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Mit den Tags ‘Politik’ versehene Einträge

Kapitalbeschaffung 2.0

5 April 2008 · 5 Kommentare

Der eine hat eine Idee und begeistert sie. Irgendwann entwickelt sie ein Konzept und veröffentlicht es im Blog. Nun benötigen die beiden einen Dritten. Einen der bereit ist, in die Umsetzung der Idee zu investieren. Soweit in Kürze eine auch im Social Web nicht ganz alltägliche Geschichte. Ach so, worum es genau geht? Um den Aufbau einer Politik-Community-Plattform. Ziel: Eine lebendigere politische Debatte in Deutschland. Also etwas dringend Notwendiges. Deshalb: Bitte weitersagen. Oder den beiden einen Tipp geben.

Disclosure: CSH ist derzeit Mitarbeiterin meines Schreibtisch-Gegenübers Lorenz Lorenz-Meyer.

Kategorien: Socialweb
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Konferenz: Politik und Web 2.0

18 Februar 2008 · Kommentar schreiben

Beginnen wir die Woche mit einem Konferenzhinweis: Am 17. und 18 April 2008 findet an der University of London die Konferenz „Politics: Web 2.0“ statt. Das Programm (pdf) ist zwar noch vorläufig, verspricht aber spannend zu werden, denn es wird ein Bogen von Politikkommunikation bis hin zu Partizipation im Netz geschlagen. Mit dabei ist neben zahlreichen Forschern u.a. Micah Sifri, Mitgründer des Personal Democracy Forums und des Gruppenblogs TechPresident, das die Webkommunikation der Kandidaten im Präsidentschafts-Vorwahlkampf der USA begleitet. Übrigens ist die Teilnahme an der Konferenz nicht exorbitant teuer: Inklusive einer Übernachtung kostet sie 159 Pfund.

Weitere Quellen:

Kategorien: Akademisches · Politik · Socialweb
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Eilmeldung: Linke knapp vor CDU

27 Januar 2008 · Kommentar schreiben

20.20 Uhr: Die Wahllokale in Niedersachsen und Hessen haben längst geschlossen. Es ist die Zeit der Stimmenzähler und der Kommentatoren. Journalistische Hoch-Zeit. Und Hoch-Zeit der politischen Köpfe. Doch was ist mit den PR-Leuten? Speziell: Was ist mit der Online-PR der Parteien? Ein kurzer Test, ein kurzes Wundern, und ich küre für den Moment die Linken knapp vor der CDU zu Siegern. Auf dem dritten Rang ist die FDP. Grüne und SPD sind zunächst Ausfälle. Zumindest für heute abend in der Online-PR.

Man kann sich natürlich streiten, wie wichtig die Websites der Parteien an einem Wahlabend für aktuelle Informationen sind. Natürlich steht die Berichterstattung journalistischer Medien, also Online, TV und Radio, im Vordergrund. Und natürlich haben dort die Politiker ihre Dauerauftritte. Wähler, Parteisympathisanten und Mitglieder haben also viele Möglichkeiten zu erfahren, wie „ihre“ Kandidaten die Hochrechnungen interpretieren. Dennoch: Auch eine Partei-Website, die eine Rubrik „Aktuelles“ besitzt, darf an solchen Abenden frisch gehalten werden, vor allem, um die eigene Klientel anzusprechen, aber auch Journalisten.

Mein subjektiver Kurzvergleich:

  • Die Linke: Es gibt einen aktuellen Artikel zu beiden Wahlen und drei kurze Statements der Granden Dietmar Bartsch, Lothar Bisky und Gregor Gysi als MP3.
  • CDU: Auch hier ein aktueller Artikel zu beiden Wahlen, via Content Syndication mit der dpa gibt’s aktuelle Hochrechnungen.
  • FDP: Die zusammenfassende Bewertung der Wahlen basiert auf die erste Hochrechnung von 18.14 Uhr, für weitere Infos wird zu tagesschau.de und den Statischen Landesämtern verlinkt.
  • SPD und Grüne: Gähn. Die rufen noch zur Wahl auf.

[Update: 20.45 Uhr: Jetzt gibt es auch auf der Website der SPD eine zusammenfassende Bewertung und einen Link zum Live-Angebot der dpa. Doch der ist kaputt. Inzwischen gibt's auch auf der grünen Website einen Artikel]

Alles in allem: Vielleicht nicht der wichtigste Vergleich des Abends. Dennoch: Die Leistung der Linken gefiel mir am besten. Ein Artikel mit einer Wertung der Wahlen sollte selbstveständlich sein. O-Töne der Parteiführung als Ergänzung gefallen mir sehr gut, denn diese sind authentisch und sprechen die eigenen Wähler gut an. Theoretisch könnten die MP3s auch von Radio- oder Online-Journalisten genutzt werden. Der Ansatz der Content Syndication (CDU) ist sicher sinnvoll, um die Besucher auf der Site zu halten. Dass SPD und Grüne etwa zweieinhalb Stunden für eine erste Aktualisierung ihrer Sites gebraucht haben, ist ein bisschen lang, finde ich.

>> PR-Fundsachen: Interaktivität kontra Wahlkampf. Ein hessischer Vergleich

Kategorien: Online-PR · Politik
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PR-Rat findet Leihbeamte gut

21 Dezember 2007 · 3 Kommentare

Vorweg das Positive: Der PR-Rat als Selbstkontrollgremium der Branche (vergleichbar mit dem Presserat) tritt seit einiger Zeit offensiv und meist mit klaren Worten an die Öffentlichkeit. Relativ zeitnah werden ethisch problematische PR-Aktivitäten diskutiert und offen kritisiert. In einer aktuellen Entscheidung kann ich dem PR-Rat aber nicht folgen, denn ich kann nichts Positives daran finden, wenn Unternehmen (oder NGOs) Mitarbeiter in die Ministerialbürokratie entsenden. Worum genau geht es?

In mehreren Sendungen des Magazins Monitor ging es um die Entsendung von Fraport-Mitarbeitern in das Hessische Wirtschafts- und Verkehrsministerium. Wem solche Konstellationen nicht geläufig sind: Die Mitarbeiter der Firmen bleiben bei solchen Deals üblicherweise bei diesen auf der Payroll. Man darf davon ausgehen, dass sie sich auf auf einem Ministerialsessel ihrem Arbeitgeber mindestens moralisch verpflichtet fühlen. Im Fraport-Fall wurde der Vorwurf erhoben, dass ein ins Ministerium entsandter Mitarbeiter die vom eigenen Arbeitgeber beantragten Nachtflüge zu genehmigen gehabt und bewilligt habe. Laut PR-Rat konnte dieser Vorwurf nicht bestätigt werden. Ok, ich gehe davon aus, dass diese Frage intensiv geprüft wurde. Doch der nächste Satz in der Pressemitteilung des PR-Rates stößt mir auf:

„Der Rat begrüßt grundsätzlich die Abordnung von Mitarbeitern in Ministerien und Behörden…“

Wie? Warum? Weil Ministerien so Personalkosten sparen und externes Fachwissen nutzen können? Weil so mehr Verständnis für die jeweiligen Arbeitsweisen entstehen kann? Oder weil Lobbyinteressen so zielgenauer platziert werden können? Was im Einzelfall am ehesten zutrifft, lässt sich außen kaum beurteilen, weshalb LobbyControl zu Recht urteilt:

„Das zeigt den beschränkten Blickwinkel des DRPR auf strukturelle Machtungleichgewichte und Verflechtungen. Für uns ist die Mitarbeit von Lobbyisten in Ministerien mit demokratischen Prinzipien nicht vereinbar. Mal sehen, wie der Bundesrechnungshof diese Thematik in seinem anstehenden Bericht Anfang nächsten Jahres bewertet. „

Abgesehen von der gesellschaftspolitischen Sichtweise kann man auch aus Unternehmensperspektive zu dem Schluss kommen, dass solche Entsendungen riskant, weil reputationsgefährdend sein können. Übrigens ist das Risiko nicht nur bei den Unternehmen, sondern gilt auch für ein Ministerium, in das Bürger Vertrauen verlieren könnten. Genug Gründe, von solchen Leihmodellen Abstand zu nehmen, finde ich…
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Kategorien: PR-Ethik · Politik
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