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Lesen, speichern, finden: mein täglicher Workflow

Kurz nach Ostern beginnt das neue Semester, und dann wird eine neue Studentengruppe mit mir die aktuellen Diskussionen in PR, Marketing und Onlinekommunikation verfolgen, und über die PR-Fundsachen werden die Studies sich daran beteiligen, wie ich es neulich in meinem Zwischenfazit zu zehn Jahren Bloggen in der Lehre angekündigt habe. Dies setzt natürlich entsprechende Abläufe voraus. In diesem Artikel geht es um ein paar grundsätzliche Überlegungen dazu. Zudem stelle ich meinen täglichen Workflow vor, um Up-to-Date zu bleiben und vor allem, um später mit besonders wichtigen Beiträgen weiter arbeiten zu können. Sicher hat jeder Webworker seine eigenen Abläufe, aber vielleicht steckt für manche Leser der ein oder andere hilfreiche Baustein drin. Und natürlich freue ich mich auf Hinweise, wie man noch reibungsloser mit den Informationsströmen mitschwimmen kann. Denn mit solchen Arbeitsabläufen kann man eigentlich nie zufrieden sein, muss sie laufend anpassen.

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Zehn Jahre Bloggen in der Lehre – und nun?

Derzeit wird das Thema Bloggen an verschiedenen Stellen wieder intensiver diskutiert. Ein Anlass dafür war auf internationaler Ebene der Rückzug von Andrew Sullivan (The Daily Dish) aus der Welt des Bloggens. Besonders in den USA hatte er ähnlich wie Dave Winer und einige andere eine besondere Vorbildfunktion. Ein anderer aktueller Diskussionsstrang findet sich in der deutschsprachigen PR- und Marketingszene: Dort hatte Klaus Eck zur Blogparade zu Content Marketing und Corporate Blogs aufgerufen. Mehr als 50 Artikel mit Empfehlungen, strategischen Überlegungen und Fallbeispielen zeigen, dass Klaus mit dem Thema offenbar einen Nerv getroffen hat. Ergänzend dazu meine ich: Wir sollten auch über die Ausbildung sprechen, wenn wir Corporate Blogs als einen Baustein einer Content Strategie verstehen. Und als ich mir das vorgenommen habe, ist mir aufgefallen, dass es nun zehn Jahre her ist, seit ich in unserer PR-Lehre das Blog PR-Fundsachen auf den Weg gebracht habe, das seitdem von Studenten bespielt wird. Ein guter Moment, hier mal wieder über Blogs in der Lehre nachzudenken.

Foto: Taro Yamamoto, flickr, CC BY-NC-SA 2.0

Foto: Taro Yamamoto, flickr, CC BY-NC-SA 2.0

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Onlinekommunikation: Team wächst – und: Barcamps als Lehrveranstaltungen

Heute ist mal wieder eine gute Gelegenheit, ein Update zur Vorbereitung des Studiengangs Onlinekommunikation an unserer Hochschule Darmstadt zu geben. Zum einen freue ich mich, dass ich gleich von zwei Neuzugängen im Kollegenkreis berichten kann. Zum anderen sitzen wir an der Lehrplanung. Größte Besonderheit dabei: Wir wollen zum Thema Web Literacies gleich mit den Erstsemestern interne Barcamps organisieren. Read More

Content Strategie & Co.: Lernen vor der Haustüre und durch Vernetzung

logo-csforum2014Egal ob wir Journalisten, PR- oder Marketingleute oder Dozenten sind: Unsere Umwelt verändert sich rasend schnell und damit die Anforderungen an unsere Arbeit. “Lebenslanges Lernen” ist deshalb ein Schlagwort, das eine Antwort hierauf sein will. Nichts Neues an sich, doch gerade mit Blick auf Onlinekommunikation stellt sich täglich die Frage, wie dieses lebenslange Lernen gelingen kann – und auch, ob und wie ein Studium dieses unterstützen kann. Eine Teilantwort, die ich für mich gefunden habe, lautet: Vernetzung. Online verfolgen, was erfahrene Praktiker und Berater diskutieren, dann sich beteiligen und auch einen persönlichen Austausch pflegen. Dazu muss man natürlich auch mal raus dem Seminarraum. Deshalb freue ich mich besonders, dass einige meiner Studenten die Gelegenheit haben, in einer guten Woche bei der Content Strategy Forum Conference dabei sein zu können. Read More

CommunicationCamp: Eine wunderbare Dynamik

Um ehrlich zu sein: Ich bin noch ziemlich platt von den letzten beiden Tagen, konkreter: Vom CommunicationCamp. Und ich gehe davon aus, die anderen, die weit mehr daran gemacht haben – die Studenten und natürlich die Mitstreiter – sind mindestens genauso geschafft. Das Tolle daran ist aber, dass das die Erschöpfung derjenigen ist, die im Kleinen wirklich etwas geschafft haben. Was mich diesmal besonders beschäftigt hat: Das Brückenbauen.

 

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Bachelorstudiengang Onlinekommunikation startet zum Wintersemester 2014/15

Wahrscheinlich haben es einige längst schon auf anderen Kanälen mitbekommen. Die meisten formalen Hürden sind genommen: Aus dem vor einigen Wochen hier zur Diskussion gestellten Konzept wird ein Studiengang. Gerade eben ist die Website des Studiengangs Onlinekommunikation online gegangen, nächste Woche stellen wir das Ganze auf der Darmstädter Studien- und Berufsinformationsmesse hobit vor. Sehr froh bin ich, dass wir viele Anregungen zum Konzept bekommen haben – und vor allem einige umsetzen können.

Webesite Onlinekommunikation

Screenshot von der Startseite des Studiengangs

Ich glaube, dass wir nun ein recht zukunftsträchtiges Konzept haben: Mit sieben Semestern sollte genügend Zeit für das Erwerben einer systematischen Webkompetenz im Sinne von Web Literacies und für spezielle Profilbildungen bleiben. Hierzu wird nun auch Online-Marketing zählen, zudem Online-PR und Corporate Learning. Integriert ist ein ganzes Praxissemester, als Abschluss gibt es den Bachelor of Science.

Drei neue Professuren

Ausgestattet wird der Studiengang mit vier festen Professuren (Online-Marketing, Web Literacies und zweimal PR), hinzu kommen Kolleginnen und Kollegen aus Nachbarstudiengängen an unserem Campus, beispielsweise zu Themen wie Opinion Mining, Business Planning oder Usability.

Und natürlich werden wir sehr praxisorientiert arbeiten: Bereits im zweiten Semester gibt es ein Experimentierlabor, in dem die Studierenden üben, eigenen Content zu erstellen, im weiteren Verlauf absolvieren die Studierenden drei so genannte Lernagenturen (also eine mehr als im ursprünglichen Konzept), in denen möglichst reale Projekte erarbeitet werden sollen. Im Vergleich zu unseren bisherigen Studiengängen sind diese Lernagenturen im Stundenplan noch weitaus umfangreicher (8 SWS), so dass sich die Möglichkeit bietet, je nach Themensetzung Experten hinein zu holen oder/und spezielle Übungen zu integrieren. Spannend zudem: Je nach Projekt können auch Informatik-Studenten mitarbeiten, so dass interdisziplinäre Teams entstehen. Dabei wird immer zu jedem der Vertiefungsgebiete jeweils eine Agentur angeboten. Hier wie auch bei dem umfangreichen Wahlkatalog (mehr als 50% der Kurse) können sich die Studierenden frei zwischen den Themen bewegen und ihr ganz eigenes Profil bilden anstatt sich wie in früheren Studiengängen einmal für einen klaren Schwerpunkt entscheiden zu müssen. Ich denke, es ist hohe Zeit, den Studierenden viel Flexibilität und Verantwortung zu geben und bin mir sicher, dass hierdurch neue Schnittstellenkompetenzen entstehen.

60 Studienplätze pro Jahr

Die Themen Online-Marketing und Online-PR sind schon länger bei uns präsent, die Vermittlung von Web Litercies wird jetzt systematisiert.

Die Themen Online-Marketing und Online-PR sind schon länger bei uns präsent, die Vermittlung von Web Litercies wird jetzt systematisiert.

Für mich ist das Ganze eine extrem spannende Zeit – und denkbar anstrengend: Was mich aber besonders motiviert, sind die vielen positiven Rückmeldungen zum Konzept – sowohl durch Praktiker als auch in den Gremien der Hochschule. Wobei ich dazu sagen muss, dass die detaillierte Studienplanung noch in einem Senatsausschuss diskutiert und natürlich die Akkreditierung absolviert werden muss. Mit Hochdruck wird zugleich an der Besetzung der drei neuen Professuren gearbeitet. An den Berufungskommissionen sind natürlich viele Kollegen und externe Gutachter beteiligt, denen wir sehr dankbar für ihre Zeit und Expertise sind. Wenn alles gut läuft, könnte eine Professur schon zum Sommersemester besetzt sein, die beiden anderen spätestens zum Studienbeginn im Herbst. Sehr gefreut hat uns besonders, dass sich tolle Leute für diese Professuren interessiert haben. Bereitgestellt wurde zudem eine sechsstellige Summe, um Labor- und Agenturräume mit der notwendigen Technik ausstatten zu können und um einiges Equipment für die Medienausleihe anzuschaffen.

Jetzt gilt es natürlich, den Studiengang bekannt zu machen, vor allem, um von Anfang an genügend Bewerberinnen und Bewerber anzusprechen, denn die Erwartungen sind bei dieser Investition berechtigterweise hoch. 60 Studienplätze gilt es pro Jahr zu vergeben.

Wer sich für weitere Details interessiert: Unsere Campusreporterin hat gerade eben ein Interview mit mir zum Studiengang veröffentlicht, auf Twitter ist er unter @onkomm zu finden. Die Website wendet sich besonders an Studieninteressenten. Sie ist in der Umsetzung noch nicht in der endgültigen Version, wohl aber vom Konzept und Design. Beides wurde im Nachbarstudiengang Interactive Media Design entwickelt und wird auch für die anderen Studiengänge am Mediencampus umgesetzt.