Das Textdepot

Mit den Tags ‘FriendFeed’ versehene Einträge

Zukunft Online-PR: Die Agenda steht

19 Dezember 2008 · 6 Kommentare

Gerade noch rechtzeitig vor dem Fest ist sie nun festgezurrt, die Agenda zur Fachtagung „Zukunft Online-PR 2009„, die am 29. Januar 2009 an unserem Dieburger Campus stattfinden wird. Geplant, vermarktet und organisiert wird die Tagung im Rahmen eines Projektseminars von vier meiner Studentinnen.

Im Gegensatz zur ersten Auflage von „Zukunft Online-PR“ wird es diesmal neben Vorträgen mit Diskussionen auch drei Workshops geben. Veranstaltet wird das Ganze vor allem für PR-Praktiker aus der (engeren oder weiteren) Region und Studenten, weshalb sich das Orga-Team gegen ein BarCamp entschieden hat.

Worum wird es gehen? Um Corporate Blogging bei Daimler (Uwe Knaus), die Online-Strategien von Greenpeace (Volker Gaßner), die Gatekeeper Suchmaschinen (Martin Goldmann) , Communities (Thomas Frick) und Newslettern (unsere Absolventin Michaela Hudi). Workshops gibt’s zu den Themen suchmaschinenoptimiertes Schreiben (Charly Kahle), Twitter (Olaf Kolbrück) und RSS (Heinz Wittenbrink). Den Rahmen bilden zwei eher wissenschaftliche Vorträge, und zwar von Jan Schmidt zur Öffentlichkeit im Wandel und einen Vortrag von mir zur Online-PR im Wandel.

Ich bin sehr optimistisch, dass das Ganze recht spannend werden kann. Dank der Sponsoren profilwerkstatt, Software AG und fraport sowie viel Entgegenkommen der Referenten (danke an alle!) kostet die Teilnahme nur 35 Euro; Studenten sind gratis dabei. Die Anmeldung ist bis 26. Januar 2009 hier möglich.

Wie es sich gehört, gibt es natürlich schon im Vorfeld einige Kommunikation zum Event, beispielsweise auf Twitter, eine Gruppe in Xing oder einen (Friend)Feed.

Reblog this post [with Zemanta]

Kategorien: Lehre · Nonprofit-PR · Online-PR · Vorträge
Mit Tag(s) versehen: , , , , , , , , , , ,

Ströme und Pakete – ein Essay

6 November 2008 · 9 Kommentare

Als ich vor einigen Wochen ein inzwischen längst laufendes Seminar zu Online-PR vorbereitet habe, sind mir zwei große Entwicklungslinien aufgefallen, die nach meinem Eindruck gerade im Netz eine besondere Rolle spielen: Informationsströme und -Pakete. Was verstehe ich darunter? Ich versuche beides anhand meiner eigenen Wahrnehmung, also sehr subjektiv, darzustellen. (Vorsicht, das wird ein längerer und nicht tagesaktueller Post.)

(mehr…)

Kategorien: Socialweb
Mit Tag(s) versehen: , , , , , , , , , ,

Verschobene Schwerpunkte

18 Juni 2008 · 8 Kommentare

Es wird höchste Zeit, dass ich auch hier mal wieder ein Lebenszeichen von mir gebe. Nein, nein, ich habe das Bloggen nicht aufgegeben, wie schon manche vermuteten. Zwei Gründe hat die Ruhe hier: Erstens Arbeit. Zweitens aber auch ein verändertes Publikationsverhalten.

Die Sache mit der Arbeit ist einfach erklärt – mit der Semesterschlussphase. Das bedeutet: Einen Stapel Diplom- und Bachelorarbeiten auf dem Tisch, Kolloquien, Prüfungen, Endspurt in den Projekten – und aktuell auch Vorbereitungen für unseren Bachelor-Studiengang Online-Journalismus (bisher diplomieren wir unsere Absolventen). Für Bloggen bleibt da leider wenig Zeit. Solche Phasen haben wohl die meisten.

Der andere Grund für die seltener werdenden Blogbeiträge: Ich gehe mit Social Media inzwischen anders um als noch vor ein paar Monaten. Lange Zeit dachte ich, mein Blog sei der Mittelpunkt meiner Online-Aktivitäten. Andere Dinge wie Bookmarks oder Twitter habe ich weniger eigenständig gesehen und deshalb deren Feeds auch ins Blog gezogen. Mit Friendfeed hat sich das innerhalb von nur drei Wochen verschoben. Meine Überlegung: Wenn dort schon alle meine Feeds aggregiert werden – wozu dann noch die Bookmarks ins Blog ziehen? Und den Twitter-Feed? (den habe ich gerade eben hier aus dem Blog gekippt). So skeptisch ich anfangs gegenüber FriendFeed war – eines habe ich gelernt: Dort bildet sich ein eigenes soziales Netz rund um jeden Nutzer. Und zwar eines, das sich (zum großen Teil) unterscheidet vom Twitter-Netz und vom Kreis der Blogleser. Das gibt die Chance, die unterschiedlichen Formate unterschiedlich auszufüllen. Besonders ausgefeilt mache ich das zwar nicht, aber inzwischen nutze ich die Formate meist so:

  • Twitter: Mischung aus Orientierung/Promotion (Links zu fremden und eigenen Blogbeiträgen) und Kommunikation innerhalb des Netzwerkes,
  • Social Bookmarks: kommentiertes Archiv (übrigens wird es mir zu viel, für Lehrveranstaltungen in Mister Wong und ansonsten in del.icio.us zu bookmarken. Denke, ich nutze künftig nur noch eines und verwende zusätzliche Tags für Lehrveranstaltungen),
  • Blog: Etwas ausführlichere Beiträge oder stärker kommentierte Lesetipps,
  • FriendFeed: Zusammenfassung der genannten Feeds. Mehrwert: Lese-Tipps aus meinem Google Reader.
  • (der Vollständigkeit halber: Private Notizen mache ich in einem privaten Room bei FriendFeed und im Google Notebook; für Lehrveranstaltungen und Studiengangsorga nutzen wir Wikis)

Jetzt liegt natürlich die Frage nahe, ob ich mich mit all diesen Plattformen nicht fürchterlich verzettle. Ehrlich gesagt: Ich weiß es nicht. Im Moment stelle ich fest, dass (abgesehen von meinem del.icio.us-Netz) in den öffentlichen Projekten meine Netzwerke wachsen. So war ich z.B. erstaunt, dass innerhalb von etwa drei Wochen 42 User meinen FriendFeed abonniert haben. Und um nochmal auf meinen vollen Schreibtisch zurück zu kommen. Hier habe ich noch eine Erfahrung gemacht: Ich blogge zwar viel weniger, aber die anderen Kanäle nutze bzw. bediene ich dennoch. Böse könnte man sagen: Informationshappen statt Reflexion. Höflicher ausgedrückt: Die Orientierungsfunktion scheint beständiger zu sein. Alles hat eben seine Zeit.

Wie nehmen Sie dies wahr? Ist es übertrieben, innerhalb des Web 2.0 schon von einem veränderten Publikationsverhalten zu sprechen?

Und natürlich wäre auch weiter zu diskutieren, was solche Entwicklungen für die PR bedeuten. Für den Moment lande wieder bei dem Punkt, an dem ich neulich schon war: Man muss dorthin, wo die Stakeholder sind…

Kategorien: Persönliches · Socialweb
Mit Tag(s) versehen: , ,

Lesetipps fuer den 30. Mai 2008

30 Mai 2008 · Kommentar schreiben

Den regelmäßigen Lesern des Textdepots ist es vielleicht aufgefallen, dass es seit ein paar Tagen hier keine Lesetipps mehr gegeben hat. Eigentlich ist der Grund dafür banal: Die automatisierte Übernahme der Links von del.icio.us ins Blog hakt. Da das Ganze aber auch in meinem FriendFeed-Strom steckt und ich gerade ziemlich unter Druck bin, habe ich mich bisher noch nicht an die Reparatur gemacht. Heute liefere ich dafür ganz manuell zusammengestellte Lesetipps.

  • Umfrage für PR-Profis: Bei Philip Young habe ich entdeckt, dass gerade der Fragebogen zum European Communication Monitor 2008 freigeschaltet wurde. Dabei handelt es sich um die zweite international vergleichende Studie, mit der Forscher verschiedener Hochschulen unter Leitung von Ansgar Zerfaß (Uni Leipzig) herausfinden wollen, wie in der PR-Praxis die großen Herausforderungen der Kommunikation gesehen werden, beispielsweise CSR, Online-Kommunikation, Evaluation, Kommunikationsstrategien etc. Also: Bitte mitmachen! Die Ergebnisse von 2007 sind übrigens hier (pdf).
  • „Bitte mitmachen!“ Nicht nur von mir kommt diese Aufforderung, viele von uns hören oder lesen sie täglich: Egal, ob Redakteur, PR-Berater, Hochschullehrer – Umfragen sind allgegenwärtig. Und ja: Gerade wir Hochschulen sind meist Schuld daran, dass immer neue Fragebögen aufpoppen oder in der Post stecken. Ulrike Winkelmann hat dazu in der taz einen netten Stoßseufzer veröffentlicht, der bei den unter Befragungen Leidenden sicher für beifälliges Nicken sorgt und vielleicht ja auch ein paar Studenten bei der Wahl ihres Diplomthemas nochmal zum Nachdenken bringt.
  • Ob FriendFeed nun das nächste große Ding ist, wird an vielen Stellen diskutiert, den Überblick gibt’s bei Rivva.
  • Und schließlich sei noch auf „die wohl umfangreichste Datenbank zu ökonomischer Literatur“ (sagt das Recherchenblog) verwiesen: IDEAS von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität von Connecticut. Werde ich gleichmal in den Firefox integrieren.

Kategorien: Lesetipps
Mit Tag(s) versehen: , ,

Friendfeed: Skeptisch in den Experimentiermodus gewechselt

26 Mai 2008 · 26 Kommentare

So, nun habe ich also auch einen FriendFeed-Account, der meine Online-Aktivitäten zusammenfasst. Ähnlich wie bei Twitter habe ich mir die Sache erst ein Weilchen angeschaut, bevor ich in den Experimentiermodus gewechselt habe. Selbsterkenntnis am Rande: Je stärker der erste Hype, desto größer ist meine Abwehrhaltung. Manche nutzen FriendFeed ja schon lange und lesen (angeblich) Dutzende, manchmal auch weit über hundert, Feeds ihrer Kontakte. Klar, die Idee, Dinge an einem Ort zu aggregieren, die an vielen Stellen veröffentlicht werden, liegt nahe. Also habe ich in meinen FriendFeed brav den Feed dieses Blogs hier, meinen Twitter-Strom, die Social Bookmarks (del.icio.us und Mister Wong) gesteckt – und damit das Ganze ein bisschen Mehrwert hat – noch die Shared Items aus meinem Google Reader. Bei letzteren handelt es sich um unkommentierte Lesetipps.

Soweit, so gut. Soll ich ehrlich sein? So ganz überzeugt bin ich dennoch noch nicht davon, dass FriendFeed wirklich soo wichtig wird für mein Online-Leben. Natürlich ist nett, dass Dinge, die im FriendFeed gepostet werden, kommentiert und damit diskutiert werden können. Aber wie Benedikt Köhler vermisse ich eine vernünftige Gruppierung bzw. Archivierung all der geposteten Bruchstücke des Online-Lebens. Mir scheint das Ganze doch eher – ähnlich wie Twitter – einen zusammengefassten Informationsfluss darzustellen. Bisher habe ich eben die Bookmarks von Leuten abonniert, die mich interessiert haben, ebenso die Blogposts oder den Twitterstrom. Und von einigen Leuten habe ich nur eines davon abonniert, da ich schnell gemerkt habe, dass dies Redundanzen vermeidet, oder dass mich das eine interessiert, aber das andere nicht. Auch als Informationsgeber habe ich für Differenzierung (in Zielgruppen, Rollen, Themen) viel Sympathie. Das FriendFeed-Konzept funktioniert genau umgekehrt: Nur lustig alles rein in den Topf. Ist FriendFeed also nur eine Personality-Show – die aggregierte Selbstdarstellung mit Hang zur Redundanz? Mal sehen, ich mag mir noch kein Urteil bilden.

Ob die seit ein paar Tagen angebotenen Rooms (hier das Beispiel Online-PR), also Themenräume, das Problem lösen bzw. eine Bereicherung für das Konzept sind? Einige sind ja davon sehr angetan, andere gar nicht. Eine andere Überlegung: Mir geht es so, dass ich eigentlich keine große Lust und schon gar keine Zeit habe, mich in weiteren Xing- oder Facebook-Gruppen umzutun. Da die Rooms bei FriendFeed aber via Bookmarklet themenbezogenes Posten leicht machen, und meist einen Link als aktuellen Aufhänger haben, könnten diese vielleicht sogar attraktiver werden als Gruppen in Social Networks – und wohl auch interessanter als der FriendFeed einer einzelnen Person. Hm, ob ich statt dessen eher den aggregierten Feed einer NGO oder eines Unternehmens abonnieren wollte?

Ich bin sehr gespannt, wie sich das entwickelt – und zu welchen Ergebnissen einer meiner Studenten kommt, der sich FriendFeed gerade für ein Referat näher anschaut. Welche Erfahrungen bzw. Erwartungen haben Sie zu solchen Aggregationsdiensten? Mögen Sie’s lieber geschnitten oder am Stück – will heißen: Fänden Sie es überhaupt attraktiv, meinen FriendFeed zu abonnieren (oder den einer NGO oder einer Firma?), obwohl Sie wissen, dass Sie die einzelnen Aktivitäten im Blog, auf Twitter, in den Bookmarks auch separat abonnieren können?

Ach ja, falls jemand meinen FriedFeed abonnieren möchte: http://friendfeed.com/thomaspleil

Kategorien: Experimente · Socialweb
Mit Tag(s) versehen: , , ,