkurrenz zum Fernsehen und Hörfunk steht, ist das Internet für die Wenigsten. So charakterisieren drei Viertel der Onliner (72 %) ihren Umgang mit dem Internet als überwiegend informationsorientiert. Für 14 Prozent der Onliner steht die Unterhaltung im Netz an erster Stelle.”
Interessant für Informationsanbieter: Gefragt sind besonders
- aktuelle Nachrichten
- Service- und Verbraucherinformationen
- regionale Informationen
Klingt fast nach einem redaktionellen Konzept für ein Online-Magazin
(via Wortfeld)
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Immer mehr Unternehmen und NGOs erkennen die Bedeutung von Weblogs und anderen Social Media-Anwendungen und integrieren diese in ihr Issues Management. Sinn der Sache ist zu erfahren, welche jeweils relevanten Themen gerade diskutiert werden und natürlich, was über die eigene NGO, das eigene Unternehmen, dessen Marken oder Manager z.B. in Weblogs geschrieben wird. Zusätzlich beobachten einige Unternehmen Schlagworte, die sie vorher als für sich bedeutsam definiert haben (mehr dazu). Kontinuierlich durchgeführt, erlaubt ein solches Monitoring im Rahmen der Krisenprävention und -kommunikation eine schnelle Reaktion (z.B. in Kommentaren von Weblogs oder im eigenen Blog) und erleichtert die Themenfindung für aktives Kommunikationsmanagement.
Oft wird die Frage gestellt, wie man Blog-Monitoring selbst betreiben kann. Ich habe mir deshalb 20 Tools näher angeschaut und mit ihnen ein wenig herumgespielt. Einige sind nützlich, ein paar ganz interessant, andere muss man IMHO im Moment nicht weiter beachten. In der Tendenz ist die Qualität der meisten dieser Tools noch nicht befriedigend. Wichtig: Mir geht es hier nur um Blog Monitoring. Das schließt Tools ein, die es erlauben, up to date zu bleiben sowie Blogs, auf die man stößt, einzuordnen. Eine Liste mit 26 Tools zum Online-Monitoring allgemein wurde soeben von Marketing Pilgrim vorgestellt (via co/operative). Und natürlich gibt es für Blog Monitoring auch Dienstleister.
Noch ein Wort: Die Liste der Tools mit den kommentierenden Vorstellungen und Bewertungen ist “work in progress”. Und: Die Kommentare zu den jeweiligen Tools sind subjektiv, sie sind nicht Ergebnis systematischer Tests. Üblicherweise habe ich die Tools mit mehreren Abfragen ausprobiert, meist handelte es sich um den Namen einer internationalen, einer aus Deutschland stammenden Marke sowie die Namen bekannter deutscher Blogger.
Meine Favoriten für’s Blog-Monitoring:
- rivva: Sicher das derzeit beste Angebot, um einen Überblick über aktuelle Themen der deutschsprachigen Blogosphäre zu behalten. Selbst wenn man keine einzelnen Blogs abonniert - rivva sollte man beachten. (Update 24.1.08: Inzwischen gibt es von Rivva auch eine Liste von Online-Leitmedien)
- Bloglines: Bloglines bietet über die Suchfunktion die Möglichkeit, Schlagworte zu abonnieren. Hinter der Funktion “mehr” verstecken sich gute Möglichkeiten der Kombination bzw. der Einschränkung (z.B. Sprache, Zeitraum). Die Suche kann via RSS abonniert werden.
- Icerocket: Sucht wahlweise in Blogs, im Web, in News, Images oder MySpace. Suchanfragen lassen sich via RSS abonnieren, zudem können auch einzelne Ergebnisse abonniert oder z.B. an Facebook gesendet werden. Zusätzlich gibt’s noch ein paar Gimmicks (z.B. Trends bei Suchbegriffen). Mein Eindruck: RSS-Feed ist ok, Ergebnisse in anderen Bereichen aber z.T. inkonsistent (z.B. sehr unterschiedliche Linksphären für ein und dasselbe Blog).
- Blogsuche von Ask.com: Schlichte Suche mit der Möglichkeit, Suchanfragen als RSS zu abonnieren. Sortierung nach Relevanz, Neuheit und Beliebtheit. Einzelne Ergebnisse können gespeichert bzw. in best. Dienste gepostet werden.
- Google Blogsearch: Hier können Suchen via RSS oder Atom abonniert werden. Die Fokussierung erfolgt über die Suchwortkombination, zusätzlich kann man entscheiden, ob man deutschsprachige oder alle Blogs durchsuchen möchte.
- Blogpulse: zahlreiche Features, besonders interessant: der Conversation Tracker, mit dem verfolgt werden kann, wie ein Thema durch Blogs wandert. Auch interessant: der Kommenta-Tracker. Hübsch: Aus der Trend-Grafik zu einem Thema lassen sich tagesspezifisch alle Postings aufrufen. Ansonsten lassen sich Suchabfragen wie bei anderen Diensten als RSS abonnieren.
- Blogdigger: Blog-Suchmaschine; aus der Ergebnisliste heraus kann u.a. in andere Beiträge eines Feeds gesprungen oder Treffer lassen sich ausschließen. Suchabfragen können auch hier per RSS abonniert werden. Angenehm: Im Feed gibt’s neben Zusatzinfos zum jeweiligen Blog (z.B. Zahl der Links). Suchergebnisse erscheinen zwar recht aktuell und nach Datum sortiert, aber unvollständig (wird nach einer bloggenden Person gesucht, wird deren Weblog sehr stark gewichtet).
- Bloginfluence: Zeigt an, wie gut ein Blog vernetzt ist und sammelt dazu Daten von Technorati, Bloglines, Yahoo etc. ein. Untersucht man ein Blog, erhält man Links zu anderen Diensten für konkretere Zahlen/Charts.
- Technorati: Nach wie vor das bekannteste Tool, Zuverlässigkeit immer wieder diskutiert, aber im Vergleich zu anderen immer noch bei den besten Suchmaschinen. Suche als RSS-Feed abonnierbar. Hilfreich: Verlinkungen etc. Praktisches Bookmarklet hierzu. Gerade die Verlinkungen findet technorati erfahrungsgemäß nicht sehr zuverlässig - ärgerlich.
- CoComment: Wer in unterschiedlichen Blogs kommentiert, kann mit diesem Service den Überblick behalten. Tipp: Feed abonnieren, die Website ist seit dem Relaunch im Sommer 07 ziemlich unübersichtlich.
Auch interessant:
- MonitorThis: Dieser Dienst bastelt aus 22 Suchmaschinen eine OMPL-Datei zusammen. Diese importiert man dann in seinen Feedreader. Vorteile: Man grast auf einen Schlag zahlreiche Suchmaschinen bzw. Social Network-Dienste ab (inkl. Flickr, Social Bookmarks), Nachteil: 22 Maschinen produzieren naturgemäß viele, viele Treffer. Traurig: Die Ergebnisse ein und derselben Suche sind oft extrem heterogen.
- Blogsuche bei Seekport: Seekport findet wirklich viel, auch in Kommentaren von Blogs. Allerdings eine reine Suchmaschine ohne die Möglichkeit, Feeds zu abonnieren etc.
- (Ergänzung 23.1.08: TweetScan: durchsucht Twitter nach beliebigen Inhalten (und Usern), Suchabfragen sind abonnierbar, womit das Tool die Kommunikationssphäre von Twitter gut ausleuchtet.)
Muss man nicht gleich versuchen:
- Dt. Blogsearch (Beta): Enthält gerade mal 235 Feeds (Stand: 8/07), Minimalfunktionalität
- Jamespot: Suche als RSS-Feed abonnierbar, aber: in der dt. Version bei einigen getesteten Suchen nur sehr magere Ausbeute
- Feedster: Findet in deutschen Blogs nicht gerade viel; bietet v.a. die Möglichkeit, eine Suche als Widget irgendwo einzubauen.
- Blogshares: Eine Art Börse für Blogs, deren Wert anhand der Verlinkungen gemessen wird. Eher eine Spielerei, außerdem offenbar sehr US-fokussiert.
- Opinmind: Eigentlich eine nette Idee: Sortiert Suchergebnisse gleich in positiv/negativ; mit dem “Sentimeter” wird die Verteilung dazu ausgedrückt. Liefert allerdings ausschließlich Ergebnisse aus der englischsprachigen Blogosphäre und die sind z.T. recht dünn.
- Blogato: Will führende Blogsuchmaschine werden, noch nicht online (8/07).
- PubSub: Sommerschlaf, soll im Winter 08 wieder aufwachen.
- Blogdex: RIP
Noch ein paar grundsätzliche Tipps:
Wer selbst Blog-Monitoring betreiben möchte, sollte individuelle RSS-Feeds erzeugen und diese in seinem Feedreader (z.B. Bloglines) abonnieren. Das können separate Feeds für jedes Schlagwort sein, das man beobachten möchte oder integrierte Feeds, die man z.B. mit Pipes basteln kann.
Nach aller Erfahrung genügt es leider nicht, sich auf ein Such-Tool zu verlassen. D.h., bei wichtigen Suchanfragen kann es sinnvoll sein, diese parallel mit zwei, drei Tools durchzuführen, da sich die Suchergebnisse oft deutlich unterscheiden. Umgekehrt überfordert man sich schnell, wenn man zu viele Suchen laufen hat.
Weitere Literatur:
- Blog Monitoring per RSS von Olaf Nitz
- The New PR Wiki: die vermutlich umfangreichste Sammlung zum Thema, inkl. Dienstleister, Publikationen, Hinweise auf Tagungen etc. - allerdings mit Fokus auf USA.
- Tracking the influence of conversations (pdf): Whitepaper von Dow Jones.
- Eck, Klaus; Pleil, Thomas (2005): Public Relations beginnen im vormedialen Raum. Weblogs als neue Herausforderung für das Issues Management. In: A. Picot/T. Fischer: Weblogs. Grundlagen, Konzepte und Praxis im unternehmerischen Umfeld, Heidelberg: dpunkt-verlag, 77-92.
Schließlich noch ein Nachtrag zu diesem Posting:
Dieser Beitrag deckt sich bislang zum großen Teil mit einem Artikel, den ich im PR-Wiki zum Thema Blog Monitoring begonnen habe. Dort finden sich u.a. auch Namen von Dienstleistern. Da das Thema grundsätzlicher Natur ist, will ich in nächster Zeit vor allem den Wiki-Artikel pflegen. Leser-Hinweise sind natürlich hier in den Kommentaren oder im Wiki willkommen. Wenn alles klappt, machen wir in der PR-Ausbildung im nächsten Semester ein kleines Projekt zu Blog Monitoring, so dass wir dann die Bewertungen der Tools noch etwas ausführlicher hinbekommen sollten.
Categories: Business Blog · Lehre · Netz-News
Getaggt: Blog Monitoring, Issues Management, Tools
Seit etwa einer Woche verfolge ich (nicht systematisch, aber regelmäßig) die Berichterstattung über den Fall des inhaftierten und vorgestern vorläufig frei gekommenen Berliner Soziologen Andrej H. Der Fall ist so schillernd wie unklar, die Berichterstattung darüber interessant. Klar ist, der Fall erfüllt viele Nachrichtenwerte: Es geht um Terrorismusvorwürfe, Google als Ermittlungstool, gar die Freiheit der Wissenschaft. Prominente Wissenschaftler und hunderte andere erheben ihre Stimme. Trotz Stasi 2.0-Diskussionen der vergangenen Wochen kommt das Thema in den bekannteren Blogs jedoch kaum an. Das hat mich überrascht. Denn viele klassische Medien berichten. Es wäre spannend, mehr darüber zu wissen, wie und unter welchen Bedingungen die Wechselwirkungen zwischen klassischen Medien und Blogs funktionieren.
Zum Fall selbst schrieb SpOn unmittelbar nach der Verhaftung des Wissenschaftlers:
“Als Verdachtsmomente gegen B. führen die Karlsruher Strafverfolger nach Angaben der Verteidiger unter anderem an, dass ein 1998 von ihm veröffentlichter wissenschaftlicher Artikel “Schlagwörter und Phrasen” enthalte, “die in Texten der ‘militanten(n) Gruppe (mg)’ gleichfalls verwendet werden”. Die Häufigkeit der Übereinstimmung sei “auffallend und nicht durch thematische Überschneidungen erklärlich”. Außerdem sei er als promovierter Politologe “intellektuell in der Lage, die anspruchsvollen Texte der ‘militante(n) Gruppe (mg)’ zu verfassen”. “
Sehr seltsam, das alles. Wären die genannten Punkte wirklich die entscheidenden in diesem Verfahren, wäre es unfassbar. Doch irgendwie erscheint ein großer Teil des Falles wie hinter einem Vorhang. Das findet auch telepolis, wo ich den bisher besten Artikel zum Thema gefunden habe. In Kürze: Da verbleiben viele Fragezeichen - auch auf Seiten der Verteidigung. Fragt sich, wer die größten Nebelkerzen in diesem Spiel gezündet hat und was bleibt, wenn sich der Rauch verzogen hat.
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In Upload hat Rechtsanwalt Thomas Schwenke alles zusammengefasst, was man zum Thema Haftung für Blogkommentare wissen sollte. Grundlagenartikel!
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Der Inhaber der Firma e-trinity, die in den letzten Tagen aufgrund von Spam-Vorwürfen ins Visier vieler Blogger geraten war, hat mir soeben versichert, einen wichtigen Kritikpunkt an seiner Software Blog Blaster auszuräumen: Demnach sollen in der Software nun keine Weblogs mehr erscheinen, deren Betreiber der “Werbeschaltung” nicht ausdrücklich zugestimmt haben.
Ich bin kein Software-Experte, habe aber den Eindruck, dass diese Lösung akzeptabel sein müsste. Seit meinem Fax an die Firma e-trinity gestern habe ich mehrere Mailwechsel mit ihrem Inhaber gehabt und den Eindruck gewonnen, dass ihm nach dem Blogsturm der vergangenen Tage sehr daran liegt, das Problem zu lösen und aus der Spam-Ecke herauszukommen. Ich neige dazu, die Sache damit auf sich beruhen zu lassen.
Für alle, die sich für das Thema näher interessieren, dokumentiere ich hier die wichtigsten Passagen unserer heutigen Mail-Kommunikation:
TP, 11:44 Uhr: “Ich habe Ihre Stellungnahme in meinem Blog veröffentlicht und kommentiert, da mit Ihrer Antwort aus meiner Sicht noch viele Fragen offen bleiben. Bitte beachten Sie, dass ich einen Eintrag meines Blogs in Ihrer Software nicht akzeptiere. Außerdem bitte ich Sie, mir offenzulegen, wie Sie bisher verhindert haben, dass Weblogs, die in Ihrer Software ohne Zustimmung zu Werbung gelistet sind, auch tatsächlich keine Werbung erhalten. “
e-trinity, 11:52 Uhr: “es wird bei jeder Seite überprüft ob uns die Erlaubnis des Besitzers vorliegt. Dies wird auch noch etwas deutlicher in einer neuen Version der Software die ich vor 2 Tagen veröffentlich habe. Ich denke es wird ebenfalls das beste sein die Google Suche ganz aus der Software zu entfernen da diese wirklich den Eindruck einer Spam-Software hinterlassen. Somit wären dann auch nur noch die tatsächlich verwendeten Seiten in der Software zu sehen was viele Blogger beruhigen sollte. Zudem habe ich durch die Diskussionen in den letzten Tagen festgestellt, dass egal wie ich erkläre dass die Software kein Spam verschickt - dennoch bei vielen Bloggern der Eindruck entsteht aufgrund meiner doch recht auf Marketing ausgelegten Webseite. Das Produkt war für den US Markt gedacht - dort gibt es auch keine Probleme mit Bloggern etc. Dennoch ist hier die Emotionalereaktion der Blogger sehr groß und negativ - so dass ich überlege das Programm einzustellen. Es bringt momentan mehr Ärger als Profit - den ich wirklich niemals damit erzeugen wollte.”
TP, 12:52 Uhr: “Tatsächlich erweckt die Software großes Misstrauen, wie Sie auch an meiner Reaktion gemerkt haben. Dieses hat sich durch das Zitat von Mario Sixtus aus der Bedienungsanleitung des Programms nochmal vergrößert. Ich nehme also Ihre Antwort als Zusage, mein Blog bzw. Blogs, die nicht in das Programm hineingehören (= Google Suchergebnisse ohne Zustimmung zu Werbung), aus der Software zu entfernen. (…)”
e-trinity, 13:06 Uhr: “… gerne entferne ich die Google Ergebnisse aus der Software - dies scheint mir sinnvoll. Ich werde es noch heute ändern und die neue Version auf den Server hochladen. Sie haben hiermit meine Zusage. Ich werde Sie dann noch einmal anschreiben, sobald ich dies getan habe.
Falls möglich können Sie versuchen die Community darüber zu informieren - Ich hoffe wirklich durch diesen Schritt die Gemüter zu besänftigen und ein wenig dazu beizutragen, dass meine Software als Spam Programm dargestellt wird.”
e-trinity, 13:50 Uhr: “Ich habe nun die Google suche aus meiner Software entfernt und es werden nun nur ein paar meiner eigenen Blogs in dei Software geladen - diese Ergebnisse stammen von meinem Server etrinity.com.
Die neue Version habe ich auf den Server hochgeladen.”
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Gestern wurde von der Initiative D21 und TNS Infratest auf einer Pressekonferenz der (N)Onliner-Atlas 2007 vorgestellt. Fast 50.000 Menschen wurden für diese repräsentative Studie befragt. Die aus meiner Sicht wichtigsten (und überwiegend nicht überraschenden) Ergebnisse der jährlichen Erhebung: Die Netznutzung hat auch im vergangenen Jahr zugenommen (nun sind 60 Prozent online), allerdings nur um zwei Prozent (2006: vier). Allerdings verlangsamt sich das Wachstum in allen Altersgruppen. Und: Erst etwa 35 Prozent der über 50Jährigen ist drin. Wobei ich dunkel eine andere Studie in Erinnerung habe, nach der v.a. die über 65Jährigen offline sind.
Auch Breitband ist weiter auf dem Siegeszug (pdf). Wiederum 60 Prozent dieser Internet-Nutzer haben Breitbandzugang (plus 12 Prozent). Noch 15 Prozent der Surfer in Deutschland verwenden ein analoges Modem.
Stichwort digitale Spaltung: Schon seit einiger Zeit ist ja der Zuwachs in der Internet-Nutzung der älteren Generation überdurchschnittlich - das liegt v.a. am Nachholbedarf dieser Gruppe. Interessant finde ich, dass auch gefragt wurde, wie man für die bisherigen Offliner dieser Generation die Schwelle ins Netz senken kann. Dabei zeigte sich (pdf), dass einfacher zu bedienende Computer, gute Handbücher, Gütesiegel, eine gute Beratung im Fachhandel noch viele ins Netz bringen könnten. Die Autoren der Studie meinen, in der älterenen Generation ließen sich noch 1,7 Millionen Deutsche für das Netz gewinnen - das entspräche einem weiteren Nutzungszuwachs von neun Prozent. Allerdings scheint es an der Technik allein nicht zu liegen: Eine Menge älterer Menschen sieht nicht, welche Vorteile ihnen das Internet bringen soll. Wenn das keine Kommunikationsaufgabe für die Industrie ist. Wobei ich mich auch frage, welche journalistischen Angebote es für diese Gruppe gibt…
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Hat die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) Druck auf wordpress.com ausgeübt? Und: Hat wordpress deshalb ein Watchblog vom Netz genommen? Zensiert also wordpress bzw. der dahinter stehende Anbieter automaticc? Diese Verdacht wabert gerade an allen Ecken und Enden durch’s Netz. Worum geht es? WordPress hat das INSM-Watchblog http://insm.wordpress.com deaktiviert. Und zwar kurz nachdem ein oft gelesener Blogger, die Site verlinkt hat.
Ich bin kein Jurist, vermute aber, dass die INSM keine Handhabe gegen die Artikel im Watchblog hat und sich deshalb auf das Markenrecht berufen dürfte. Wahrscheinlich wurde argumentiert, dass die URL insm.wordpress.com nach offizieller Site klingt. ((Ist ein Jurist unter den Lesern, der das genauer weiß?))
Aber vollkommen egal. Gehen wir mal davon aus, dass wordpress nicht so verrückt ist, einfach so ein Blog zu schließen, sondern dass es wirklich Druck gegeben hat (noch mehr Indizien dazu im Update des verlinkten Posts): Eigentlich müssten beide Seiten wissen, dass sie den sicheren Weg in die kommunikative Katastrophe gehen: wordpress hängt nun nach Yahoo (in China!) der Geruch der Zensur an (es sei denn, sie legen die Sache offen und können sie gut erklären, vielleicht hier?), und die INSM bekommt jetzt die richtig große Bühne. Denn längst wurden die gesperrten Beiträge aus dem Google-Cache geholt, das Watchblog gibt es nun unter neuer Adresse insmwatchblog.wordpress.com, und viele, viele Blogs berichten drüber. Ja, so kommt man zuverlässig in die Medien. Wobei: Vielleicht auch nicht, denn die INSM hat in den vergangenen Jahren ein breites Netz von Medienpartnerschaften aufgebaut. Darunter ist übrigens seit kurzem auch die Frankfurter Rundschau. Nebenbei: Ganz flugs scheint die INSM Blogs auch für sich zu entdecken. Nicht wegen des Dialogs, sondern wegen der Suchmaschinenoptimierung. Ausgerechnet bei WordPress (http://initiative neuesozialemarktwirtschaft.wordpress.com).
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Das neulich hier erwähnte Directory of Open Access Journals ist vermutlich das größe Verzeichnis frei zugänglicher wissenschaftlicher Journale. Seit vorgestern gibt es nun auch die bisher deutschsprachige Informationsplattform Open Access. Sie wurde von mehreren deutschen Unis mit DFG-Unterstützung gebaut. Neben Publikationen gibt es auf der Plattform u.a. Artikel und Hintergrundinfos rund um Open Access selbst - dazu gehört z.B. eine Studie, nach der 91 Prozent der befragten 668 Wissenschaftler Open Access positiv gegenüberstehen. Außerdem gibt es Tipps für Autoren und Herausgeber sowie Hinweise zu Veranstaltungen.
Für alle, die in der Diskussion weniger tief drin sind, gibt es auch eine ausführliche Erklärung von Open Access:
“Open Access meint, dass diese Literatur kostenfrei und öffentlich im Internet zugänglich sein sollte, so dass Interessierte die Volltexte lesen, herunterladen, kopieren, verteilen, drucken, in ihnen suchen, auf sie verweisen und sie auch sonst auf jede denkbare legale Weise benutzen können, ohne finanzielle, gesetzliche oder technische Barrieren jenseits von denen, die mit dem Internet-Zugang selbst verbunden sind. In allen Fragen des Wiederabdrucks und der Verteilung und in allen Fragen des Copyright überhaupt sollte die einzige Einschränkung darin bestehen, den jeweiligen Autorinnen und Autoren Kontrolle über ihre Arbeit zu belassen und deren Recht zu sichern, dass ihre Arbeit angemessen anerkannt und zitiert wird.”
Einen Newsletter zum Thema gibt es übrigens auch hier und dort wird dazu gebloggt.
(via Forum Qualitative Sozialforschung)
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