Tag Archive | Schweiz

Lesetipps zum Wochenende (KW 12)

Heute ist’s viel zu schön, um lange am Lesegerät zu sitzen, deshalb fallen die Tipps heute ein wenig kürzer aus. In Stichpunkten:

  • Bei Nonprofits-vernetzt.de geht es um die Bewertung des gesellschaftlichen Nutzens gemeinnütziger Projekte. Anhand eines wissenschaftlichen Artikels werden die Vor- und Nachteile eines solchen Unterfangens diskutiert und die verschiedenen Ansätze der Bewertung vorgestellt.
  • Die Bernet ZHAW Studie Social Media Schweiz zeigt den Stand der Dinge zum Social Media-Einsatz von Schweizer Unternehmen. Ergebnisse: Für größere Unternehmen sind Social Media eher selbstverständlich, die kleineren holen aber auf. Doch auch die Großen sind im Vergleich zu US-Unternehmen häufiger noch im Experimentierstatus – und vor allem: Die Marketingdenke steht im Vordergrund. Mehr dazu im Bernet-Blog und Marie-Christine Schindler.
  • Wer beim EduCamp in Köln nicht dabei sein konnte, findet in diesem Pad Notizen und viele Links.
  • Zum Abschluss für heute noch ein bisschen Nabelschau: Unser Studiengang Online-Journalismus besteht nun seit zehn Jahren, weshalb das Darmstädter Echo ihn ausführlich vorstellt (übrigens werden die PR-Fundsachen nicht eingestellt, wie im Artikel behauptet wird). Viel Spaß gemacht hat mir gestern Abend das iPad-Magazin “ausgespielt”, das Studenten in unserem Studiengang erstellt haben. Und schließlich hat mich Nadja Amireh für das PR-Journal zu PR, Social Media, TV und der Zukunft der Medienlandschaft insgesamt interviewt.

Love and Peace: Social Network von Greenpeace

Irgendwie klingt das logisch: Da draußen gibt es so viele Menschen, die ihre große Liebe suchen. Aber auch viele, die jemanden suchen, mit dem sie etwas bewegen können. Man muss ja nicht gleich Tibet befreien. Obwohl? Greenpeace in der Schweiz bringt nun beide Wünsche zusammen und hat LovePeace geschaffen – “die erste Partner- und Community-Plattform für eine rundum bessere Welt” (laut Eigenwerbung).

Eine mutige Idee: Weltverbesserin trifft Weltverbesserer zwecks Besserleben und/oder Besserlieben. Im O-Ton:

“Mit der Partner- und Community-Plattform lovepeace.ch will Greenpeace Menschen zusammenbringen, die eine ähnliche Lebenseinstellung verbindet – die Liebe zur Natur, ein bewusster Umgang mit Mensch und Umwelt und – nicht zuletzt – Spass am Leben. Greenpeace möchte den Besuchern und Mitgliedern von lovepeace.ch die Möglichkeit geben, selber aktiv zu werden und sich für den Schutz der Umwelt im Grossen wie im persönlichen Umfeld einzusetzen.”

Ein wenig klingt das Ganze für mich nach einer weiteren Lohas-Plattform, allerdings einer, die im Gegensatz zu manchen anderen nicht Produkte in den Mittelpunkt stellt, sondern die Freizeit. Und klar: Das Social Network ist eine PR-Maßnahme von Greenpeace. Ziel ist nicht nur schöner Kuscheln zwischen den Mitgliedern und eine aktive Freizeit. Im Idealfall wird diese auch genutzt, um Ziele der NGO zu unterstützten. Und schließlich will Greenpeace mit der Plattform auch Mitglieder gewinnen. Das funktioniert so: Registrierte Nutzer können kostenlos ein Profil anlegen. Wer aber mit anderen direkten Kontakt aufnehmen möchte, bezahlt dafür im Monate 5 Franken – und hat damit gleichzeitig die Mitgliedsgebühr für Greenpeace bezahlt. Wer schon Mitglied ist, darf gleich alles ohne weitere Kosten nutzen. Die Idee ist also, die Mitgliedschaft bei Greenpeace attraktiver zu machen.

Noch steht die Plattform vollkommen am Anfang, nur wenige Gruppen und Mitglieder sind zu sehen. Vom Konzept her ist LovePeace aber ein spannendes Special Interest Social Network, das wie neulich beschrieben eine spezielle soziale Rolle seiner User unterstützt. Entsprechend treten die Mitglieder der Community pseudonym auf. Ob so wiederum das Dating gut funktioniert, muss sich zeigen – ebenso wie die grundsätzliche Akzeptanz des Ganzen.

(via del.icio.us, thx)

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