Unterbelichtet: Wandel der regionalen Kommunikation

Es ist ja schon erstaunlich: Wir diskutieren seit Jahren, wie sich die Kommunikation von Unternehmen und Institutionen verändert – ausgelöst durch die Möglichkeit, selbst zum (Online-)Publisher zu werden und natürlich die Veränderungen in Mediennutzung und Journalismus. Doch während im Journalismus zumindest in Ansätzen auch der Wandel im Lokalen diskutiert wird, wurde dies in der PR bisher kaum beachtet. Umso mehr freue ich mich, dass wir mit einer kleinen Publikation einen ersten Blick auf die “Regionale PR im Medienwandel” werfen können.

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Publizieren ohne Website? Keine gute Idee

Diese Woche ist ziemlich viel an mir vorbei gezogen – wie das halt so ist, wenn einen die Grippe packt: Manches nimmt man nur am Rande, hinter einem leichten Schleier wahr. Einer hat aber meinen Wahrnehmungsschleier durchbrochen. Johnny Haeusler, der bei Wired Verlage auffordert, ihre Websites einzustampfen. Schließlich müssten die Redaktionen dorthin gehen, wo die Menschen sind, zu Facebook, Youtube, Snapchat und so. Und all die Kosten für SEO, Nutzertests, Content Management-Systeme – rausgeworfenes Geld. Kommt nach Ephemeral Media jetzt auch noch Ephemeral Journalism? Also Journalismus, der sich nach dem Konsum in Luft auflöst? Kein wünschenswertes und kein tragfähiges Szenario, scheint mir. In weiten Teilen sehe ich die Lage genau entgegengesetzt. Zum Beispiel glaube ich eher an zunehmend intelligente Content Management-Systeme und plattformunabhängiges Publizieren und ich sehe nicht, dass Journalismus sich in eine vollständige Abhängigkeit von Facebook & Co. begeben sollte.

Vorsicht Glatteis: Die Website als digitales zu Hause aufzugeben, halte ich für keine gute Idee.
Vorsicht Glatteis: Die Website als digitales zu Hause aufzugeben, halte ich für keine gute Idee.

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Familien und Internet – genug Diskussionsstoff für ein BarCamp

Update, 23.8.13: Leider sind die Anmeldezahlen eine Woche vor der geplanten Veranstaltung sehr gering. Da jedoch die Organisation von Kinderbetreuung und Verpflegung etwas Vorlauf benötigen, haben sich die Initiatorinnen entschlossen, das Familiencamp abzusagen – was einen zweiten Anlauf natürlich nicht ausschließt.

 

Familie und Internet – ein Thema, das mich als Privatmensch ständig begleitet. Wenn ich es mir richtig überlege, praktisch täglich. Nicht nur in der völlig selbstverständlichen Anwendung in der familieninternen Kommunikation, sondern natürlich auch in der regelmäßigen Diskussion: Wie ist es mit Nutzungszeiten? Welche Spiele? Wie kann man Familie mit Apps besser organisieren? Wie kann man das Netz noch besser nutzen zum Lernen? Diskussionen wie diese gibt es sicher in jeder Familie. Deshalb freue ich mich besonders auf ein Barcamp hierzu: Das Familiencamp am 1. September 2013, das an unserem Mediencampus in Dieburg stattfinden wird.

Ein Abend in der Familie.
Ein Abend in der Familie.

Denn einerseits freue ich mich (als Vater) auf einen Erfahrungsaustausch mit anderen: Wie halten sie es mit dem Netz in der Familie? Und gern berichte ich auch aus dem Alltag einer Familie mit zwei – nunja: sehr netzaffinen – Teenagern, denn ich stelle vor allem bei Bekannten mit kleineren Kindern fest, dass da 1.001 Fragen durch die Köpfe schwirren.

Das Familiencamp findet übrigens zum ersten Mal statt, und zwar auf Initiative von Birte Frey (@feuermaedchen) und Julia Neumann (@FrolleinJuNe). Birte Frey ist Absolventin unseres Studiengangs Online-Journalismus und hatte sich bereits in ihrer Diplomarbeit mit Netzkompetenz beschäftigt hatte, und Julia Neumann hatte schon länger die Idee, ein generationenübergreifendes Barcamp zu veranstalten.

Dass eine solche Idee ideal zu unserem Mediencampus passt, ist klar. Insofern ist unser Fachbereich Media gern als Gastgeber dabei, eine wichtige Rolle spielen als Unterstützer die hier gelegentlich schon erwähnte Agentur quäntchen + glück (die Birte und andere unserer Absolventen gegründet haben), proVDI sowie der Verein zur Förderung der Netzkultur im Rhein-Main-Gebiet e.V. Natürlich wird es auf dem Barcamp auch eine Kinderbetreuung geben.

Wer nun Lust hat, sein Wissen auf dem Familiencamp zu teilen oder Neues zu erfahren, sollte sich bis Ende dieser Woche anmelden. Denkbar sind eigene Sessions für Kinder genauso wie Sessions für Eltern oder Großeltern. Am meisten gespannt bin ich ehrlich gesagt jedoch auf Sessions, an denen mehrere Generationen teilnehmen.