Lesedepot: Die Tipps der Woche (weekly)
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Es scheint ganz so, dass rund um die Proteste in Istanbul Mobilkommunikation und speziell Facebook und Twitter dermaßen ausgebremst werden, dass sie vor Ort nicht oder kaum nutzbar sind.
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Fi Blog | USAToday.com: Redesigning One of America’s Most Popular News Sites
Vermutlich ist usatoday.com seit dem Relaunch eine der innovativsten Nachrichtenseiten. Im hier verlinkten Beitrag erklärt die Agentur, wie diese Seite entwickelt wurde und welche Content Strategie dahinter steckt.
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The Facebook experiment has failed. Let’s go back. — A Programmer’s Tale — Medium
These: Facebook unterstützt das Verbreiten platter Inhaltte durch Die Mechanismen “Like” und “Share”. Man kann’s vermutlich auch umdrehen: Es sind die Nutzer, die auf Cat-Content intensiver reagieren als auf viele ernste Themen. Bezeichnend allerdings: Artikel mit dem Tenor, Facebook langweile, häufen sich. Und darin stimme ich weitgehend überein.
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Daniel Burrus: How the 3D Web Will Transform Your Business
Kleiner Blick in die Zukunft: HuffPo-Autor Daniel Burros hat den Prototypen eines 3D-Webbrowsers ausprobiert und geht davon aus, dass wir demnächst 3D-Websites haben, z.B. Produktseiten oder Konferenzen – und zwar nutzbar mit Tablet oder Samrtphone. Ich bin ja gespannt: Bis heute scheitern einige Autofirmen an mobilen Endgeräten…
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Statigram ~ Helping your Brand Instagram Better
Hier wird erklärt, wie das Tool Statigram den professionellen Einsatz von Instagram, das an manchen Ecken sehr reduziert daher kommt, unterstützen kann. Eine Integration in Hootsuite gibt’s auch.
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Twitter: “Wir sind kein Social-Media-Service” | Digital Life | futurezone.at: Technology-News
Die Futurezone hat die Kommunikationschefin von Twitter besucht und ein interessantes Interview veröffentlicht. Zum Selbstverständnis: “Wir sind ein Echtzeit-Informationsnetzwerk” – und kein Social Network, sagt Karen Wickre
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Mobiles Internet und die Lebenswelten von Konsumenten » Der Bank-Blog
Mobiles Internet und die Lebenswelten von Konsumenten
Lesedepot: Die Tipps der Woche (weekly)
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In diesen Tagen immer wieder nachgefragt: eine Liste mit Feedreadern – denn bald ist’s Sense mit dem Google Reader
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The Epic List of Content Strategy Resources
Jonathon Colman hält, was er verspricht und liefert einen super-ausführlichen und hilfreichen Überblick zu Content Strategie-Quellen (via @heinz)
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Nutella’s lawyers shut down World Nutella Day: STOP LIKING US SO MUCH! – Boing Boing
Klingt ja schon skurril: Da identifizieren sich Kunden so sehr mit der Marke Nutella, dass sie einen zuckersüßen Nutella-Tag ausrufen. Mit Rezepten, Fotos auf Pinterest etc. pp – ein richtiges Fanprojekt eben. Und was machen die Anwälte von Ferrero? Sie verbieten das Ganze. Naja, um dann kurz darauf von der Kommunikationsabteilung wieder eingefangen zu werden, die eilig beteuert, wie wichtig ihr solche Fans sind (bit.ly/10n6rP9)
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5 Einwände/Fragen gegen soziale #Kommunikationsplattformen | Enterprise 2.0
René Sternberg hat sich typische Einwände gegen sozialeIch engagiere mich ehrenamtlich in dem Verein GFPS, der momentan die soziale Plattform Swabr ausprobiert. Swabr ist eine Mischung aus Facebook und Twitter und dient primär der internen Kommunikation. Im Zuge der Einführung kamen einige Fragen und Argumente auf, die so sicherlich auch in anderen Vereinen/Unternehmen auftreten.
Wenn Silos bröseln, helfen Markenstärke oder starke Personen

Eigener Kopf….
Es ist schon bitter: Da entdecken viele Unternehmen und Institutionen gerade mal Facebook – beziehungsweise ringen sie sich durch, dort zu sein, wo vermeintlich alle sind -, da stellen andere schon wieder die Frage, ob Facebook nicht eine Art Riesenkaufhaus in der Fußgängerzone sei, das vielleicht den Durchschnitt anspricht, während die Jungen und die Meinungsbildner lieber durch die Stadtteile schlendern und in kleine Boutiquen oder Eckkneipen mit ihrem jeweils ganz eigenen Stil gehen. Dass Plattformen im Web kommen und gehen, ist an sich nicht neu. Und auch, dass Facebook junge Nutzer verliert, ist immer wieder mal angesprochen worden. In einem sehr lesenswerten Artikel hat sich Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach einige Gedanken über das “big picture” gemacht. Ein paar dieser Überlegungen möchte ich aufnehmen und auch nochmal aus der Perspektive der PR ansehen. Mein Eindruck: Für ein paar Unternehmen oder Organisationen kann es sogar leichter werden, wenn sich die Silos auflösen. Für viele aber eben nicht.
Dass Facebook bei einigen Nutzergruppen – speziell bei jungen – an Attraktivität verliert, ist schon vielfach festgestellt worden. Ob man sich harte Zahlen anschaut oder die eigenen Kinder beobachtet, wie Wolfgang es tut: Facebook hat für sie eine immer geringere Bindungskraft. Dies deckt sich auch mit meinen Beobachtungen. Nicht mal mehr der Chat ist meinen beiden Teenagern dort wichtig. Wenn man mal Lust hat, geht man dort hin, so wie man halt in eine Schulkantine geht: Vielleicht gibt’s ja was halbwegs Vernünftiges zum Essen und wahrscheinlich hängt man dann doch ein bisschen mit anderen ab, die man gerade trifft. Aber eigentlich macht man beides nur im Notfall. So weit, so gut.

… oder Silo?
Kontextbezogene Plattformen
Was Wolfgang meint, wenn er davon spricht, dass sich Silos auflösen, ist dies: Viele Nutzer – vor allem junge – nutzen immer mehr Plattformen und Dienste, und zwar jeweils für ganz unterschiedliche Anlässe und Aufgaben. Da gibt es reine Chat- bzw. Messaging-Plattformen, eigene für die Schnappschüsse, andere für Musik, und auch Twitter scheint bei Jüngeren beliebter zu werden. Für unterschiedliche Kontexte gibt es als verschiedene Orte. Und immer sind sie zugänglich – und zwar über das Smartphone. Wichtig ist zudem Wolfgangs Hinweis auf die jeweiligen kulturellen Codes innerhalb einer jeden Plattform. Gemeint ist damit, dass jede Plattform eine eigene soziale Umgebung ist mit eigenen Feinheiten in der Kommunikation etc. Soziale Interaktion differenziert sich also im Web aus, und man könnte behaupten, dass die Fähigkeit, sich an solch unterschiedliche Umgebungen anzupassen (bzw. sie überhaupt in ihren Eigenheiten wahrzunehmen) ein ganz spezieller Aspekt von Web Literacy ist.
Die anderen sind dabei
Einen Gedanken möchte ich in diesem Szenario ergänzen, den ich bei Josh Miller, dem Gründer von Branch, gefunden habe: Er arbeitet sehr treffend heraus, dass sich zwar die Zahl der Plattformen erhöht, auf der sich die Leute bewegen, aber dass die meisten Nutzer dort doch meistens mit den selben Leuten abhängen. Der Grund: Das Adressbuch auf dem Smartphone (ich würde es um die Facebook-Kontakte ergänzen). Was hat es damit auf sich? Kaum meldet man sich auf einer weiteren Plattform an, will diese abgleichen, welche der eigenen Kontakte schon da sind, damit man sich mit diesen vernetzt. Oder man bekommt sofort eine Nachricht, wenn sich ein Buddy nun auch bei einer Plattform angemeldet hat, die man selbst nutzt. Gerade durch Smartphones, so Miller, wird also begünstigt, dass man den eigenen “Social Graph” immer dabei hat – wobei ich davon ausgehe, dass viele Nutzer nicht jeden Kontakt in jedem Umfeld akzeptieren, sondern je nach Kontext neue Teilmengen des Social Graph den Ausgangspunkt bilden und erst dann bis zu einem gewissen Grad neue Beziehungen in einer Plattform aufgebaut werden. So bin ich beispielsweise bei Foursquare mit einer Vernetzung mit anderen viel zurückhaltender als auf Facebook, Path handhabe ich völlig restriktiv, während ich bei Instagram recht vielen Leuten folge, die ich überhaupt nicht kenne, aber mit denen mich ein kultureller Code verbindet, um im Bild zu bleiben.
Eine Kommunikationssicht
Als PR-Mensch interessiert mich natürlich, was dieses Szenario, das ja in gewisser Weise Zukunftsperspektiven für das Social Web skizziert, bedeuten kann. Beginnen wir mit Facebook. Teilweise wird ja so getan, als wäre die Plattform das kommunikative Allheilmittel. Schließlich könne man jung und alt dort erreichen, und das dann noch in großer Zahl. Endlich eine Lösung für alles, mögen sich da manche Marktiers freuen. Dass sie sich Aufmerksamkeit zu einem gewissen Grad erkaufen müssen, scheint den meisten längst akzeptabel. Nochmal Wolfgang:
What we see is kids and multipliers moving away from the silo. Still the majority is there. Especially middle aged people with average internet skills maximum. So talking with marketers, Facebook is great to reach 25 to 39 year old middle class consumers. Or it might be if you are able to invest enough advertising dollars inside Facebook.
Was bedeuten diese Entwicklungen also aus Kommunikationssicht? Einiges können wir vermutlich erst erahnen, müssen diskutieren und dann (Forschung!) überprüfen. Zunächst: Wenn man sich bewusst ist, wen man wirklich auf Facebook erreicht und wie, ist ja schon vieles gut. Vieles wissen wir aber auch nicht so richtig bzw. lernen durch Ausprobieren. Ein Mini-Beispiel: Mit unserer kleinen Facebook-Seite zu unserem Mediencampus hatten wir ursprünglich die Idee, dort auch Studieninteressenten zu erreichen. Ergebnis: Auf der Seite sind Alumni und einige unserer Studenten, was uns freut. Aber Studieninteressenten? Fehlanzeige. Gerade eben zeigt eine Befragung aus der Schweiz, dass Jugendliche Facebook nun wirklich nicht nutzen, um sich Infos zu Studium, Berufsausbildung oder Arbeitgebern zu holen. Ist (Nachwuchs-)Recruiting auf Facebook also überschätzt?
Ich finde zum Beispiel die Frage extrem spannend, ob und unter welchen Bedingungen Jugendliche Unternehmen, Marken oder Organisationen im Social Web überhaupt akzeptieren. Meine Vermutung: Wenn, dann muss es einen sehr engen Bezug zur eigenen Lebenswelt geben. Heißt: Eine Marke, die ich schon immer cool finde, akzeptiere ich vielleicht. Ein Unternehmen, das ein ausnahmsweise gelungenes Recruiting-Video gemacht hat, like ich deshalb noch lange nicht. Vielleicht reiche ich das Video weiter. Weiß ich aber am nächsten Tag noch, welcher Firma der Spaß zu verdanken war? Vielleicht können wir in einigen Wochen zu diesen Fragen und Hypothesen etwas mehr sagen: Ein Team aus unserem Masterstudiengang Medienentwicklung bereitet gerade Fokusgruppen mit Jugendlichen aus verschiedenen Schultypen vor, um mehr zum Thema Jugendliche und Firmen/Marken im Social Web zu erfahren.
Marken sind nicht im Adressbuch
Zurück zum “Un-Bundeling” wie Wolfgang es nennt. Was bedeutet es denn für Organisationen und Unternehmen, wenn kontextbezogen ganz unterschiedliche Plattformen und darin unterschiedliche kulturelle Codes genutzt werden? Die Sache wird vermutlich aufwändig. Denn während Nutzer ihren Social Graph von einer Plattform auf die nächste – leicht rekonfiguiert – mitnehmen, sind Marken oder Unternehmen typischerweise nicht Teil des Adressbuches. Denn einfache Likes oder Followings nimmt man nicht von einer Plattform zur nächsten mit. Unternehmen und Marken sind eben keine Personen, die im Adressbuch stehen. Das bedeutet, dass Unternehmen jedes Mal wieder von Neuem versuchen müssen, Teil der Wahrnehmungswelt von Nutzern zu werden, wenn sie überall eine Begegnung schaffen möchten. Hierzu müssen sie großen Aufwand betreiben, sich den jeweiligen kulturellen Codes anpassen und abhängig vom jeweiligen Umfeld in der Lage sein, ihren Stakeholdern einen Nutzen schaffen, auf dass diese eine Verbindung als lohnend empfinden.
Vorstellbar ist aber auch eine andere Konstellation: Nämlich die, dass Marken oder Unternehmen über Personen kommunizieren. Habe ich mich mit dieser Person schon mal irgendwo vernetzt und ist diese ok, so vernetze ich mich mit ihr wahrscheinlich auch auf einer anderen Plattform. Dass die Person eine Marke, ein Unternehmen repräsentiert, ist nachrangig, dürfte aber zu gegebener Zeit dennoch wahrgenommen werden.
Folglich wäre die Hypothese, dass in der Onlinekommunikation künftig entweder sehr starke Marken besonders aussichtsreich sind oder Unternehmen/Organisationen, die es schaffen, starke Botschafter zu entsenden. Wobei ich bei solchen Botschaftern eine weite Spanne sehe: Dies kann ein echter Star sein, der zum Beispiel für ein Konsumgut steht, es kann aber auch ein Experte sein, der in der B2B-Kommunikation sein Wissen teilt und so die Kompetenz seines Unternehmens unterstreicht oder der Handwerker um die Ecke, der im Netz einfach nur er selbst ist – aber immer ein sympathischer und nahbarer Mensch. Findet dieser dann eine Umgebung, in die er genau passt, versteht er deren kulturelle Codes, kann Beziehungspflege im Social Web hervorragend gelingen – ohne dass man mühsam um Aufmerksamkeit heischen muss. Während Firmen, die traditionell Zielgruppen bearbeiten und in Reichweite denken, das Aufbrechen von Silos bedauern mögen, kann es für andere durchaus sinnvoll sein, genau am richtigen Fleckchen mit den für sie wirklich relevanten Leuten in Kontakt zu sein. Und das bedeutet wohl letztlich ein bisschen weniger Marketing und ein bisschen mehr Kommunikation. Eine Situation übrigens, über die wir schon mal diskutiert hatten – kurz bevor Facebook groß geworden ist.
Update (24.5.): Daniela A. Caviglia hat sich netterweise mit diesem Beitrag intensiv auseinandergesetzt und berechtigte kritische Fragen gestellt. Einen Aspekt will ich hier deshalb noch etwas stärker herausarbeiten: Mein Eindruck ist, dass die meisten Unternehmen nicht die Angst haben müssen, auf immer mehr der aufkommenden Plattformen unterwegs sein zu müssen, sondern dass genauere Analysen und Planungen notwendig sind, um an der richtigen Stelle auf die richtige Art zu kommunizieren. Denn überall präsent sein, muss vielleicht eine Marke wie Coca Cola – für viele andere ist das wohl kaum die richtige Strategie. Herausfordernder wird die Sache aber sicher für Berater und Agenturen, denn sie müssen die vielen einzelnen Boutiquen und Treffpunkte im Netz gut kennen und verstehen.
Lesedepot: Die Tipps der Woche (weekly)
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VOCER — Zeitungen müssen promiskuitiv werden – beim Geldverdienen
Der Fernsehjournalist Jan Lerch schreibt einen offenen Brief an Verleger und erntet viel Zustimmung im Netz. Die Ausgangssituation: “Früher agierten Zeitungen in einer Art Informationswüste, heute agieren sie in einer Informationsflut, ihre vornehmste Aufgabe jedoch ist geblieben: Orientierung geben.” Davon ausgehend will Lerch dazu motivieren, online als neuen Markt wahrzunehmen und neue Konzepte zu entwickeln anstatt nur über Bezahlschranken und Werbung zu sprechen. Letztlich ein schöner Artikel, in dem eigentlich die Grundregeln jedes Marketings erklärt werden.
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How to be a Great Community Manager | Social Media Today
Artikel mit Präsentation zur Frage, wie man als Community Manager vermeidet, von seinem Job aufgefressen zu werden. Mir scheint das ein sehr wichtiges Thema zu sein, denn gerade Community Management ist vermutlich eine der Tätigkeiten von Onlinern, die man als dauerhafte Anstrengung wahrnehmen kann, bedenkt man, welche Auswirkungen nur ein unbedachter Kommentar, eine halb bedachte Löschung haben können.
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eBusiness_info – Dieburg, Germany – Organization | Facebook
Matthias Bastian war fleißig und hat zu unserem Projekt eBusiness-Lotse eine Facebook-Seite gebastelt. Dort gibt’s nun auch Infos zu Social Media, E-Learning und Wissensmanagement
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Wie das Handelsblatt die Alternative für Deutschland pusht – Politik – Süddeutsche.de
Ziemlich peinlich: Wie es scheint, hat das Handelsblatt bei einer selbst initiierten Befragung zur neuen Partei derart am Fragebogen gepfuscht, dass Ganze von Experten als Manipulation zu Gunsten der AfD wahrgenommen wird.
Visual Turn der PR: Werden KMU abgehängt?
Seit ein paar Jahren beobachten wir, dass Fotos und Videos gerade in der Onlinekommunikation fast unverzichtbar werden. Das hängt einerseits natürlich mit den Qualitäten von Bildern gegenüber Texten zusammen, andererseits verstärken viele Plattformen durch ihr Konzept den Druck, gute Bilder zu haben. Mit seinem Relaunch hat gerade eben Google+ seinen Beitrag zum Visual Turn in der PR geleistet. Aus Nutzersicht ist das sicher nicht verkehrt, aus Kommunikationssicht frage ich mich aber, ob diese Entwicklung besonders für KMU schmerzhaft ist und die Gefahr besteht, dass diese sich zunehmend schwer tun, eine angemessene Content Strategie zu entwickeln.
Aktueller Auslöser dieser Frage ist wie gesagt der diese Woche erfolgte Relaunch von Google+. Eine der auffälligsten Änderungen neben dem Pinterest-ähnlichen Kacheldesign: Fotos sind richtig groß und auffällig geworden, sie können die ganze Seitenbreite füllen. Das bedeutet Aufmerksamkeit, wenn man tolle Fotos (oder Grafiken) hat. Und schlechte Fotos oder keine zu haben, fällt erst recht auf, wie futerebiz argumentiert. Für bildstarke Marken ist das natürlich toll. Allerdings ist die Frage, wie kleine und mittelständische Unternehmen eine so stark visuell geprägte Contentstrategie ausfüllen können.
Nach unseren ersten Erfahrungen mit unserem Kompetenzzentrum eBusiness-Lotse Darmstadt-Dieburg, in dem wir die Aufgabe haben, KMU an aktuelle Entwicklungen u.a. in Social Media heranzuführen, habe ich da so meine Bedenken. Sehr grob über den Daumen geurteilt, fehlt dort oft noch viel Verständnis für die grundsätzliche Positionierung im Web und damit verbunden die Kompetenz (und die Ressourcen), um überhaupt systematisch im Social Web zu kommunizieren. Und auch wenn es für Kommunikationsprofis nach einem banalen Problem zu klingen scheint, der Druck, viel stärker mit Videos und Fotos arbeiten zu müssen, könnte die Dinge erschweren. Denn mein Eindruck ist, dass interessierte Mitarbeiter sehr wohl fit gemacht werden können, so dass sie twittern, bloggen oder Facebook-Posts schreiben können. Wirklich gutes Bildmaterial – noch dazu exklusives – muss aber bei Profis beauftragt werden. Stockfotos oder eigene Handyschnappschüsse dürften da nur im Ausnahmefall funktionieren (was mich an sich für Profifotografen freut).
Nun lässt sich natürlich leicht argumentieren, dass Google+ hier zu Lande ohnehin noch immer nicht zum Fliegen gekommen ist. Stimmt (wir hatten spaßeshalber in den ersten Monaten unseres Kompetenzzentrums nur auf Blog, Twitter und G+ gesetzt und haben nun doch eine Facebookseite nachgeschoben). Allerdings geht es gar nicht allein um G+. Denn fast jeder neuere Reader wie Flipboard oder Feedly betont Bilder; Instagram, Tumblr, Pinterest und viele andere sowieso.
Wie also könnten KMU oder Selbständige den visuellen Teil einer Content Strategie mit den üblicherweise sehr begrenzt vorhandenen Mitteln ausfüllen? Nach meinem Eindruck ein Thema, zu dem sich eine Diskussion lohnen würde. Gern hier im Blog, sehr gern natürlich auch in Form einer Session auf unserem Content Strategy Camp in zwei Wochen. Mit Sicherheit gibt es einige Best Practice-Beispiele, die wir anschauen könnten. (Und natürlich ist jeder andere Sessionvorschlag rund um Content Strategie hochwillkommen :)
Update (21.5.13): Daniel Rehn hat die Grundüberlegung dieses Artikels aufgegriffen und meiner Meinung sehr gut auf den Punkt gebracht. In der Diskussion bei ihm wurde jedoch kritisiert, wir würden das Pferd von hinten aufzäumen und wieder zuerst an Tools und Plattformen denken und Fotos an sich zum Ziel machen. Deshalb auch hier nochmal die Klarstellung: Ich gehe immer davon aus, dass klassisches Konzeptionshandwerk in der Onlinekommunikation notwendig ist. Meine Vermutung ist jedoch, dass hierbei berücksichtigt bzw. überprüft werden sollte, inwieweit sich die Online-Nutzungsgewohnheiten von Stakeholdern verändern. Die Hypothese: Bilder und Videos unterstützen zunehmend viele Onliner bei der Orientierung in der Infoflut; diese Entwicklung wird durch bildlastige Plattformen bzw. die offensive Präsentation von Bildern auf einigen Plattformen (einschließlich modernen Blogdesigns) unterstützt. Wer also gutes Bildmaterial hat, so die Annahme, wird mit seinen Beiträgen besser wahrgenommen (z.B. im Facebook-Stream, bei RSS-Readern wie Flipboard etc.). Dass hier noch einiger Forschungsbedarf besteht, ist klar.
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