Datenbank 2.0: PR-Aktivitäten im Social Media-Umfeld

Das ist eine nette Idee: Eine Art öffentliche Datenbank, die eine Übersicht gibt, wie Social Media in der PR eingesetzt werden (Fallbeispiele) bzw. welche Möglichkeiten es gibt (Theorie). Das Ganze funktioniert mit Zoho, einem Konkurrenzprodukt zu Google Docs, das jedoch leistungsfähiger ist. Initiiert wurde das Projekt vom Friendly Ghost, einem Londoner PR-Blogger. Das Dokument ist einerseits eine kleine Fundgrube, andererseits ein gutes Beispiel für Wissensmanagement im Web 2.0. Die Lösung ist für manche Aufgaben sicher eine gute Alternative zu einem Wiki.

Wiki und eCard im Campaigning

Wikis dürften im Campaigning von NGOs in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen. Ein gutes Anschauungsobjekt ist das Wiki des AK Vorrat, der sich gegen die geplante Vorratsdatenspeicherung engagiert. Dass in das Campaigning viele gute Ideen eingeflossen sind, zeigt die Übersichtsseite. Eine dieser Ideen: Plakate, die man – ganz im Sinne des Campaigings – selbst vervielfältigen und aufhängen kann:

In diesen Zusammenhang passt auch der Hinweis, dass natürlich auch eCard-Aktionen z.B. an Politiker, nach wie vor ein sinnvolles Instrument im Campaigning sein können. Eine solche Aktion hat nun campact begonnen und zwar zum Thema Online-Durchsuchung (via):

Akademische Blog-Sammlung

Markus, Student an der TU Berlin, hat ernst gemacht und das Wiki zum Sammeln akademischer Blogs, über das wir gestern bei Robert diskutiert haben, schon aufgesetzt. Dort können nun also munter Blogs eingetragen werden. Eingerichtet sind bisher drei Kategorien, und zwar für Blogs von Profs, Blogs von Studenten und Blogs aus dem Mittelbau. In die erste Kategorie ist schon Roberts Liste eingefügt, die anderen warten noch auf Input…

Denke, es ist gut, mit einer solchen Liste im Wiki einfach mal zu beginnen, die Zeit wird zeigen, ob sich dazu eine andere Darstellungsform lohnt/eignet. Wenn mal genügend Input vorhanden ist, wäre sicher Tagging o.ä. sinnvoll.

kommunikation@gesellschaft: “Wikis, Diskurse und Anwendungen”

Soeben ist die zweite Sonderausgabe des Magazins kommunikation@gesellschaft (Herausgeber: Jan Schmidt, Klaus Schönberger und Christian Stegbauer) erschienen, diesmal zu Wikis. Unter anderem geht es um Qualität und diskursive Wissensproduktion in der Wikipedia, um Organisationsprinzipien von Wikis und um Erfahrungen mit Wikis – beispielsweise in der politischen Kommunikation oder in Forschung und Lehre.

In einem der zehn Beiträge (pdf) berichten Steffen Büffel (Trier), Jan Sebastian Schmalz (Münster) und ich über unsere Erfahrungen mit Wikis im medienwissenschaftlichen Umfeld (Net-Wiki, KoWiki, PR-Wiki). Zitat aus dem Abstract:

“Die Initiatoren der drei Wissenschafts-Wikis gehen in ihrem Erfahrungsbericht der Frage nach, inwiefern sich die Integration von Wikis als Arbeitswerkzeug und kollaborative Wissensplattformen in den Forschungs- und Lehrbetrieb eignen. Wikis ergänzen tradierte Formen der wissens­chaftlichen Wissensarbeit und Textproduktion durch die zunächst gleichberechtigte Beteiligung von Forschenden, Studierenden und Lehrenden und bilden die Bearbeitungs­schritte durch eine Dokumentation der einzelnen Textversionen ab. Multiautorenschaft, dezentrales und vernetztes Arbeiten sowie Strategien des Blended-Learning können so zum Einsatz gebracht werden.”

Dazu will ich aus meiner Sicht betonen, dass ich das PR-Wiki von einem Wissenschafts-Wiki inzwischen deutlich entfernt sehe. Zwar sind dort einige (halb-)wissenschaftliche Artikel (statt Hausarbeiten) entstanden und es werden seminarbegleitend Informationen dort abgelegt, doch nutzen wir die Wiki-Technologie im Studiengang Online-Journalismus inzwischen vorwiegend projektbegleitend. Das heißt, die Wikis (ja, eigentlich sind es inzwischen mehrere Installationen) dienen inzwischen als wichtige Tools dem Projektmanagement. Im Mittelpunkt des Artikels steht jedoch die Frage des Wissenschaftswikis – deren Diskussion mir viele Anregungen gegeben hat. Entstanden ist der Artikel übrigens stilecht kollaborativ, und zwar mit Google Docs.

Ähnlicher Artikel:

Oft gelesene Artikel im Wiki gelistet

Leserwahl: Habe ein bisschen in der WordPress-Statistik gewühlt und geschaut, welche Artikel aus diesem Blog besonders häufig gelesen wurden. 20 oft gelesene Texte habe ich in meinem privaten Wiki zusammengetragen und grob nach Themen sortiert. Die meisten beschäftigen sich mit Online-PR oder Praxisbeispielen aus der PR. 20 Artikel, 20 Links – im Vergleich zum Blog sieht das richtig aufgeräumt aus.

Auf die Idee gebracht hat mich schon vor längerer Zeit Robert Basic, der feststellte, dass Blogs per se ein lausiges Archiv haben und lesenswerte ältere Artikel oft nur schwer zugänglich sind. Robert hatte damals unterschiedliche Ansätze diskutiert, ein Archiv aufzubauen, das natürlich auch das Ziel hat, Besucher in den Long Tail des Blogs zu locken. Und eigentlich ist es naheliegend, dies innerhalb des Blog-CMS zu lösen. Mein Spieltrieb hat mich ins Wiki gelenkt. Hoffe, dass die Pflege des Archivs so ein bisschen leichter von der Hand geht als innerhalb des Blogsystems.

Die Mini-Auswertung der häufig gelesenen Artikel finde ich auch deshalb nett, weil sie zeigt, was Euch, liebe Leser, an diesem Blog am ehesten interessiert. Aber vorsicht: Das heißt nicht, dass ich künftig nicht mehr schreibe, wonach mir gerade ist…