Das Textdepot

Entries categorized as 'Tools'

Live-Radio mit dem Handy und ein paar Ideen fuer Redaktionen

28 April 2008 · 6 Comments

Die einen machen sich darüber lustig - ich finde es lustig. Nein, eigentlich ist es eine absolut spannende Idee, die sich hinter 1000mikes verbirgt. Was genau ist diese Idee? Man wählt eine Festnetznummer, erzählt etwas, und es ist live im Netz. Und als MP3-Datei im Online-Archiv; einen Feed gibt’s auch. Vermarktet wird der kostenlose (und in Deutschland entwickelte) Dienst als Talk Radio 2.0, sozusagen als neue Form des Bürgerfunks. Doch ich kann mir gut vorstellen, dass man diesen Ansatz z.B. auch in Online-Redaktionen oder Radiosendern nutzen könnte.

Als ich über 1000mikes gestolpert bin, musste ich erst mal an eine fast vergessene Erfahrung aus meinem Studium in grauer Vor-Web-Zeit denken: Da hatte uns ein erfahrener Reporter des Bayerischen Rundfunks auf den Marktplatz der netten Kleinstadt geschleppt und uns die Aufgabe gegeben ohne Vorbereitung mindestens eine Zwei-Minuten-Reportage ins Mikrofon zu sprechen. Da lernt man, wie lang zwei Minuten sein können. Wer es aber geschafft hat, diese zwei Minuten ohne Stammeln zu überbrücken, war der Held. Ich bin bekanntlich nicht beim Radio gelandet. Etwas später aber besuchte ich für eine Nachrichtenagentur Pressekonferenzen. Die Herausforderung war eine Ähnliche: Unmittelbar nach Abschluss ein Telefon finden und möglichst druckreif eine Meldung abzusetzen, die dann von einer Assistentin getippt und nahezu im selben Moment versandt worden war.

Vergangene Zeiten. Aber warum eigentlich? Noch habe ich 1000mikes nicht probiert, aber die Idee, mit Hilfe des Handys eine kurze Reportage oder Meldung abzusetzen - oder gar ein Interview zu machen, finde ich spannend (ein ähnlicher Service ist Utterz, mit dem Kollege Heinz Wittenbrink in Graz experimentiert). So etwas kann natürlich einen eigenen Podcast ergeben. Vielleicht wieder als eine hübsche Übung für Studenten. Denn: Warum soll multimediales Publizieren im Online-Journalismus immer die Integration von Video bedeuten? Ich könnte mir gut vorstellen, dass auch Audio-Live-Berichte journalistische Konzepte gut ergänzen könnten. Themen dafür könnte ich mir genügend vorstellen: Von der G8-Demo über das Fußballspiel bis zum Unfallbericht. Je nach Spielart könnte es sich um Berichte professioneller Journalisten handeln, oder man öffnet das Ganze für alle Interessierten. In diese konzeptionelle Richtung geht derzeit übrigens  SWR2, wo Interessierte mit eigenen Beiträgen ins Radioprogramm kommen können:

“Mit dem DOKUBLOG fordert SWR2 alle Feature-Macher und O-Ton-Jäger auf, sich daran zu beteiligen. Bürgerjournalisten, unabhängige und professionelle Autoren finden hier eine gemeinsame Plattform und zugleich den Weg in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk.”

Doch zurück zu 1000mikes: Eigentlich könnte man die Idee noch ein bisschen weiterspinnen. Man stellt einen mit 1000mikes/Utterz o.ä. erstellten Podcast mit dem PhoneCaster bereit. Dieser Dienst bewirkt, dass man Podcasts unter einer Festnetznummer “anrufen” kann. Wenn das nicht wirklich mobiles Radio ist - vom Handy zu vielen anderen Handies, deren Eigentümer wieder zu Sendern werden können. Schöne Grüße an Herrn Brecht…

Weitere Artikel:

Categories: Medien · Tools
Getaggt: , , , ,

Wissensmanagement: Social Bookmarks abonnieren

10 April 2008 · 3 Comments

Ein Leser fragt in einem Kommentar, wie er meine (oder andere) Social Bookmarks abonnieren könne. Damit meine Antwort später mal leichter gefunden werden kann, ziehe ich das Thema aus den Kommentaren in einen eigenen Post: Grundsätzlich kann man die öffentlich abgelegten Social Bookmarks eines jeden Nutzers solcher Archive (z.B. del.icio.us, Mister Wong, Furl, BibSonomy) via RSS abonnieren. Daneben kann man Schlagworte/Tags abonnieren, aber auch Gruppen bzw. Netzwerke mit anderen Usern bilden.

Zunächst zum Abonnieren der Bookmarks eines Users: Hierzu findet sich auf der jeweiligen Seite eines Nutzers ein RSS-Button. Je nachdem, welchen Feedreader man nutzt, klickt man einfach auf den Button oder kopiert mit Hilfe der rechten Maustaste die URL des Feeds manuell in den Reader. del.icio.us-Feed sehen grundsätzlich so aus: http://del.icio.us/rss/Username, in meinem Fall z.B. also http://del.icio.us/rss/ThomasPleil. Ähnlich ist’s bei Mister Wong, hier heißt der Feed zu meinem Archiv: http://www.mister-wong.de/rss/user/ThomasPleil

Die nächste Möglichkeit ist, ein Schlagwort/einen Tag zu abonnieren. Interessieren Sie sich also z.B. für Bookmarks, die mit dem Begriff “online-pr” getaggt sind, produzieren die Social Bookmarking-Dienste auch hierzu nützliche RSS-Feeds. Bei del.icio.us funktioniert das nach dem Muster: http://del.icio.us/rss/tag/Name, also in unserem Fall http://del.icio.us/rss/tag/online-pr, bei Mister Wong heißt der vergleichbare Feed http://www.mister-wong.de/rss/tags/online-pr. Am einfachsten ist, man macht einmal in den Archiven eine Tag-Suche, dann sieht man, was bereits abgelegt ist. Hinzu kommende Bookmarks abonniert man am besten.

Und schließlich kann man sich noch zu Gruppen bzw. Netzwerken zusammenschließen. Während Mister Wong das Konzept verfolgt, dass mehrere User Bookmarks in ein gemeinsames Archiv legen können (ja, hierzu gibt es dann wiederum auch einen Feed), können sich bei del.icio.us Nutzer in Netzwerken zusammentun. Der Unterschied: Bei Mister Wong muss ich User erst in eine Gruppe einladen. Bei jedem neuen Bookmark entscheiden die dann, ob dieser auch ins Gruppenarchiv soll. Bei del.icio.us dagegen kann ich beliebige Nutzer in mein Informations-Netzwerk integrieren, ohne dass diese hierfür etwas tun müssen (ähnlich wie bei Twitter). Und auch hier entsteht ein Feed, den ich abonniert habe (http://del.icio.us/network/ThomasPleil). So bleibe ich auf dem Laufenden, welche interessanten Bookmarks andere Nutzer mit ähnlichen Interessen gefunden haben.

Insgesamt bin ich davon überzeugt, dass Peers bzw. soziale Netzwerke eine wichtige Rolle im persönlichen Informations- und Wissensmanagement spielen können. Der Aufbau und die Pflege solcher Netzwerke dient damit vor allem der aktuellen Orientierung. Dies setzt aber Offenheit aller Beteiligter voraus: Hierzu gehört beispielsweise, dass man Archive anderer nicht nur nutzt, sondern auch ein eigenes Archiv pflegt, das andere nutzen können.

Noch ein paar Hinweise zu meinem Umgang mit Social Bookmarks:

  • Alles, was ich in del.icio.us ablege, wandert am Morgen des Folgetags automatisch ins Textdepot. Wer dieses liest, muss eigentlich diese Bookmarks nicht separat abonnieren.
  • Mister Wong nutze ich eher für Lehrveranstaltungen, dort gibt es auch gemeinsame Archive mit Studentengruppen (z.B. dieses oder jenes).
  • Bibsonomy nutze ich, wenn ich wissenschaftlich publiziere. Möglich, dass ich hierfür demnächst scholarz.net nutze.

Wie nutzen Sie Social Bookmarks? Gibt’s noch weitere nützliche Kniffe?

Ähnlicher Artikel im Textdepot:

Categories: Socialweb · Tools
Getaggt: , , , ,

Das starke Social Web und eine Metasuchmaschine

28 März 2008 · 3 Comments

Auf der Euroblog-Konferenz hat David Weinberger, Co-Autor des Cluetrain-Manifests, seine Liebeserklärung abgegeben: Wenn er könnte, würde er das Internet heiraten und Kinder mit ihm bekommen. Nun, das ist seine Formulierung. Aber eine kleine Liebeserklärung an “das Netz” kann ich heute auch abgeben. Ich weiß nicht, wie oft ich in den vergangenen Tagen Hilfe aus dem Netz erhalten habe. Damit meine ich weniger Suchmaschinen (von den erwarte ich das), sondern die Menschen (denen ich dankbar bin), die für mich “das Netz” ausmachen, mein soziales Netz, in dem sich genauso Menschen tummeln, die ich noch nie gesehen habe wie auch gute Freunde. Mein neuestes kleines Aha-Erlebnis (eines von mehreren heute) betrifft die neue Meta-Suchmaschine QuadSearch.

Auf diese bin ich in meinen Feeds gestoßen -  genauer: im Dr. Web Weblog. Ich habe mir die Suchmaschine kurz angeschaut - und für interessant befunden. Schließlich sollte man sich nicht allein auf das große G verlassen. Als überzeugter Firefox-Nutzer habe ich gleich geschaut, ob es ein Add on gibt, mit dem ich die Suchmaschine so integrieren kann, dass ich sie direkt über das Suchfenster oben rechts nutzen kann. Fündig wurde ich nicht. Egal. Den Artikel zur Suchmaschine habe ich trotzdem gebookmarked und im Kommentar angemerkt, dass es noch kein Add on gibt. Das Schöne: Es dauerte nur wenige Minuten, da erhielt ich von Markus Trapp, der offenbar meine Bookmarks abonniert hat, eine nette Mail mit einem Tipp, wie man jede Suchmaschine in den Firefox integrieren kann: mit OpenSearchFox. Wie das genau funktioniert, hat er hier beschrieben.

Abgesehen davon, dass ich SearchQuad und OpenSearchFox an dieser Stelle weiterempfehlen möchte, zeigt die kleine Geschichte die Stärke des Social Web - vorausgesetzt, jeder Teilnehmer ist bereit, zu etwas geben. Genau über diese Grundeinstellung habe ich vorgestern mit Studenten in Bezug auf die Nutzung unseres Wikis gesprochen.  Dass Offenheit eine Gratwanderung ist und die Offenlegung von Privatem bestimmt nicht meint, sollte allerdings nicht vergessen werden.

Categories: Socialweb · Tools
Getaggt: , ,

Audio-Twittern mit Utterz

16 März 2008 · 2 Comments

Beim Grazer Kollegen Heinz Wittenbrink habe ich gerade zum ersten Mal Utterz in ein Weblog eingebunden gesehen. Wahrscheinlich kennen das schon viele, viele Leute, nur ich RSS-Süchtling nicht. Für alle, denen es ähnlich geht: Mit Utterz kann man kurze O-Töne aufnehmen und online stellen - also eine einfache Art des Podcastings,  das in den USA offenbar sehr stark über Mobilfunk genutzt wird (klingt sehr reizvoll!). Heinz erklärt es hier (Audio) und dort (im Blog) und bringt das treffende Bild vom Audio-Twittern. Das Ganze lässt sich nicht nur per Widget einfach in Blogs einbinden, sondern man kann z.B. auch rasch mit einem kurzen O-Ton antworten und so einen Audio-Dialog starten. Gleich in seinem zweiten Beitrag hat Heinz das Textdepot vorgestellt. Welche Ehre, herzlichen Dank! Und dass Lost & Found mir eine wertvolle Fundgrube ist, will ich im Gegenzug auch einmal kund tun ;-)

Categories: Persönliches · Podcasting · Tools
Getaggt: , ,

Wie findet man die Rosinen eines Blogs?

20 Februar 2008 · 7 Comments

Cooles Tool: Mit aideRSS kann man Blogs genauer unter die Lupe nehmen - und sogar Feeds selektiv abonnieren. Doch der Reihe nach. Das Problem hat man ja oft - man entdeckt ein Blog, ist sich aber nicht so sicher, was es außer dem einen Beitrag, über den man gerade gestolpert ist, noch zu bieten hat. Manchmal muss man sich ziemlich lang durchklicken, um sich das zu erschließen. Manche abonnieren den Feed dann auf Probe und stecken ihn im Feedreeder in einen entsprechenden Quarantäne-Ordner. Bei der vorherigen Analyse eines Blogs kann aideRSS wertvolle Hilfe leisten: Das Tool versucht, die einflussreichsten Beiträge eines Weblogs herauszufiltern (genau genommen funktioniert das Tool natürlich für jeden RSS-Feed).

Dabei wird unterstellt, dass ein Beitrag besonders wichtig ist, wenn er oft kommentiert, verlinkt, gebookmarked und gediggt ist. Genau dem geht aideRSS nach und spuckt für jedes Blog mehrere Listen aus. Zum Beispiel die 20 wichtigsten Artikel. Hübsch übersichtlich werden zum Beispiel die 20 nach diesen Kriterien wichtigsten Posts ausgespuckt.

Ich habe das mal für das Textdepot gemacht:

AideRSS

Auf einen Blick sieht man für jeden Beitrag die Zahl der Kommentare, der eingehenden Links, der del.icio.us-Bookmarks und der Diggs. Ein Klick auf den “More”-Knopf zeigt übrigens die ersten Zeilen des jeweiligen Artikels.

Neben den allfälligen Statistiken (z.B. durchschnittliche Zahl der Beiträge pro Monat) gibt es ein Feature, das besonders spannend klingt: Die Möglichkeit, einen existierenden RSS-Feed zu filtern. Hierbei wird wieder das System der Relevanz angewandt.

RSS-Feeds filtern

Je nach Interesse kann man also steuern, ob man z.B. nur die Posts mit einer gewissen Relevanz geliefert haben möchte. Wie zuverlässig das Ganze im Dauerbetrieb ist, weiß ich noch nicht - und die Gewichtung der einzelnen Faktoren (Kommentare pro Beitrag, Bookmarks, Links) ist sicher Geschmacksache und für mich nicht durchsichtig.

Dennoch: Das Tool ist sowohl für Bloginteressierte auf Entdeckungstour wie für Journalisten oder PR-Leute, die z.B. auf der Suche nach Fachblogs sind, vermutlich eine große Hilfe. Erfahrungsberichte sind herzlich willkommen.

(via Communication Overtones)

Ähnliche Artikel im Textdepot:

Categories: Socialweb · Tools
Getaggt: , , ,

PR himmelblau, gebasht und recherchiert

3 Dezember 2007 · No Comments

So, an diesem grauen Montag gibt es von mir drei Hinweise: Im PR-Blogger steht ein Interview, das Thomas Euler mit mir in einer Kaffeepause während der Konferenz “Lobbying und PR” gemacht hat. Es geht vor allem um die Rolle von PR in Unternehmen (natürlich sehe ich eine himmelblaue Zukunft), meine Skepsis gegenüber Dingen wie Behavioral Targeting in Social Networks und Transparenz zum Thema Lobbying, wie sie z.B. durch Watchblogs befördert werden kann. Der Textkürzung zum Opfer fiel meine Idee, Seiten wie Abgeordentenwatch oder Lobby Control in die politische Bildung an Schulen einzubeziehen, um zu vermeiden, dass die dort veröffentlichten Informationen Herrschaftswissen weniger intensiver Netzuser bleiben.

Und sonst? Flo ärgert sich darüber, dass aus seiner Sicht PR mal wieder pauschal gebasht wird und betont, dass es schlechte PR gibt, aber dass dem nicht immer so ist. Genauso wie beim Journalismus. Und das schwierige Verhältnis zwischen Journalismus und PR zeigt er an einem tollen Beispiel für Anzeigenerpressung durch einen Verlag auf.

A propos: Die journalistische Qualität beginnt ja unter anderem bei der Recherche. Deshalb empfehle ich die Tipps aus dem Upload-Magazin zur Online-Recherche. Der Artikel wendet sich zwar an Blogger, aber auch mancher Student (oder Journalist) dürfte darin ein paar Nützlichkeiten finden. Dazu ein kleiner ergänzender Tipp: Will man auf einen in einem anderen Blog veröffentlichten Artikel eingehen, sollte man schauen, ob und wie dieser von anderen diskutiert wird. Da die Trackbacks nicht immer angezeigt werden, nutze ich dazu ein kleines Javascript von technorati (”Technorati This“), das ich mir in die Symbolleiste des Firefox gezogen habe und das mit einem Knopfdruck zeigt, wer den Beitrag schon verlinkt hat (so gut technorati das eben macht).

Categories: Persönliches · Randnotizen · Tools
Getaggt: , , , , , ,

Wege durch das Netz

22 Oktober 2007 · 4 Comments

Welche Tools und Dienste sollte man kennen, um sich als Wissensarbeiter sicher im neuen Netz zu bewegen? Und wo beginnen die Spielereien? Sicher gibt es auf diese Fragen keine allgemein verbindlichen Antworten, doch ich habe mal versucht, für meine Studenten und mich eine Linie hineinzubringen. Denn: Wir wollen morgen den ganzen Tag zusammensitzen, um uns gegenseitig Tools, Tricks und Anlaufstationen zu zeigen. Habe im letzten Jahr die Erfahrung gemacht, dass es sehr nützlich ist, das Thema Online-PR am Semesteranfang durch einen solchen Praxis-Workshop vorzubereiten - einerseits, damit die Studenten effektiv arbeiten können, andererseits, damit sie erahnen, welche Relevanz manche Dienste aus PR-Sicht haben (oder nicht). Um welche Themen soll es konkret gehen?

  • Browsing: Ja, das klingt erstaunlich. Aber ich habe festgestellt, dass doch einige Kursteilnehmer ihre Browser so nutzen, wie sie mal installiert wurden. Als Firefox-Arbeiter will ich mich damit nicht abfinden und zumindest ein paar ergänzende Suchmaschinen vorschlagen, Erweiterungen wie ScreenGrab, um Websites einfach zu speichern, den SessionManager, damit man eine Recherche in vielen Tabs speichern kann, und schließlich ein paar Javascripts (z.B. für technorati) für die Lesezeichen-Leiste. Vielleicht kommen wir noch zu User-Scripts à la Greasemonkey.
  • Tagging und Social Bookmarking will ich zusammenfassen. Sind für mich elementare Produktivitätstools. Wir werden uns Furl, Del.icious und Mister Wong anschauen, wobei wir im Semester mit Mister Wong arbeiten werden. Neben dem reinen Ablegen von Bookmarks spielen die Recherche in solchen Archiven sowie die Zusammenarbeit mit anderen für mich eine besondere Rolle.
  • Blog-Suchmaschinen bzw. Blog-Monitoring. Großes Thema, da werden wir uns an meinen vor einiger Zeit veröffentlichten Erfahrungen entlanghangeln und bekommen von einer Absolventin Einblicke in die Praxis des Blog-Monitorings bei einem großen Unternehmen.
  • (Mikro-)Blogging. Für die Studenten ist Bloggen nicht neu, insofern werden wir nur Twitter anschauen und ein paar Besonderheiten bei Weblogs (z.B. Blog-Hosting vs. selbst installiert, Bloggen in geschlossenen Nutzergruppen und Widgets).
  • Podcasting. Hier geht’s zunächst im Wesentlichen um einen Einstieg (Abonnieren, Quellen, Einsatz von Skype/Powergramo).
  • Social Communities. Das wird einmal quer durch’s Beet gehen - von Flickr über Qype bis Facebook und XING. StudiVZ und YouTube muss man in dieser Runde ja nicht mehr vorstellen ;-)
  • Mashups/Aggregiertes: Hier werden wir mal schauen, was man mit GeoTagging à la Google Maps, mit Netvibes am Desktop oder Pageflakes anstellen kann.
  • Und schließlich werden wir uns noch ein paar kleinere Tools anschauen, die das Online-Leben erleichtern, z.B. TinyURL, CoComment, Web-Office-Anwendungen wie Zoho oder Google-Docs und schließlich Slideshare.

Hm, ziemlich viel Stoff. Bin ja mal gespannt, wie weit wir kommen. Die Inhalte des Seminars basieren übrigens auf einen ersten Vorschlag von mir in unserem internen Wiki, den dann die Studenten ergänzt haben, getreu dem Motto: Wer etwas Interessantes kennt, zeigt es den anderen. Und wer etwas wissen möchte, schreibt es auch rein.

P.S.: Sorry für den linkfreien Text heute, aber das war nicht mehr zu schaffen - das meiste dürfte ja bekannt sein…

Categories: Lehre · Socialweb · Tools
Getaggt: , ,

Datenbank 2.0: PR-Aktivitäten im Social Media-Umfeld

19 September 2007 · 2 Comments

Das ist eine nette Idee: Eine Art öffentliche Datenbank, die eine Übersicht gibt, wie Social Media in der PR eingesetzt werden (Fallbeispiele) bzw. welche Möglichkeiten es gibt (Theorie). Das Ganze funktioniert mit Zoho, einem Konkurrenzprodukt zu Google Docs, das jedoch leistungsfähiger ist. Initiiert wurde das Projekt vom Friendly Ghost, einem Londoner PR-Blogger. Das Dokument ist einerseits eine kleine Fundgrube, andererseits ein gutes Beispiel für Wissensmanagement im Web 2.0. Die Lösung ist für manche Aufgaben sicher eine gute Alternative zu einem Wiki.

Categories: Online-PR · Socialweb · Tools · Wiki

WordPress: Kommentar-Schluckauf

27 August 2007 · 2 Comments

Update 2: So, jetzt scheint alles wieder rund zu laufen…

Sorry an alle, die hier weiterdiskutieren möchten, aber gerade vergeblich kommentieren: Aus irgendeinem Grund veröffentlicht mein Blogprovider wordpress.com im Moment keine Kommentare - nach dem Absenden verschwinden die einfach. Vermute, das liegt an einer größeren Server-Wartung, die WP gestern gemacht hat. Auch die Zählung der Kommentare läuft gerade nicht rund. Hat jemand einen Tipp? (bitte an thomas.pleil at gmail.com)

Update 1: offenbar blockiert WP nur eigene Kommentare (egal, ob man angemeldet ist oder nicht). Andere kommen durch. Lustigerweise werden all meine Kommentar-Versuche, die in WP verschwinden, in CoComment treu und brav aufgelistet.

Categories: Tools

Weblogs als PR-Tool - Experteninterview

17 Juli 2007 · 1 Comment

Das Web 2.0 - und besonders Weblogs - und seine Chancen und Risiken für die PR sind immer wieder Thema studentischer Abschlussarbeiten. Oft geht es dabei um relativ grundsätzliche Fragen, die sich gelegentlich auch wiederholen. Das ist auch ok so, schließlich sind für Diplomanden Abschlussarbeiten, die an anderen Hochschulen entstanden sind, meist nicht verfügbar. Die folgenden Fragen kommen von Studentin der Publizistik und Kommunikationswissenschaften an der Uni Wien und sollen ihr für ihre Bakkalaureatarbeit weiterhelfen. Viel Erfolg!

Sehen Sie in der Verwendung von Weblogs die Zukunft der PR?

Nein, die Zukunft nicht. Weblogs können aber ein Instrument der PR sein. Jeder, der PR plant, sollte so vorgehen, wie bisher auch: die Situation analysieren, Ziele definieren, eine Strategie festlegen und Maßnahmen, wie diese umgesetzt werden soll. In diesem Prozess kann es sich zeigen, dass Weblogs im Einzelfall sinnvoll sind oder nicht.
Generell aber wandelt sich die PR: Reine Einwegekommunikation, die bisher im Mittelpunkt der Praxis stand, wird etwas an Bedeutung verlieren. Gleichzeitig werden dialogorientierte PR-Strategien (und damit auch Instrumente, die dies ermöglichen wie z.B. Weblogs) an Bedeutung gewinnen - allein schon, weil dieser Dialog mehr und mehr von den Bezugsgruppen eingefordert wird. Doch um Missverständnisse zu vermeiden: Dies gilt nicht für jedes Unternehmen, und Einwegekommunikation wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen.

Eignet sich die Verwendung von Weblogs zur Krisen-PR? (Früherkennung von Krisen) Wenn ja in welcher Art und Weise sind sie einsetzbar?

So wie Unternehmen auch die Medienberichterstattung im Sinne des Issues Monitoring auswerten, sollten sie Weblogs nicht ignorieren. PR-Abteilungen sollten in jedem Fall wissen, welche Blogs es gibt, die sich mit Themen beschäftigen, die auch für das Unternehmen von Bedeutung sind. Möglicherweise kommen die PR-Praktiker dann zum Ergebnis, dass die Blogosphäre für sie momentan weniger relevant ist. Für Marken würde ich dies jedoch eher bezweifeln. Und natürlich ist es notwendig, sich alle paar Wochen neu umzuschauen.
Grundsätzlich erwarte ich von einer zeitgemäßen PR zumindest, dass sie z.B. nach dem Namen des eigenen Unternehmens, den eigenen Markennamen und den Namen der Top-Manager kontinuierlich sucht bzw. automatisierte Suchabfragen laufen lässt - unabhängig davon, ob bestimmte relevante Blogs gefunden wurden, die laufend gelesen werden.

Im Fall einer Krise kann ein Blog natürlich ein sinnvolles Instrument sein, mit dem schnell über die aktuelle Entwicklung berichtet wird. Dies setzt allerdings einige Erfahrung im Umgang mit Blogs als Instrument und Bloggern als Kommunikationspartnern voraus. Wer unerfahren erst in der Krise die ersten Schritte mit Weblogs macht, läuft Gefahr, die Krise zu verschlimmern.

Was wird durch Weblogs für den PR Treibenden in Bezug auf seine Arbeit einfacher? Was ist vielmehr zu beachten?

Die Welt wird für den PR-Treibenden erst mal komplizierter, denn mit Weblogs und anderen wichtigen Anwendungen des Web 2.0 (z.B. Communities, Podcasts) entstehen viele neue Arenen der Öffentlichkeit. Dafür hat er die Möglichkeit, noch bevor die klassischen Medien Themen aufgreifen, von Diskussionen der eigenen Bezugsgruppen zu erfahren und kann mit diesen ggf. auch in eine Diskussion einsteigen.

Dienen Weblogs Ihrer Meinung nach als Meinungsbilder einer gesamten Öffentlichkeit/Zielgruppe oder nur der Opinion Leader?

Blogger als Autoren können sich zu Opinion Leadern entwickeln. Sicher sind Blogs nicht Meinungsbildner einer gesamten Öffentlichkeit, aber sie können Anteil daran haben. Beispiel: Wenn ein Konsument ein bestimmtes Produkt kauft und kontinuierlich von seinen Erfahrungen damit in einem Weblog berichtet (Beispiel: Mein 1erBlog), ist es wahrscheinlich, dass andere Konsumenten, die überlegen, dieses Produkt anzuschaffen, über Suchmaschinen auf diese Beträge stoßen und sich womöglich an den berichteten Erfahrungen orientieren (ähnlich wie bei Amazon oder ciao)

Wird es Ihrer Meinung nach neue Aufgabenfelder oder sogar Berufsgruppen innerhalb der PR durch Weblogs geben?

Aufgabenfelder: ja (ergibt sich aus den anderen Antworten). Berufsgruppen: Ich glaube nicht an wirklich neue Berufsgruppen, aber an einen zunehmenden Bedarf an PR-Leuten mit hoher Kompetenz in Online-PR.

Ist es Ihrer Meinung nach sinnvoll, selbst als PR Treibender im Interesse der Firma zu bloggen? Sollte man sich dabei zu erkennen geben?

Wer sich dabei nicht zu erkennen gibt, hat die Regeln der Blogosphäre nicht verstanden - egal, ob PR-Mensch oder Mitarbeiter einer anderen Abteilung. Zum ersten Teil der Frage: Pauschale Antworten sind hier kaum möglich, da dies von vielen Konstellationen abhängt (Konzeption des Blogs, Kommunikationssituation des Unternehmens, Branche etc.) In der Praxis haben sich Gruppenblogs sehr gut bewährt (z.B. Frosta). Hierdurch kommen unterschiedliche Themen und Perspektiven aus einem Unternehmen ins Blog. Alternativ kann es sehr spannend sein, unterschiedliche Mitarbeiterblogs zu fördern. Je nach ihrer Tätigkeit können sie mit ihren Blogs unterschiedliche Bezugsgruppen adressieren. In der Tendenz stehen gerade PR-Leute nicht im Ruf, authentisch zu kommunizieren, insofern kann hängt es sehr vom Thema des Blogs ab, ob es akzeptiert wird, wenn dieses von PR-Leuten geschrieben wird. In vielen Fällen scheint es mir sinnvoller, dass PR-Leute andere Mitarbeiter darin coachen, Weblogs zu nutzen. Legitim ist natürlich, in anderen Weblogs auch als PR-Mensch zu kommentieren - sofern er sich zu erkennen gibt und einen wirklichen Beitrag zur Diskussion leistet.

Ist es sinnvoll einen eigenen Blog (für die Firma) zu betreiben?

Die Frage stellt sich so pauschal nicht. Es kommt u. a. auf die Firma, den Markt, und die Kommunikationsziele an (s.o.). Und ganz wichtig: Es muss jemand da sein, der das gern und gut machen kann.

Sehen Sie die Weblogs als eine kostengünstige Form der externen PR?

Nein. Das Einrichten eines Weblogs ist zwar eine geringe finanzielle Investition. Allerdings wird für den laufenden Betrieb viel Arbeitszeit benötigt.

Wo sehen Sie die Vor- und Nachteile der Weblogs in der internen PR? (der eigene Mitarbeiter als Blogger)

Ein sehr weites Feld. In Kürze sehe ich diese Vorteile: Verbesserung der Kommunikation innerhalb von Teams, aber auch die Möglichkeit der Vernetzung zwischen Teams (ortsunabhängig), Reduzierung des Mail-Aufkommens; CEO-Blog: direkter Dialog bzw. authentische Kommunikation zwischen Mitarbeiter und Leitung.
Nachteile: erfordert einige Zeit und Disziplin

Glauben Sie an eine verminderte Nutzung der „klassischen Medien“ durch den PR Treibenden?

Dann wäre er leichtfertig: Auf absehbare Zeit wird der Journalismus eine dominierende Rolle in der Meinungsbildung spielen. Mögliche Ausnahme: spezielle Fachthemen bzw. Themen, die speziell in Internet-Öffentlichkeiten diskutiert werden.

Können Plattformen wie Second Life der PR hilfreich sein oder sehen Sie deren Chancen eher für die Werbung? (Stichwort Product Placement).

SL und ähnliche Plattformen bieten aus PR-Sicht zwei mögliche Vorteile: Erstens kann man das SL-Engagement zum Thema eigener PR machen. Dieser Effekt hat sich meiner Meinung schon länger abgenutzt. Zweitens kann es sein, dass man in SL relevante Bezugsgruppen trifft, mit denen man gerade in dieser Plattform sinnvoll kommunizieren kann. Mein Gefühl dazu ist, dass die Wahrscheinlichkeit hierfür für die meisten Unternehmen gering sein dürfte (was keine individuelle Analyse ersetzt).

Sehen Sie in Weblogs eine Möglichkeit der emotionalen Bindung des Kunden an das Unternehmen?

Grundsätzlich ist dies möglich, in einzelnen Fällen sogar besser, als mit anderen PR-Instrumenten. Gut gemachte Weblogs bieten die Möglichkeit, dass ein Unternehmen nicht als anonymer Betrieb, sondern authentisch und lebendig wahrgenommen wird (Beispiel 1 | 2).

Categories: Business Blog · PR-Beruf · Socialweb · Tools

Blogs und Datensicherheit

11 Mai 2007 · 1 Comment

Nur mal so ein kleiner Tipp für WordPress-User (ich bin ja auch einer): Über “Verwalten” - “Exportieren” erlaubt WordPress sehr bequem das Sichern aller Beiträge und Kommentare im Blog als xml-Datei. Die kann man im Zweifel bei einem anderen Anbieter schnell wieder reinlesen. Keine Ahnung, ob andere Provider Ähnliches bieten. Ist aber auf jeden Fall bequemer als der Google-Cache.

Categories: Tools

TopTenSources: Nice little Aggregation Tool

24 März 2007 · No Comments

Just stumpled on TopTenSources - a tool that allows you to start your top ten bloglist on a topic you can define yourself. TopTenSources will aggregate it and offers a feed with your sources. Also, you can integrate a widget on your blog with the newest posts of your top ten list. Personally, I prefer to integrate feeds like these into my Netvibes desktop. My collegue Robert French from Auburn University started about a year ago a list with academic PR blogs. Some days ago he added this blog. Thank you for the honour - it’s a good motivation to write more English posts ;-)

Categories: Akademisches · Tools · english

Also on Twitter now

19 März 2007 · 2 Comments

No more excuses: This morning I was asked by two people to join Twitter within an hour. And after a diner talk with Neville and Martin in Ghent and skyping with Klaus Eck on it today, I finally joined the community.

Still, I have to learn to get along with this new way of microblogging (Wikipedia). But Klaus’ idea of using Twitter in classroom really sounds interesting. Maybe Twitter can help to find new ways in collaboration with a group of students: Perhaps a student is working on his thesis and stumples upon an interesting source and he/she likes to share or he/she has just a short question within his/her network. I can imagine that I will also use it in a similar way together with colleagues and other people within my network. Like a kind of loose group chat.

And maybe there will be new possibilities for PR, too. Wolfgang and Klaus are working hard on creating ideas on it, yet ;-)

Categories: Tools · english

OpenID und WordPress

8 März 2007 · No Comments

An vielen Stellen wird derzeit über OpenID diskutiert. Die Idee: Eine über Anwendungen bzw. Websites hinweg gültige einheitliche Authentifizierung. Gerade im Web 2.0 explodiert ja die Zahl der Userkennungen, die man mit sich herumschleppt, förmlich. Da könnte ein übergreifendes Framework schon angenehm sein. Gerrit von Aaken (der übrigens im Sommersemester bei uns das Blogdings lehren wird - herzlich willkommen!) hat einige einführende Quellen zum Thema zusammengestellt. Entscheidend wird natürlich sein, wer bei diesem Projekt alles mitmacht. Da inzwischen auch große Player wie AOL und Microsoft auf den Zug aufspringen wollen, könnte daraus wirklich was werden. Da freut mich natürlich, dass ich dank WordPress.com-Blog bereits eine OpenID besitze.

Categories: Tools

Our first SMNR built with Edelman’s StoryCrafter

8 Januar 2007 · 1 Comment

Together with my students I had the opportunity to play a bit with Edelman’s Storycrafter, a CMS helping to build Social Media News Releases. Beside playing and giving feedback to Edelman we published our first SMNR with StoryCrafter. Additionally we published a hand-made SMNR for comparison. The hand-made way is quite flexible but it wouldn’t be useful to manage a bunch of SMNR.

If you like to have more information on the StoryCrafter itself please refer to Robert French whose students also played with it. Over there I gave some impressions in German.

>> Das Textdepot: Social Media News Release: Unsolved Problems

Categories: Experimente · Online-PR · Socialweb · Tools · english

technorati und Google BlogSearch: Verpatzte Kür

3 Januar 2007 · 8 Comments

Also irgendwie bin ich jetzt schon etwas genervt: Vor gut drei Monaten habe ich bei technorati ein paar Watchlists und bei Google Blog Search einige Blog Alerts eingerichtet. Sinn der Sache: Beide Blogsuchmaschinen wollen es ermöglichen, dass man beliebige Suchabfragen automatisiert ablaufen lässt und die Ergebnisse per RSS abonniert. Und was kommt raus? Großer Käse.

Eigentlich dachte ich, es sollte gar nicht so schwer sein, bei den beiden größten Anbietern der Blogsuche, ein paar Themen zu abonnieren. Ist es eigentlich auch nicht. Und so habe ich bei Google z.B. das Schlagwort “Nonprofit-PR” abonniert, ebenso “Online-PR” und “Pleil”. Die letzteren habe ich zum Vergleich auch bei technorati abonniert, hinzugenommen habe ich dort noch “Onlinejournalismus Darmstadt”. Doch die Enttäuschung: Die Ergebnisse beider Suchmaschinen sind absolut nicht nachvollziehber und erscheinen im Dauertest ziemlich zufällig. Seltsamerweise finden sie zum großen Teil auch ganz Unterschiedliches. Heute lieferte mir technorati unter “Journalismus Darmstadt” Posts, die älter als zwei Monate waren, unter “Pleil” war das jüngste Post vom 22.12, bei Google gar vom 16.11.. Hey, ich habe seitdem einiges geschrieben und kommentiert. Seltsam auch: Alle paar Tage tauchen Ergebnisse in meinem Reader auf, die mir die beiden Gesellen schon Tage zuvor serviert haben.

Aber auch die manuelle Suche ist nicht viel besser: Gebe ich “Thomas Pleil” (ja, das klingt eitel, aber da weiß ich wenigstens, was gefunden werden sollte) in Google Blog Search ein, ist auch dort das neueste Post vom 22.12. Bei diesem Vergleich ist mir mehrfach aufgefallen, dass eine direkte Suche in den Maschinen wesentlich aktuellere Ergebnisse liefert als der RSS-Feed. Wobei auch diese Ergebnisse noch nicht zufrieden stellen.

All das bestärkt leider meine schon zuvor nicht allzu gute Meinung von diesen Blogsuchmaschinen (die übrigens Kommentare in Blogs generell auszuklammern scheinen.) Wenn ich PR-Praktiker wäre, der wissen möchte, was über mein Unternehmen oder meine Marke geschrieben wird, dann wäre ich mit diesen Tools ziemlich hilflos.

Hat jemand ähnliche oder andere Erfahrungen gemacht?

Disclaimer: Grundlage dieses Beitrags ist keine systematische und wissenschaftlich haltbare Inhaltsanalyse, sondern Erfahrungen aus dem täglichen Arbeiten mit den genannten Tools.

>> Blog Rankings: Vorsicht, PR-Falle!

Categories: Experimente · Tools

Einmal Online-Redaktion spielen

12 Dezember 2006 · 1 Comment

Wikipedia-Gründer Jimmy Wales hat ein neues Projekt vorgestellt: openserving.com. Worum geht’s? openserving ermöglicht es ganz einfach, eine Community-Website aufzubauen, die als Mischung aus Gruppenblog, Wiki und Digg-Seite begriffen werden kann. Hm? Ich sehe ein ganz einfache Anwendungsmöglichkeit: Ein paar Journalisten (oder Studenten oder Privatleute) haben ein Thema, zu dem sie schreiben wollen. Sie überlegen sich ein redaktionelles Konzept - und legen los. openserving stellt kostenlos die Software und den Webspace zur Verfügung und gibt sogar die Erträge von Anzeigen vollständig an die Besitzer einer solchen Site weiter. Also: Wer ohne jedes Kapital (monetär) und ohne technische Know how ein Online-Journal aufbauen möchte, könnte damit einen Einstieg versuchen.

(via mashable.com)

Categories: Medien · Socialweb · Tools