LexFeed looks like a very interesting new service that helps to follow-up the legislative work of parliaments in several countries. Using online tools like Feedburner, page2RSS and changedetection LexFeed is a good example for the benefit of mashing up and enriching content: The service notifies via RSS oder via email about new proposals for law and about progress of the legislative process of selected files. This might be interesting for journalists as well as for lobbyists of companies or NGOs, alliances, lawyers, and of course for politically interested citizens.
LexFeed offers information on the work of US Congress, the European Union, and the parliaments of Belgium, France, Germany, Netherland, and UK. Since the service is brand new, I hadn’t the possibility to test it for a while. But the first impression is good: You can subscribe to lists of the most recent bills submitted to the parliaments as well as to individually selected bills. A separate feed is offered for the updates of every bill.
Since I did not find many details on the project and the people behind I had a short email conversation with Vic Mortelmans who is responsible for the project. Here’s a short interview:
Vic, who is standing for LexFeed?
Vic Mortelmans: LexFeed is a one-man initiative that started a couple of months ago. I’m 33 years old, located in Antwerp, having a university degree for engineering in computer science and working for an international company. I’m interested in politics, explaining the drive for this side-activity.
What was your motivation to start the service?
Vic Mortelmans: The motivation to start working on this was the blunt finding that the site of my national parliament (Belgium) didn’t provide any means to stay up to date with the parliamentary work, while there were a couple of proposals which I was interested in. The parliamentary process can take months, so regularly logging in to the site to check for updates would be quite tedious. Bumping into other services, like page2rss, it became obvious that it would be rather easy to setup automated tracking for the parliamentary information. Once this effort was spent, other parliaments could be added more efficiently, as long as they provide some means to list recent proposals and access to legislative files.
Who should use LexFeed?
Vic Mortelmans: Target group of the service is anyone who’s interested in the parliamentary work: political journalists and bloggers, lawyers, politicians and (hopefully) citizens. Note that it’s quite interesting how none of the parliamentary websites which I visited, did offer the same tracking service!
Please tell us a bit about your efforts to set up the service.
Vic Mortelmans: As for the financial aspect, there’s mainly the domain name and some professional translation services to budget for, since all work is done in free-time, and once the setup is done, all updates are running automatically. Also the 3rd-party services involved are free of charge. Only maintenance required is in case the structure of the data offered on the parliamentary website changes, or if one of the tracking services (page2rss, changedetection) causes problems. These services are a keystone to the project, as they allow me to deploy the project with very limited effort (and maximum re-use of existing services). I believe this kind of interaction between online web-services is a quite interesting model for webservice development, the only drawback being the dependency on 3rd-party providers that may change or abort service without notice. As for page2rss, I’ve had contact with the developers of this service to implement some features that were specifically of use for LexFeed.
The commercial ads on the site, I hope, will cover the expenses for the domain name and the professional translation services used to create the foreign pages.
What are your plans for the service?
Vic Mortelmans: At this moment, roll-out is going on (more or less in sync with the different parliaments starting their activities after recess). I’d like to see if the service is stable and then check further development for other parliaments like Austria or Ireland, and also state parliaments like Scotland. The main barrier to further proliferation is language, being limited to understand dutch, english, german and french.
I believe at this moment there’s no similar service in place, be it governmental or private, in any of the European countries that I investigated. In the USA however, there’s a similar service „http://www.govtrack.us„, which goes even far beyond what LexFeed offers (and will ever offer).
Seltsame Überschrift vielleicht, aber da ich abends um halb elf bisher noch keine Lesetipps gebloggt habe, ist sie nur ein Ergebnis meiner Unsicherheit. Sind das noch Tipps für den 3.? Für die meisten vermutlich nicht. Abends zu schreiben, hat aber einen Vorteil, merke ich. Man hatte für manche Dinge ein bisschen mehr Muße. Was also ist mir heute Interessantes im Netz begegnet?
Beginnen wir mit der Abteilung „Skurriles“: Da mailte mich doch wirklich eine Firma aus Dortmund an, von der ich noch nie etwas gehört hatte. Und die Sensation: Die Firma x (ich bin heute milde und nenne den Namen nicht) hat einen neuen Internet-Auftritt, schreibt sie. Und ich frage mich, wer solchen Spam produziert. Tja, man glaubt es kaum: Die Firma x ist auf integrierte Mail-Kampagnen spezialisiert. Sagt sie.
Jetzt aber endlich zu wirklich Interessantem. Gefreut habe ich mich, dass es eine neue Ausgabe des Online-Magazins „Neue Gegenwart“ gibt. Das gibt’s jetzt schon seit zehn Jahren (Glückwunsch!!!), und die aktuelle Ausgabe dreht sich um Aufmerksamkeit. Themen sind unter anderem die Schaffung der neuen Marke evonik und Probleme, die entstehen können, wenn virale Kampagnen ihr Eigenleben entwickeln. Von BMW lernen wir, dass es nicht immer gut ist, überall im Netz präsent zu sein.
Weiter geht’s mit einem Interview, das Herr Krit mit dem Autoren Peter Glaser geführt hat, unter anderem zu dessen erstem Eintauchen in das Internet und seiner heutigen Sicht auf das Netz. Besonders denkwürdig empfinde ich dieses Zitat von Glaser:
„Wir leben in einer Epoche des totalen Speicherwahns. Jeder hebt alle 2000 unscharfen Digitalfotos vom letzten Urlaub auf undsoweiter. Wir müssen die wertvolle menschliche Fähigkeit des Vergessens wieder auf den ihr zustehenden Rang erheben. Ohne Vergessen gibt es keine Resozialisierung, keine Nachsicht, keine Chance, sich zu verändern und auch nicht die Fähigkeit, auszuwählen. Vergessen ist keine Schwäche, sondern eine wichtige menschliche Eigenschaft. Deshalb müssen auch Maschinen und Verbünde wie das Netz lernen, zu vergessen.“
Ähnliche Überlegungen wurden in den letzten Wochen ja immer wieder mal sanft angesprochen, aus meiner Sicht ein hochspannendes und wichtiges Thema, das nicht einfach mit dem Stichwort „Reputationsmanagement“ zu beantworten ist.
Und nun noch drei letzte kurze Hinweise:
Steffen Büffel hat sich mit Martin Oetting zu Word-of-Mouth-Kommunikation, Cluetrain und nur langsam wachsenden Erkenntnissen in Unternehmen unterhalten. Klar muss mir das Interview gefallen – höre ich mich doch ziemlich oft ähnlich argumentieren Das Ganze ist übrigens eine Folge des Pre-Conference-Podcasts zum 3. Dresdner Zukunftsforum.
Karsten Füllhaas hat einen Artikel zu PR in und mit Online-Communities aka Social Networks geschrieben und nennt einige interessante Beispiele.
Und abschließend sei noch der Tagungsband Lifetime Podcasting der TU Graz empfohlen. Er dokumentiert die laut Eigenwerbung erste Fachtagung zu Podcasting in Österreich. Genau genommen geht es besonders um Podcasting in der Lehre.
Suchmaschinenoptimierung hat er noch nie richtig verstanden, sagt er. Und sie interessiert ihn auch nicht. Er versuche nur, guten Inhalt zu produzieren und nimmt dann an, dass Google den schon finden wird. Ende der Ansage von Guy Kawasaki. Der so genannte „Technologie-Evangelist“ bürstet gern gegen den Strich, diesmal in einem lesenswerten Interview im Online-Marketing-Blog.
Ebenfalls interessant: Er hat angeblich keine Blogs abonniert, sondern folgt nur Empfehlungen aus seinem sozialen Netzwerk. Das spart natürlich Zeit. Hm. Mir sind solche Empfehlungen auch sehr wichtig, aber sie wären mir ehrlich gesagt zu wenig. Mir Ist’s lieber, auch ein paar Stichworte abonniert zu haben und einige Blogs komplett zu lesen – was übrigens nicht nur blinde Flecken vermeidet, sondern gleichzeitig die Chance erhöht, dass auch ich etwas für mein Netzwerk entdecke. Schließlich funktionieren solche Netzwerke doch auf Gegenseitigkeit, oder?
Nächstes Thema: Firmenmenschen gibt er den Tipp, mit den Bloggen nur zu beginnen, wenn sie das aus reinem Vergnügen tun wollen:
„Honestly, they shouldn’t blog because they think it will make money in a direct way like selling advertising or even an indirect way like building a brand.“
Irgendwie richtig. Und irgendwie doch nicht, finde ich. Oder sollen wir glauben, dass Kawasaki gar nicht erst an seine Online-Reputation denkt, wenn er bloggt oder twittert? Egal. Spaß hat er bestimmt dabei. Und zur Weiterentwicklung von Twitter hat er ein paar Ideen und meint sogar, dass man das Tool so aufbohren könnte, dass für diesen Service auch bezahlt würde.
Fehlen darf natürlich auch nicht der Hinweis auf sein aktuelles Projekt alltop, ein Aggregationsdienst für englischsprachige Blogs und News Sites. Wobei dort - im Gegensatz etwa zum Ansatz von Rivva – die Auswahl der promoteten Quellen sehr subjektiv ist, wenn ich das richtig verstanden habe. Bin gespannt, wie sich das entwickelt. Kann gut sein, dass eine solche Auswahl (im Sinne einer redaktionellen Leistung) hohe Akzeptanz findet.
Vor ein paar Jahren hat die PR-Agentur Klenk & Hoursch das Glashaus-Axiom formuliert: „Jedes unternehmerische Handeln ist öffentlich.“ In anderen Worten: Für Unternehmen stellt sich gar nicht die Frage, ob sie transparent sein wollen oder nicht. Sie müssen mit der Transparenz leben. Auf die zum Thema gehörende Website habe ich neulich hingewiesen: Dort werden Meinungen und Informationen zum Thema Transparenz gesammelt. Die Site ist inzwischen aktualisiert und wurde unter anderem um mehrere Interviews ergänzt., beispielsweise zum Begriff des Vertrauens, zum Zusammenhang zwischen Vertrauen, Transparenz und Reputation oder zum Medienjournalismus. Zum Thema Transparenz im Web ist nun ein Interview online gegangen, das Dr. Volker Klenk mit mir führte.
Immer diese Abkürzungen, ich weiß. Kurze Auflösung: Hier geht es um Strategien von Unternehmen, mit denen sie beweisen (wollen), dass sie verantwortungsvolle Teilhaber der Gesellschaft sind und besonders um die Frage, wie solches Engagement kommuniziert wird. Genau um diese Frage hat sich ein Seminar gedreht, das ich im vergangenen Semester mit André Habisch (Center for Corporate Citizenship/Kath. Universität Eichstätt) gehalten habe. Und hierum drehte sich auch ein Vortrag, zu dem ich vor kurzem zur Wiesbadener PR-Agentur Fink & Fuchs eingeladen. Am Rande hat Nils Repke ein Interview mit mir dazu gemacht.
Noch ein Tipp: Die Agentur hat einige Seiten zu aktuellen Themen der PR ins Netz gestellt, die eine nützliche Fundgrube sind. Bisher gibt es Seiten zu CSR, zu Corporate Foresight, zu Produkt-/Marken-Kommunikation sowie zu Web 2.0.
Es dürfte weltweit nur wenige CEOs geben, mit denen man ein komplettes Interview zu Social Media bestreiten könnte. Michael Dell ist einer dieser wenigen, und Shel Israel hatte nun die Gelegenheit, ihm zehn Fragen zu stellen. Herausgekommen ist ein sehr lesenswertes Interview, das unter anderem zeigt, wie eng im Web 2.0 Kommunikations- und Innovationsmanagement zusammenwachsen und sich die Unternehmenskultur verändert.
Und wie es sich für einen guten Manager gehört, liefert Michael Dell im Interview einige sehr griffige Zitate. Zu drei Bereichen ziehe ich einige zusammen.
Dells Grundhaltung:
„We don’t own our reputation we just own our actions“ (Schöne Grüße an Nokia).
„The more we engage, the more we learn and the better we can do for our customers.“
„We also see a tremendous opportunity to partner with our customers to improve the world we all share. This has led to our global recycling program where any consumer anywhere in the world can recycle equipment for free with us.“
„The emergence of social media is a tremendous opportunity to bring the „outside“ in to your company.“
Zu Innovationsmanagement und IdeaStorm, einer Plattform, auf der Kunden Verbesserungsvorschläge für Dell-Produkte machen können und zu eigenen Blogs:
„We actually made more than 35 business improvements related to IdeaStorm last year and we expect to do a lot more in the future.“
„We are sharing our thoughts and ideas now in forums or blogs in Chinese, Spanish, Korean, Portuguese and Norwegian and we’ll continue to increase our outreach in the near future.“
Und schließlich noch zur Krisen-PR (Dell hatte vor einiger Zeit eine größere Krise aufgrund von Produktmängeln):
„When we have an issue, we act quickly and we use Direct2Dell as a central point for clarity.“
Was mir durch das Interview nochmal deutlich wurde, ist die Tatsache, dass Dell ganz selbstverständlich seine Social Media-Strategie zu allererst auf seine wichtigste Bezugsgruppe, die Kunden, ausgerichtet hat. Und im Gegensatz zu manchen Ansätzen hier zu Lande geht es nicht nur darum, auf einem anderen Kanal und ungestört von Gatekeepern Geschichten zu erzählen, sondern Dell setzt als eines der wenigen Unternehmen (ähnlich wie GM) Social Media systematisch dazu ein, um einen Rückkanal zu schaffen – also, um zuzuhören und daraus zu lernen. Im nächsten Schritt schließlich hat Dell begonnen, die Konversation mit einer zweiten Bezugsgruppe, den Investoren, zu beginnen. Ich gehe davon aus, dass weitere Projekte folgen werden, Michael Dell klingt ganz so, als ob ihn das Bloggen auch jucken würde. Spannend wird dabei auch, ob sich Social Media am Ende tatsächlich für das Beziehungsmanagement mit allen Bezugsgruppen bewähren. Gerade die Finanzkommunikation unterliegt ja doch ganz eigenen Mechanismen.
Höchste Zeit, dass ich auf die Serie der Blogpiloten zum Thema Corporate Blogging verweise. Ein kleiner Baustein der Serie ist übrigens ein Interview, das Steffen Büffel mit mir geführt hat. Ausgequetscht hat er mich zu den Herausforderungen der PR und speziell der Krisenkommunikation in Zeiten des Web 2.0 sowie zu Medienpartnerschaften.
So, an diesem grauen Montag gibt es von mir drei Hinweise: Im PR-Blogger steht ein Interview, das Thomas Euler mit mir in einer Kaffeepause während der Konferenz „Lobbying und PR“ gemacht hat. Es geht vor allem um die Rolle von PR in Unternehmen (natürlich sehe ich eine himmelblaue Zukunft), meine Skepsis gegenüber Dingen wie Behavioral Targeting in Social Networks und Transparenz zum Thema Lobbying, wie sie z.B. durch Watchblogs befördert werden kann. Der Textkürzung zum Opfer fiel meine Idee, Seiten wie Abgeordentenwatch oder Lobby Control in die politische Bildung an Schulen einzubeziehen, um zu vermeiden, dass die dort veröffentlichten Informationen Herrschaftswissen weniger intensiver Netzuser bleiben.
Und sonst? Flo ärgert sich darüber, dass aus seiner Sicht PR mal wieder pauschal gebasht wird und betont, dass es schlechte PR gibt, aber dass dem nicht immer so ist. Genauso wie beim Journalismus. Und das schwierige Verhältnis zwischen Journalismus und PR zeigt er an einem tollen Beispiel für Anzeigenerpressung durch einen Verlag auf.
A propos: Die journalistische Qualität beginnt ja unter anderem bei der Recherche. Deshalb empfehle ich die Tipps aus dem Upload-Magazin zur Online-Recherche. Der Artikel wendet sich zwar an Blogger, aber auch mancher Student (oder Journalist) dürfte darin ein paar Nützlichkeiten finden. Dazu ein kleiner ergänzender Tipp: Will man auf einen in einem anderen Blog veröffentlichten Artikel eingehen, sollte man schauen, ob und wie dieser von anderen diskutiert wird. Da die Trackbacks nicht immer angezeigt werden, nutze ich dazu ein kleines Javascript von technorati („Technorati This„), das ich mir in die Symbolleiste des Firefox gezogen habe und das mit einem Knopfdruck zeigt, wer den Beitrag schon verlinkt hat (so gut technorati das eben macht).
... ist eine private Website von Thomas Pleil. Ich sammle hier Versatzstücke zu den Themen, die mich (beruflich) am meisten beschäftigen: Public Relations, Medien und ab und zu ein bisschen Marketing. Und wer mag, erfährt auf den Seiten oben ein wenig mehr über meine Arbeit.